Wir wünschen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in das neue Jahr 1999
24.12.98 - Das besondere Portrait

Seit dem Stadtfest Anfang Juni ist Bad Oldesloe und Umgebung um ein besonderes Musikstück reicher. Gemeint ist die Auflaufhymne unserer Handballdamen "GET IT ON !" von Danah Taylor, Oldesloer/innen auch unter ihrem bürgerlichen Namen Daniela Bruzsies bekannt. Damit hat VfL Oldesloe als einzige Mannschaft in der Staffel eine eigene für diesen Zweck erstellte Auflaufmusik Danah komponierte den Song im Frühjahr und hatte dabei ihre gewohnt hohen Qualitätsansprüche, die sie verbunden mit ihrer einmaligen Stimme und ihrem musikalischen Talent zu einer bedeutenden Größe in der Musikszene im Großraum Hamburg gemacht haben. "Danah komponierte den Song im Frühjahr und hatte dabei ihre gewohnt hohen Qualitätsansprüche, die sie verbunden mit ihrer einmaligen Stimme und ihrem musikalischen Talent zu einer bedeutenden Größe in der Musikszene im Großraum Hamburg gemacht haben. Es sollte kein stupides Gröl- und Sumpflied (z.B. VfL for ever...) werden, sondern angepaßt an das Alter und Image der Mannschaft moderne schwungvolle Züge aufweisen.

Herausgekommen ist ein wahres Meisterwerk, das durchaus in den gängigen Radioprogrammen gespielt werden könnte. Mittlerweile haben durch große Verkaufstätigkeit auf dem Stadtfest bereits über 50 Fans, Spielerinnen und Förderer eine CD des Songs gekauft, der Reinerlös geht übrigens direkt in die Vereinskasse. Wer noch keine "Scheibe" erworben hat, kann dies an der Abendkasse nachholen, für lediglich 10,— DM ist man und frau dabei. Das Engagement und die enorme Leistung von Danah verdienen besondere Anerkennung. Seit rund fünf Jahren ist sie eine der größten Fans der Oldesloer Handballdamen und hat unsere Feiern schon mehrfach mit ihrem umfangreichen Musikangebot erheblich bereichert, so etwa bei der Saisonabschlußfeier 1994 beim Zeltfest im Travestadion, als sie zusammen mit Altmeister Otto Sternberg und der Mannschaft begeisterte. Unvergessen auch ihre Darbietung von Weihnachtssongs auf der Weihnachtsfeier 1997 im Bürgerhaus, wo sie wegen ihrer einfühlsamen Stimme für so manche Gänsehaut sorgte. Höhepunkt war sicherlich das gemeinsame Solo für Danah und Jeanie beim Gospel "Oh happy day. Danah ist selbst Vollbluthandballerin, sie steht beim VfL Rethwisch zwischen den Torpfosten. Wenn sie einmal nicht aufgrund ihrer erfolgreichen Musikkarriere unterwegs ist oder die Handballdamen zu Auswärtsspielen wie etwa Neubrandenburg oder Wismar begleitet, unterstützt sie das Team von B & K-Moden in der Hindenburgstraße. Wir sind alle froh und stolz, Danah als Aktivposten und treuen Handballfan in unseren Reihen zu haben - danke.

Holger Orlowski

Montag, 21. Dezember 1998

Dankeschön der „fingerfertigen“ Handball-Frauen

(sg) Ob Sieg oder Niederlage, die „Freßpakete“ erfreuen sich bei den Handball-Frauen des VfL Oldesloe auf den langen Auswärtsfahrten in der zweiten Bundesliga größter Beliebtheit. Zu Weihnachten wollten sich Handballerinnen eigentlich bei Jens Marquardt, dem stellvertretenden Betriebsstättenleiter des Sponsors „Delikatessen Peters“, bedanken. Aber weil der 29jährige wegen eines Wirbelbruchs nicht zum Heimspiel gegen die HSG Marne-Brunsbüttel kommen konnte, statteten ihm Jeanette Marquardt und Dana Kretschmann kurzerhand einen Genesungsbesuch ab. Im Gepäck: Ein dekoratives Fingerfarben-Bild mit den Handabdrücken aller Spielerinnen.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 21.12.1998

