Leichtathlet ist neuer Co-Trainer - Denis Krupic bereitet den VfL auf die Bundesliga-Saison vor


Wenn Denis Krupic nach der Arbeit nach Hause kommt, geht es für ihn meist gleich weiter: zum Sport. Doch war es für den Krankenpfleger bisher vor allem das Training in der Leichtathletik, hat sich sein Spektrum nun erweitert: Mit dem Trainingsauftakt der Handball-Frauen des VfL Oldesloe am vergangenen Montag, ist der 27jährige als Co-Trainer von Chef-Coach Otto Sternberg für die Kondition der Bundesliga-Spielerinnen verantwortlich. Bis zum Saisonstart in sechs Wochen legt die Vorbereitung des Teams vorwiegend in der Hand des gebürtigen Bosniers. Allerdings ist der Trainingsplan detailliert mit Sternberg abgestimmt.

Genaue Trainings-Programme und Taktik - das sind für den 27-jährigen Denis Krupic mittlerweile alltägliche Dinge. Dreimal in der Woche arbeitet er mit den Spielerinnen, versucht vor allem, ihre Kondition und Schnellkraft zu verbessern. "Wir kannten ihn schon aus der vergangenen Saison", erzählt Ivonne Grimm, "und er macht seine Sache sehr gut."

Stormarner Tageblatt vom 20.8.1994

Ein Handballfest zum Saisonauftakt
Zwei Höhepunkte in der Stormarnhalle
Oldesloer Damen gegen den Bramfelder SV

Erfreuliche Wochenend-Bilanz für die Handballdamen des VfL Oldesloe. Nach dem unglücklichen Ausscheiden in Ost-Moosheim in der vergangenen Woche gewann das Oldesloer Zweitliga-Team das Vorbereitungsturnier in Henstedt-Ulzburg. In allen Begegnungen gab es deutliche Siege. Im Endspiel überzeugten die Oldesloer Handballerinnen mit 16:12 gegen einen möglichen Konkurrenten der 2. Liga. Allerdings wird deren Liga-Status nach Unstimmigkeiten erst in der kommenden Woche geklärt.

Für die VfL-Frauen steht am Freitag die Saison-Eröffnung in der Stormarnhalle bevor, Gegner für die Schützlinge von Trainer Otto Sternberg ist der Bramfelder SV. Hier gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten: Im Team des Hamburger Oberligisten steht mit Uli Rüther eine ehemalige VfL-Spielerin, auf der Trainerbank sitzt mit ihrem Ehemann Jens Rüther ein ehemaliger Co-Trainer des VfL Oldesloe.

Als sportlicher Höhepunkt wird um 20.15 Uhr das Männer-Team des Bundesligisten VfL Bad Schwartau gegen den schwedischen Erstligisten Slawsten Trelleborg spielen. Anschließend soll im Travestadion mit allen Mannschaften gefeiert werden. Die Zuschauer sind herzlich dazu eingeladen.

Stormarner Tageblatt - 30.8.1994

Die Beliebtheit des Otto Sternberg
Fachkomtetenz und ein fairer Umgang zeichnen den neuen Oldesloer Trainer aus

"Otto - das finde ich gut." Dieser Werbeslogan eines großen Versandhauses paßt auf den neuen Handballtrainer des VfL oldesloe. Die VfL-Spielerinnen, aber auch ehemalige Schützlinge des langjährigen DHB-Auswahltrainers, lassen auf den großen Weißblonden nichts kommen. Als "genial" begrüßte die VfL-Spielerinnen die Verpflichtung von Otto Sternberg als Coach für die kommende Saison in der zweiten Bundesliga.

