Rückrunde 1992

Bilanz bleibt makellos – Handballdamen des VfL Oldesloe besiegen Motor Hennigsdorf mit 31:16

Das Spiel war schnell abgehakt. Interessanter waren da schon die Gäste, die Landtagswahl wirft ihre Schatten voraus. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Zywitz schaute sich gemeinsam mit seinem Parteifreund Schröder aus Bad Oldesloe das Spiel an. Anschließend nahmen sie gemeinsam mit Trainer Claus Schilk und Jürgen Dorn die Stormarnhalle in Augenschein und ließen sich über die großen Probleme des Vereins berichten. Das Spielfeld ist für die 2. Liga zu klein, nur eine Sondergenehmigung des DHB erlaubt den Spielbetrieb. Ein Umbau wäre teuer, aber technisch wohl machbar. Billiger hingegen wäre die Lösung, den Hallenboden aufzunehmen und die Linien so zu verändern, dass das Spielfeld die vorgeschriebenen Maße erhält. Doch das würde ca. 100 – 150 Sitzplätze kosten und deshalb nicht unbedingt im Interesse des Vereins.
Die Politiker versprachen, sich des Themas anzunehmen, weckten aber bereits keine großen Erwartungen.

Ahrensburger Zeitung vorm 13.1.92

VfL Oldesloe: Vier Punkte Abzug

Sportlich ist den Damen des VfL nicht beizukommen. Noch immer ist der Aufsteiger ungeschlagen, gegen Holstein Kiel bewies das Team eindrucksvoll ihre Stärke. Jetzt droht Ungemach vom grünen Tisch. Der DHB hat dem VfL vier Punkte abgezogen. Der Aufstieg in die 1. Bundesliga ist gefährdet..Der Grund für die drastische Maßnahme: Neuzugang Birte Stooß vom TuS Alstertal soll gegen Hennigsdorf und Jarplund nicht spielberechtigt gewesen sein. Das bestätigte Frauenspielwartin Heidrun Klemke.
Doch das letzte Wort in dieser Angelegenheit scheint noch nicht gesprochen. Der VfL Oldesloe will gegen den Punktabzug Einspruch einlegen.
Birte Stooß war im Juni gekommen und ein halbes Jahr gesperrt gewesen, weil sich die beiden Vereine nicht über die Höhe der Ablösesumme einigen konnten.

Trainer Schilk: „Handball vom anderen Stern“

Mit 22: 13 wurde der Verfolger aus Kiel besiegt. Damit blieb das Team weiter unbesiegt und etablierte sich auch als Nummer 2 im Land hinter dem TSV Nord-Harrislee.
Ahrensburger Zeitung vom 27.1.92

Vor dem Handballderby gegen Alstertal
Oldesloe kämpft gegen den Punktabzug

Sie mischen die 2. Liga auf, sind ungeschlagen. Doch nun haben die Handball-Mädels vom VfL Oldesloe doppelten Ärger.
Zum einen der Streit um Birte Stooß. „Wir dachten, dass sie auch ohne Bundesligapass zweimal spielen darf", sagt Trainer Schilk. Denkste!!! Die Punkte sollen aberkannt werden.

Vorm Derby morgen beim TuS Alstertal glättet TuS Trainerin Birgitt Geißler die Wogen: “Uns stehen 8.136 Mark zu, Oldesloe bot bisher 3000, das ist zu wenig. Aber irgendwo in der Mitte können wir uns treffen“. Vielleicht gibt's auch nichts, Birte wurde nämlich ein Praktikum als Bank-Kauffrau in Paris angeboten.

Das Feld in der Stormarnhalle ist zu klein. Da machte die Stadtverwaltung dem Sportausschuss einen kuriosen Vorschlag. Die erste Stuhlreihe (80 von 500 Sitzplätzen) soll entfernt werden, dann wäre das Feld groß genug. SPD und FDP schmetterten den Plan ab. Der VfL muss weiter auf den nötigen Anbau warten. ...oder doch in eine andere Stadt umziehen.

Bild-Zeitung vom 31.1.92

3.2.92 - 23:30 – Auch TuS Alstertal konnte den Siegeszug des VfL nicht stoppen

Handball-Bund: Aus für die Stormarnhalle
VfL heute gegen Schwedt

Nun ist es amtlich. In der nächsten Saison wird der DHB keine Ausnahmegenehmigung für die Stormarnhalle erteilen, solange das Spielfeld nicht das vorgeschriebene Maß von 20x40 Meter aufweist. „Der VfL hatte mit der Ausnahmegenehmigung ohnehin Glück“, sagte Walter Kreienmeyer, Vizepräsident der DHB-Spieltechnik-Kommission, „denn wir sind im vergangenen Jahr nur mit Rücksicht auf die neuen Länder so großzügig verfahren.“ Über Umbaumöglichkeiten wird am nächsten Mittwoch der Sozial- und Kulturausschuss beraten. Am 16. März wird Walter Kreienmeyer der Stormarnhalle einen Besuch abstatten und sich bei Vertretern der Stadtverwaltung und des VfL über die Zukunftsplanungen informieren.

Ahrensburger Zeitung vom 22.2.92

Urteil des DHB-Sportgerichts: Oldesloe behält die Punkte
VfL-Damen fahren mit weißer Weste zum Spitzenspiel

Die Mühlen des Sportgerichts des DHB mahlen zwar langsam, für den VfL aber nicht zu langsam. Dem Widerspruch des VfL wurde stattgegeben. Die Spiele wurden so gewertet, wie sie auf dem Spielfeld ausgegangen sind.