 

Sonnabend, 19. Dezember 1998

VfL Oldesloe – HSG Marne/Brunsbüttel 25:22 (13:11)

„Hauptsache gewonnen“

(Sönke Schulenburg) Martina Kattner, zweifache Torschützin des VfL Oldesloe beim 25:22 (13:11) gegen die HSG Marne-Brunsbüttel, brachte es selbstkritisch auf den Punkt: „Hautsache gewonnen, im neuen Jahr spricht von diesem Spiel niemand mehr.“ Fünf Tage vor Heiligabend fiel der siebte Saisonerfolg, mit dem sich der VfL Oldesloe auf den vierten Tabellenplatz verbesserte, ausgesprochen glanzlos aus. Zweitliga-Format erreichten beide Teams im Landesderby nur selten.

Bei den Stormarnerinnen wurde Roswitha Bein als Spielmacherin schmerzlich vermißt. Sie saß mit einer vereiterten Zahnwurzel auf der Ersatzbank und versuchte, möglichst wenig an den pochenden Schmerz im Kiefer zu denken. Weh mag ihr und den rund 230 Zuschauern allerdings das oft konfuse Treiben auf dem Spielfeld getan haben. Fehlpässe, Mißverständnisse und die phasenweise miserable Chancenverwertung trübten das Niveau.

„Roswitha Bein hat dem VfL Oldesloe heute an allen Ecken und Kanten gefehlt. Aber wir haben die Gunst der Stunde nicht genutzt“, trauerte Marnes Trainer Helge Thomsen, der mit seiner Mannschaft noch nie in der Stormarnhalle gewinnen konnte, einem verpaßten Überraschungserfolg nach. „Ich bin froh über diesen Sieg, wir mußten diesmal zittern“, sagte seine VfL-Kollegin Zsuzsa Nyari.

Im letzten Spiel des Jahres 1998 wußten die Oldesloerinnen, bei denen sich Jeanette Marquardt und Dana Kretschmann oft vergeblich um Kreativität im Spielaufbau bemühten, nur in der Anfangsphase zu gefallen. Vor allem mit überfallartigen Tempogegenstößen gelang es den Stormarnerinnen, ihren 0:2-Rückstand (4. Minute) wettzumachen. Fast widerstandlos kassierten die Gäste aus Marne neun Tore in neun Minuten, so daß die Gastgeberinnen plötzlich mit 9:2 in Führung lagen (13.). Doch dann war es vorbei mit der zielstrebigen Treffsicherheit. Offenbar im Gefühl eines ungefährdeten Erfolgs ließ es der VfL Oldesloe unkonzentrierter angehen, die Kräfte ließen nach, die Fehlpässe nahmen überhand – Konsequenz war der 9:9-Ausgleich in der 22. Minute.

Symptomatisch für die Partie war ein kurioses Mißverständnis: Als Marquardt (8 Tore/2 Siebenmeter) nach 44 Minuten zum 18:17 traf und jubelnd ihre Hand zur „Becker-Faust“ ballte, empfand einer der Unparteiischen diese Geste als Drohgebärde und schickte die erfolgreichste VfL-Torschützin mit zwei Strafminuten auf die Bank.

Kurz darauf sorgte Eike Lange (5 Tore), die als Kreisläuferin eine herausragende Partie spielte, mit dem 19:17 für die Vorentscheidung. Das endgültige Aus für Marne machte dann Erzika Bakai perfekt, die mit zwei wichtigen Treffern den Vorsprung auf 21:17 erhöhte (51.).