Der 42jährige A-Lizenztrainer zeichnet sich durch unbestrittene Fachkompetenz aus. Als Co-Trainer der deutschen Frauen-Auswahl feierte im Vorjahr mit dem Weltmeistertitel seinen größten Erfolg. "Natürlich gebührt die Ehre in erster Linie den Spielerinnen und Trainer Lothar Doering. Aber der Titelgewinn war schon ein grandioses Erlebnis - auch für den Co-Trainer", sagt Otto Sternberg und stellt sein Licht etwas unter den Scheffel. Denn als langjähriger DHB - Trainer im weiblichen Nachwuchsbereich (B- und A-Jugend sowie Juniorinnen) hat er Anteil an der Ausbildung vieler erfolgreicher Spielerinnen. Beim VfL Oldesloe hat er nun mit Roswitha Bein, Marion Werner und Ivonne Grimm gleich drei "seiner" ehemaligen Nationalspielerinnen wieder unter den Fittichen.

Fachkompetenz allein erklärt aber den hohen Beliebtheitsgrad Sternbergs nur unzureichend. Zugute kommt dem Haupt- und Realschullehrer im Trainerjob sein menschlicher und zugleich konsequent - fairer Umgang mit den Spielerinnen und Funktionären sowie sein profihaftes Engagement. "Ich sage klar, was Sache ist und lasse keine Spielerin mit illusionen herumlaufen", beschreibt er seinen Führungsstil.

Neben Lob und Tadel gehören Sichtung und Selektion - so häßlich dieses Wort klingt - mit zu den wichtigsten Aufgaben eines Auswahltrainers. Im Laufe seiner 14jährigen Arbeit für den DHB mußte Otto Sternberg viele jung Handball-Talente enttäuschen und ihnen den Sprung in den Nationalkader versagen. "Ich habe immer rechtzeitig reinen Wein eingeschenkt, wenn mir eine Spielerin vom Talent oder Körperbau her nicht so recht geeignet erschien. Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, diese schmerzhafte Kritik vernünftig rüberzubringen", sagt Sternberg.

Die Nachfolge als Bundestrainer kam für ihn nicht in Betracht. "Als Co-Trainer ist man stärker Vertrauensperson der Spielerinnen. Darunter kann man nicht problemlos einen Schlußstrich ziehen und plötzlich in die Rolle des Chef-Trainers schlüpfen. Es gibt reichlich Beispiele, wie derartige Rollenwechsel kläglich gescheitert sind", gewährt Sternberg einen Blick auf das fragile Innenverhältnis des Nationalteams.

Nach der Frauen-EM Ende September wird das bewährte Gespann Doering / Sternberg seine Zusammenarbeit beenden und aus den Diensten des DHB ausscheiden. Während Doering in die Männerbundesliga wechselt, wird Sternberg dreimal wöchentlich die rund 160 Autobahn-Kilometer nach Bad Oldesloe (hin- und zurück) auf sich nehmen. Von der Entfernung her ist die Kreisstadt ein geographischer Grenzbereich für den Hollenstedter, denn der Zeitaufwand ist groß. "Es ist reizvoll, wieder einmal eine Vereinsmannschaft zu trainieren. Beim DHB habe ich immer bedauert, daß man nur acht bis zehn Wochen im Jahr konkret mit den Spielerinnen arbeiten kann. Planung, Sichtung und Trainerfortbildung haben sehr viel Raum eingenommen", erläutert Sternberg die Unterschiede zwischen Verbands- und Vereinsarbeit. Seine größten Vereinserfolge feierte er mit dem TUS Alstertal, mit dem er von der Oberliga bis in die Bundesliga aufstieg.

Der gradlinige Niedersachse - und das entspricht seinem Stil - macht keinen Hehl daraus, daß er einen Wechsel zu den Bundesliga-Klubs Buxtehuder SV oder Walle Bremen vorgezogen hätte. Denn beide Vereine liegen näher an Hollenstedt, wo er tief verwurzelt ist. In der Nordheide lebt Sternberg heute mit Frau Sabine und den Söhnen Tim (13) und Uli (10). Dort leben seit der Schulzeit viele Freunde und Bekannte, im örtlichen TUS Jahn entdeckte er sein Herz für den Handball. Obwohl er für seinen Sport mit 1.90 Meter Gardemaß besitzt, brachte es der blonde Rückraumschütze während seiner aktiven Karriere nur bis in die Verbandsliga. Der rechte Wurfarm, der oft auskugelte, erwies sich als Handicap.