Birte Stooß war unstreitig für die 2. Mannschaft des VfL spielberechtigt. Als solche darf sie, so eine Ausnahmebestimmung in der Spielordnung, ohne Bedenken in zwei Spielen in der Bundesliga mitwirken, auch wenn der Verein keinen gültigen Spielerpass für die obersten Spielklassen hat.

Die Freigabe für Birte Stooß wurde an den Kontrollausschuss des DHB weitergeleitet. Gegen dieses Urteil hat der VfL Widerspruch eingelegt, weil er auch in der Hauptsache recht bekommen will. Mit diesen 4 Punkten im Gepäck tritt der VfL morgen zum Spitzenspiel beim TSV Hastedt an. Mit einem Sieg könnten sie schon den Gewinn des Meistertitels in der 2. Liga perfekt machen.

Stormarner Tageblatt vom 13.2.92

Generalprobe für die Aufstiegsrunde

Die Spielerinnen des VfL sind gedanklich schon weiter. Die Spielerinnen unterzogen sich im Training erstmals einem aufwendigen Ausdauertest, bei dem anhand der Laktatwerte die körperliche Fitness ermittelt wird. Nach jeweils drei Runden a 400 Meter zapfte ein wissenschaftlicher Angestellter des sportmedizinischen Instituts Paderborn den VfL-Spielerinnen Blut aus dem Ohrläppchen ab. In der kommenden Woche werden die Analyse-Ergebnisse erwartet. „Dabei kann niemand schummeln,“ so Schilk, „Konditionsmängel werden deutlich sichtbar gemacht.“
Thomas Gloth, Ex Bundesligatrainer des VfL Bad Schwartau und freundschaftlicher Berater des VfL Oldesloe, will die Ergebnisse nächste Woche mit den Spielerinnen auswerten.

Ahrensburger Zeitung vom 13.3.92

Hastedt – Oldesloe 19:21
Aufstiegsrunde ist erreicht

Die Handballdamen des VfL Oldesloe sind am Ziel: In einem hochklassigen Spiel gewann der Tabellenführer der 2. Liga gestern bei seinem Verfolger Hastedter TSV mit 21:19 und hat damit die Aufstiegsrunde zur 1. Liga erreicht.

Vor rund 400 Zuschauern in der vollbesetzten Halle – allein 200 Zuschauer waren aus Oldesloe mit drei Bussen angereist – fiel der Treffer zum Endstand erst in der Schlusssekunde, als Zsuzsa Nyari das Leder vom eigenen Tor aus über die resignierenden Gastgeberinnen hinweg im gegenüberliegenden Gehäuse versenkte.

Der VfL baute seine makellose Bilanz damit auf 36:0 Punkte aus.

Lübecker Nachrichten vom 15.3.92

Jetzt erst einmal eine vernünftige Fete feiern

Jörn Franke schwärmte von der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft, sein Team habe viel Pech gehabt. Claus Schilk stufte die Leistung schon realistischer ein: „Was beide Mannschaften heute geboten haben, war nicht erstligareif. Beide würden wieder absteigen.“
Sagte es und ging nach draußen, um eine filterlose Zigarette zu rauchen. Er steckte noch das nächste Ziel ab: “ Jetzt wollen wir Meister werden und ungeschlagen bleiben. Dann können wir erst einmal eine vernünftige Fete feiern“.

Sportlich scheint der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte möglich zu sein. Jetzt muss die Stadt Bad Oldesloe nur noch die Voraussetzungen schaffen und die zu kleine Stormarnhalle den Richtlinien entsprechend vergrößern.

Ahrensburger Zeitung vom 16.3.92

23.3.92 - 37:14 Rekordsieg – der VfL Oldesloe ist schon drei Spieltage vor Schluss endgültig Meister

GW Schwerin war nicht mehr als ein Trainingspartner

FIKO Rostock wird ein ein unbequemer Heimgegner für die Oldesloer
Der VfL zieht um in die Voglerhalle

Nach dem Spiel geht's erst richtig los. Die Handballdamen des VfL wollen sich bei ihren Fans für die tolle Unterstützung bedanken und laden anlässlich des letzten Heimspiels der Punktrunde zur Meisterfete ein. Die beginnt gleich nach der Partie gegen Rostock in der benachbarten Turnhalle des Gymnasiums.

Stormarner Tageblatt vom 3.4.92

Bürgermeister wünscht sich die Bundesliga
Damen und Fans feierten Meisterschaft

Mit einem lauten Knall flog der Champagner-Korken aus der Magnumflasche. Der VfL feierte den 33:17 Erfolg über Rostock und baute seine Erfolgsserie aus auf 42:0 Punkte. Auf der vorgezogenen Meisterfeier erschien Bürgermeister Gudat als offizieller Vertreter der Stadt. Nach der Übergabe einiger Präsente für die Mannschaft wünschte er sich Erstligahandball für die kommende Saison.

Ahrensburger Zeitung vom 6.4.92

 

Die Damen des VfL können nicht nur prächtig Handball spielen, sie verstehen es auch, fröhliche Feste zu feiern. Vielleicht auch deshalb, weil sie die besten Fans der Liga haben.

Denen einmal Dank für die Unterstützung in der laufenden Saison zu sagen, war einer der Auslöser dafür, nach dem letzten Heimspiel eine fröhliche Feier aufzuziehen. Ein paar besonders aktive Fans hatten die Sache in die Hand genommen. Udo „Ede“ Lorenz trug mit seiner Disco erheblich zur Stimmung bei.

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