Ausgerechnet die ehemalige kroatische Nationalspielerin, deren vorzeitige Ausmusterung beim VfL Oldesloe beschlossene Sache scheint, avancierte in der entscheidenden Phase zur Matchwinnerin. Dank erhielt die blonde Linkshänderin, die sportlich bislang enttäuschte und von ihren Mitspielerinnen nicht sonderlich geschätzt wird, dafür kaum. In einem ernsten Gespräch auf Ungarisch warfen sich Trainern Nyari und Bakai nach Spielende giftige Blicke zu. Die geplante Vertragsauflösung, so scheint es, könnte sich problematischer gestalten als es dem VfL Oldesloe lieb ist.

Vorweihnachtliche Stimmung kam bei den Verantwortlichen angesichts der akuten Finanzmisere ohnehin nicht recht auf. Nur der langjährige Sponsor Hans Studt, der trotz seiner schweren Erkrankung die Mannschaft öffentlich mit einer Spende von 500 Mark bescherte und die Fans auf der Tribüne zur Unterstützung aufrief, sorgte für einen Moment rührender Besinnlichkeit

Die Tore für den VfL Oldesloe auf einen Blick: Jeanette Marquardt (8/2), Eike Lange (5), Birgit Walter, Erzika Bakai, Sandra Koslowski (je 3), Martina Kattner (2), Dana Kretschmann (1).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 21.12.1998

 

19.12.98 - VfL Oldesloe - MTV Marne 25:22

Es ist nicht einfach, nach solch einer Woche, nach solch einem Szenario wie dem am Samstag vor dem Spiel in der Stormarnhalle, so zum normalen Alltag überzugehen. Alle haben den Finger gehoben, doch der Manager tritt vor das Publikum und sagt, er habe alles im Griff. Birgit Walter als Mannschaftsführerin bringt das Engagement der Truppe hervor, die auf jeden Fall die Saison zuende spielen werde. Und tags darauf steht in der Zeitung, das Management plant bereits für die kommende Saison. Ich mache mir da so meine eigenen Gedanken, möchte aber vermeiden, diese Plattform zu benutzen, um einigen Personen an den Karren zu p....... . Es lohnt die Mühe nicht, auf jeden Fall stimmt einiges nicht zum Jahresende 1998.

Unser Gegner am Samstag kam aus Marne. Nie hatten sie es so leicht, hier zu gewinnen, wie an jenem unglückseligen Samstag im Dezember 1998. Roswitha Bein konnte nicht mitwirken und so fehlte der Kopf der Mannschaft. Jeanie und Dana bemühten sich - es wurde nicht so viel daraus. Der Kommentar der Schieris nach dem Spiel: "die einen konnten nicht und die anderen wollten nicht". So war der Höhepunkt bereits Mitte der ersten Halbzeit abgehakt, nach 0:2 stand es plötzlich 9:2 für den VfL. Marne nahm eine Auszeit und erzielte im Anschluß den dritten Treffer. Und dann nahm Zsuzsa eine Auszeit, für alle unverständlich, denn diese Auszeit dauerte ca. 10 Minuten und dann stand es 9:9. Ziemlich verrückt. Marne konnte man den Tabellenstand ansehen und war nicht in der Lage, mehr daraus zu machen und das Oldesloer Publikum sah am Ende einen nicht bejubelten 25:22 Erfolg. Der fünfte Tabellenplatz als Bilanz am Ende des Jahres 1998 ist in etwa das, was man sich erhofft hatte - mit Blick nach vorn, Celle punktgleich und Wismar zwei Zähler davor.

Einige Personen habe ihre Hausaufgaben erhalten, die Benotung erfolgt zum Saisonende!

In diesem Sinne wünsche ich allen Besuchern unserer Internetseite ein angenehmes und harmonisches Weihnachtsfest, einen guten Rutsch in das neue Jahr 1999 und bleiben Sie uns erhalten. Den nächsten Auftritt des VfL können wir am 10.1.99 erleben, dann geht es zum Auswärtsspiel nach Niederndodeleben bei Magdeburg. Und da haben wir noch nie gewonnen!!