Familie, Lehrerberuf und Traineramt zu verbinden, erfordern ein geschicktes Zeitmanagement. Dem 42jährigen verbleibt meist nur sehr karg bemessene Freizeit. Nur wenn Anfang Juni das Hollenstedter Schützenfest steigt, hält sich Otto Sternberg das komplette Wochenende frei. Das Treffen mit Freunden und Bekannten ist dem Pädagogen heilig.

Ahrensburger Zeitung vom 5.9.1994 - Sönke Schulenburg

Count-down geht nun zuende
Vorbereitung der VfL - Handballerinnen fast abgeschlossen

Langsam rückt der Punktspielauftakt näher. In einer Woche ist es soweit: das Team tritt dann bei Wandsbek 72 an.

Auch die letzten Tests dafür bestritt der VfL gegen Teams aus der Hansestadt. Gegen des FSV Harburg war es sogar ein Test im doppelten Sinn. Auf diesen Gegner treffen die Oldesloer auch in der zweiten Runde im DHB-Pokal. das Spiel ist nach Bad Oldesloe verlegt worden, da dort mit mehr Zuschauern zu rechnen ist.

Im Testspiel gegen diesen Gegner mußte sich der VfL mächtig strecken, um am Ende mit 30:27 die Oberhand zu behalten. In der ersten Hälfte hatte der VfL viel experimentiert, in der 2. Hälfte hatte das Team trotz Bestbesetzung einige Probleme.

Trainer Otto Sternberg kehrt am Mittwoch nächster Woche zur Mannschaft zurück. Auf den Lorbeeren der EM will sich Sternberg nicht ausruhen. Er geht mit dem VfL - Team "in die Vollen". Als letzten Härtetest ist ein Spiel gegen den ETV Hamburg vorgesehen.

Stormarner Tageblatt vom 24.9.1994

Niederlage in der Stormarnhalle
Team von Trainer Sternberg konnte Nervosität nicht abstellen

Sie saßen noch lange nach dem Schlußpfiff auf der Ersatzbank und grübelten, vereinzelt rann eine Träne die Wange hinunter. Torhüterin Alexandra Hoffmann weinte bitterlich in der Hallenmitte, mußte von ihrem Freund getröstet werden. Die Handball-Frauen des VfL Oldesloe waren niedergeschlagen und deprimiert nach der ersten Heimniederlage in der neuen Saison gegen Holstein Kiel mit 23:25. Dabei hatte das Team von Otto Sternberg bis drei Minuten vor dem Ende noch geführt. Doch die aggressive Spielweise der Kielerinnen machte den Sieg im Landesderby möglich.

Trainer Sternberg hatte nach der Partie schnell seine Fassung wiedergefunden. "Lieber jetzt in der Anfangsphase verlieren als spät in der Saison in einer entscheidenden Phase", sagte er. Über 60 Minuten lang konnten die Oldesloer Handballerinnen ihre Nervosität nicht abstellen - sind letztlich wegen vieler leichtsinniger Fehler gescheitert. Ist der Druck zu hoch für das Team? "Es besteht überhaupt kein Anlaß, sich irgendeinem Leistungsdruck auszusetzen", sagt Otto Sternberg. "Weder er noch der Manager hätten von der Mannschaft einen Bundesligaaufstieg gefordert. Hier gilt es, die Ursachen zu erforschen".

Trainer Dirk Schlegel von Holstein Kiel zeigte sich überglücklich nach dem zweiten doppelten Punktgewinn. "Gegen Oldesloe sind meine Spielerinnen immer hochmotiviert", sagte er.

Der VfL führte bis wenige Minuten vor dem Abpfiff, mit 23:21, die 350 Zuschauer glaubten schon an den ersten Sieg der neuen Saison. Als Ivonn Bosza und Birthe Wede ihr Team dann auch noch mit Strafzeiten dezimierten und der VfL in Unterzahl spielen mußte, kippte die Begegnung. Den Kielerinnen gelangen drei Tore in Folge, ließen später die Sektkorken knallen.

Schon in der Vorwoche beim Saisonauftakt in Wandsbek konnte der VfL nicht überzeugen. "Vor allem in der Abwehr", so Trainer Sternberg, "zeigte seine Mannschaft Schwächen. Dabei habe er in der Woche die Abwehr über Außen besonders trainiert. Es reiche nicht aus, den Zuschauern ein paar Highlights zu präsentieren, ein Spiel müsse 60 Minuten kämpferisch erarbeitet werden. Er hoffe, das jetzt jede einzelne Spielerin diese Einstellung begriffen habe".

Nächster Gegner des VfL sind am kommenden Wochenende die Reinickendorfer Füchse in Berlin:

Ahrensburger Zeitung vom 10.10.1994

In den Ferien geht nichts
Handballdamen des VfL Oldesloe können nicht trainieren

Daß die Provinz durchaus ihre Reize hat, ist unbestritten. Wenn es aber um Leistungssport geht, präsentiert sich die Stadt Bad Oldesloe nach wie vor von ihrer finstersten Seite. Seit vier Jahren gibt es in der Kreishauptstadt niveauvollen Handball in der zweiten Bundesliga - für viele Sportfreunde sind die Heimspiele der VfL - Frauen ein Muß. Doch wenn Ferien sind, dann geht nichts mehr. Vor dem Heimspiel gegen Neubrandenburg mußte trainer Otto Sternberg zweimal das Training ausfallen lassen, weil keine Halle zur Verfügung stand....

Nach wie vor - und allen regelmäßigen Beteuerungen von Sportfunktionären zum Trotz - hat das Bundesligateam nicht einmal während der Ferien Schlüssel für ihre angestammten Trainingsstätten Heinrich Vogler Halle und Stormarnhalle. Eine organisatorische Meisterleistung. Denn die Hausmeister sind angehalten, ihren Urlaub zu nehmen, die teuren Sporthallen bleiben daher zu.

Als Ersatz sollten die VfL Handballerinnen in die Sporthalle der integrierten Gesamtschule umziehen (obwohl es dort kein handballgerechtes Spielfeld gibt). bei dieser Planung wurde allerdings übersehen, daß dort regelmäßig die Koronarsport-Gruppe des VfL oldesloe tätig ist. "Wir können sie doch nicht rausschmeißen", sagte Trainer Sternberg am Montag ratlos und setzte kurzerhand einen Saunabesuch an. Thomas Koop, beim 3.300 Mitglieder zählenden VfL Oldesloe für die schwierige Koordination der hallenzeiten zuständig, sprach von einem "bedauerlichen Mißverständnis", wollte aber auf die Stadtverwaltung nichts kommen lassen. "Das Verhältnis zwischen der Stadt und dem VfL ist ausgezeichnet", sagte er.

Das sieht Trainer Sternberg, der aus dem 80 Kilometer entfernten Hollenstedt anreist, völlig anders: "Ich wohne auf dem Dorf. Aber da klappt es, daß die Leistungsmannschaften Schlüsselgewalt erhalten", sagt der Pädagoge. "notfalls machen wir die Duschen selbst sauber." Mittlerweile hat sich der VfL-Vorsitzende Walter Busch eingeschaltet und beim Bürgermeister Gerd-Manfred Achterberg interveniert. "Der Bürgermeister will der Sache persönlich nachgehen und klären, warum wir keinen Schlüssel für die Voglerhalle bekommen", sagt Busch optimistisch.

Das Heimspiel am Sonnabend gegen den SV Neubrandenburg steht nicht nur wegen der mangelhaften Trainingsmöglichkeiten unter ungünstigen Vorzeichen. Rückraumschützin Birthe Wede fällt mit schweren Verbrennungen an der Hand aus.

Ahrensburger Zeitung vom 21.10.1994

Sind die beiden Neuen schon spielberechtigt?
VfL Oldesloe heute beim VfL Oldenburg

Der "Tanz auf zwei Hochzeiten" ist für Claus Schilk beendet. Nach fünf Niederlagen in Folge quittierte er seinen Dienst als Trainer bei den Handball-Männern des TSV Ellerbek (Regionalliga) und wird sich künftig ausschließlich als Manager um die Zweitliga-Frauen des VfL Oldesloe kümmern.

Zu tun gibt es reichlich, weil komplizierte Ablöseverhandlungen mit dem VfL Bad Schwartau (Regionalliga) anstehen. Nach Susanne Mack hat nun auch Schwartaus Linksaußen Jeanette Rochelmeyer einen Vertrag beim VfL unterschrieben.

Ob die beiden Neuzugänge am heutigen Sonnabend im Auswärtsspiel beim Tabellendritten VfL Oldenburg eingesetzt werden können, ist noch ungeklärt. Susanne Mack sollte ursprünglich schon ihr Debüt im VfL-Dreß in der Vorwoche gegen Hastedt geben, doch das entfiel, weil die laut Manager Schilk "zugesagte Freigabe" vom VfL Bad Schwartau noch nicht erteilt war.

Die zusätzliche Verpflichtung von Jeanette Rochelmeyer dürfte die Verhandlungen um die Ablösemodalitäten weiter komplizieren. Dennoch ist Manager Schilk weiter optimistisch, daß beide Akteurinnen nicht für ein halbes Jahr gesperrt werden. "Wir werden uns in den nächsten Tagen einigen", zeigte sich Schilk optimistisch.

Trainer Otto Sternberg kann dem Ausgang des Tauziehens gelassen entgegensehen. Personalprobleme drücken ihn derzeit nicht. Im Gegenteil: Er überlegt sogar, Lisa Lüken in Oldenburg eine Pause zu gönnen. Das große Talent kehrte erst am Donnerstag von einem Lehrgang der Juniorinnen-Nationalmannschaft zurück.

Zurückgekehrt ist mit dem Heimsieg über den Hastedter SV auch das Selbstbewußtsein des VfL Oldesloe. "In dieser Form haben wir in Oldenburg eine reelle Siegchance", wagte Sternberg eine optimistische Prognose. Er hatte den Tabellendritten im Heimspiel gegen Germania List beobachtet.

Die knallroten Handball-Autos

Sie sind knallrot lackiert, an den Seiten prangt auffällig in gelber Farbe der Schriftzug "Der Citroen AX - so gut wie ein Siebenmeter". Und auffallen sollen die sieben Kleinwagen (AXTeen, 45 PS) auch, die jetzt durch den Kreis Stormarn rollen. Denn immerhin ist die Hamburger Niederlassung des französischen Automobilkonzerns als Sponsor bei den Bundesliga - Handballdamen des VfL Oldesloe eingestiegen. Günstige Leasing-Konditionen, Trikot- und Bandenwerbung und weitere Gelder stellt das Hamburger Unternehmen (zwei Häuser, 70 Mitarbeiter) für zwei Jahre bereit. Manager Claus Schilk und Niederlassungsleiter Achim Külgen haben den Vertrag perfekt gemacht. "Sport und Autos sind eine gute Verbindung", sagte Achim Külgen, der sich demnächst ein Spiel der Oldesloer Frauen anschauen will.

Ahrensburger Zeitung vom 19.11.1994

Die dritte Runde des DHB-Pokalwettbewerbs
"Wir wurden regelrecht vorgeführt"
VfL Oldesloe verliert deutlich 22:37 gegen den Buxtehuder SV

Der Weihnachtsbaum im Foyer der Stormarnhalle hatte seinen letzten Auftritt. Beim DHB Pokalspiel gegen den Bundesliga-Klub Buxtehuder SV brannten zwei Wochen nach Heiligabend noch einmal die roten Kerzen. doch das erhoffte Handballfest vor rund 500 Zuschauern fand nicht statt. Mit 22:37 bezog das ambitionierte Oldesloer Zweitligateam gegen die europäische Spitzenmannschaft aus Buxtehude eine ernüchternde Niederlage. Ernüchternd, weil es sich die Gäste bequem leisten konnten, im zweiten Durchgang die "zweite Garnitur" aufs Feld zu schicken.

Diesmal aber - symptomatisch für den Saisonverlauf - blieben routinierte Leistungsträgerinnen wie Roswitha Bein, Zsuzsa Nyari, Marion Werner und Birthe Wede hinter ihrer Normalform zurück. Ungewohnt viele technische Fehler und mangelnde Harmonie in der Anfangsphase straften die Gäste gnadenlos mit Gegentreffern. Silke Schwöbken bekam in der ersten hälfte kaum einmal die Hand an den Ball.

Daß beim VfL mit Ivonne Grimm (Grippe), Ivonn Bosza (Kapselriß), Kathrin behnke (beruflich verhindert) und vanessa Schack (Kreuzbandriß) vier Stammspielerinnen fehlten, ließ Trainer Sternberg nicht als Entschuldigung gelten. "In dieser Form werden wir am Sonnabend bei der SG Misburg Probleme bekommen", wohl nur äußerlich gelassen.

Im VfL-Coach brodelte der Ärger heftig, seine lautstarke Kritik in der Kabine war nach dem Schlußpfiff bis in die Halle zu hören.

Ahrensburger Zeitung vom 6.1.1995

Nationalspielerinnen beim Bürgermeister
Schweizer Handballdamen zu Gast in Bad Oldesloe / Heute Spiel gegen den VfL

Die Handballspielerinnen der schweizerischen Juniorinnen- und Damennationalmannschaft waren gestern zu Gast bei Oldesloes Bürgermeister Gerd M. Achterberg. Die Sportlerinnen fragte das Stadtoberhaupt nach Problemen, die es in er Stadt geben würde, wie zum Beispiel Drogen, Jugend und Gewalt und wie es mit der Förderung des Sports in Oldesloe aussehen würde.

Nach einem kurzen Intermezzo im Rathaus bat der Bürgermeister die Damen und ihre Betreuer zum Essen in ein türkisches Restaurant. Doch bevor dort serviert wurde, überreichte Mägi Bernasconi dem Bürgermeister einen Wimpel der Nationalmannschaft.

Anschließend fuhren die Damen zu einem Spiel nach Flensburg. Heute um 18.30 werden die Juniorinnen der Schweiz gegen eine Bezirksauswahl antreten. Danach spielt die Damennationalmannschaft in der Stormarnhalle gegen den VfL Oldesloe.

Stormarner Tageblatt vom 1.3.1995

Marion Werner wird Nationalspielerin
Zum Vier-Länder-Turnier eingeladen

Die Nachricht schlug in der Handball-Szene in Bad Oldesloe wie eine Bombe ein und hat auch die Betroffene total überrascht: Marion Werner, Linksaußen im Zweitligateam des VfL Oldesloe wird A-Nationalspielerin. Sie ist von Bundestrainer Ingolf Wiegart für das Vier-Nationen-Turnier in Neubrandenburg eingeladen worden.

"Damit habe ich nie und nimmer gerechnet. Aber jetzt will ich alles versuchen, die Chance beim Schopf zu fassen", gibt sich die Oldesloerin verblüfft und entschlossen zugleich. Gegner sind die Teams aus Frankreich, Tschechien und Rußland.

Marion Werner wird dabei dem DHB-Team nur an den ersten beiden Tagen zur Verfügung stehen. Am 11. reist sie mit ihrem Heimtrainer Otto Sternberg ab, um einen Tag später für den VfL in Hastedt zu spielen. "Die Nominierung von Marion ist eine tolle Sache nicht nur für sie, sondern auch für ihren Verein und ihr Team," freut sich auch der VfL-Coach. Er sieht die Nominierung weniger als Folge ihrer aktuellen Leistungen, sondern eher als Spätfolge der guten Juniorinnen-WM, die Marion Werner im Herbst 1993 in Bulgarien gespielt hat.

Stormarner Tageblatt vom 3.3.1995

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