 

Sonnabend, 19. Dezember 1998

Sparkurs zwingt zur Trennung von Erzika Bakai
Kroatische Ex-Nationalspielerin erwies sich als sportlicher Fehlgriff

(sg) Der öffentliche Rummel um die Finanzkrise scheint die Handball-Frauen des VfL Oldesloe wenig zu beeinträchtigen. Vor dem Heimspiel am Sonnabend gegen die HSG Marne/Brunsbüttel (19.30 Uhr) herrscht zumindest in sportlicher Hinsicht allenthalben Zuversicht, denn dieses Landesderby haben die Oldesloerinnen in der Stormarnhalle noch nie verloren.

„Das darf aber kein Grund zur Überheblichkeit sein. Sollten wir keine vernünftige Einstellung zu diesem Spiel finden, wäre das Marnes größter Trumpf“, sorgt sich VfL-Trainerin Zsuzsa Nyari weniger um die spielerische als um die psychologische Komponente des Duells.

Zu Recht: Die Gäste aus Marne belegen in der zweiten Bundesliga Nord derzeit den drittletzten, zwölften Rang mit 4:16 Punkten, rangieren auf einem Abstiegsplatz. Daher ist vom ohnehin stets kämpferischen Westküsten-Team energischer Widerstand zu erwarten.

Energisch will nun VfL-Manager Wilfried Koslowski in den kommenden Wochen die „Schieflage“ im Zweitliga-Etat beheben, der geschätzt ungefähr 150.000 Mark betragen dürfte. Seit Oktober warten die Spielerinnen auf Aufwandsentschädigungen und Fahrgelder.

Die aktuelle Finanzlücke, so Koslowski, sei vor allem im Zusammenhang mit dem Wechsel des Fahrzeugherstellers entstanden. Um günstigere Leasingraten bei Volkswagen (Travag) zu erhalten, habe sich der VfL Oldesloe vom bisherigen Sponsor Citroen Hamburg getrennt. Dabei sei aber übersehen worden, daß für einige Leihfahrzeuge, die von Spielerinnen bereits zurückgegeben wurden, die Kosten vertragsgemäß weiterlaufen. „Wir haben Fehler gemacht. Der Fuhrpark verschlingt im Moment viel zuviel Geld“, sagte Koslowski.

Selbstkritisch räumt der Manager ein, daß er sich aufgrund privater und beruflicher Probleme zuletzt nicht in wünschenswertem Maße um die Sponsorenbetreuung beim VfL Oldesloe kümmern konnte. Wilfried Koslowski tritt aber Gerüchten entgegen, daß der Spielbetrieb in der zweiten Bundesliga gefährdet sei. „Bis zum Saisonende ist alles wieder im Lot. Unsere Hauptsponsoren halten zu uns, niemand ist abgesprungen. Wir planen bereits für die Serie 1999/2000.“

Trotzdem: Sparmaßnahmen scheinen unvermeidlich. Der akuten Finanzmisere zum Opfer fallen dürfte wohl Erzika Bakai. Die ehemalige kroatische Nationalspielerin, die im Oktober unmittelbar vor Saisonbeginn noch nachverpflichtet wurde, erfüllte bislang nicht die hochgesteckten Erwartungen. Offenbar strebt der VfL Oldesloe nun eine vorzeitige Vertragsauflösung mit der Linkshänderin an, die wohl die teuerste Akteurin im Team sein dürfte. „Menschlich tut es mir sehr leid für Erzika. Aber wir haben uns erheblich mehr von ihr versprochen“, sagte Trainerin Nyari und plant offensichtlich nicht mehr mit Bakai. Sportlich erwies sich die Kroatin als Fehlgriff. Sie kam selten in der Anfangsformation zum Einsatz und erzielte daher nur wenig Tore. Zudem behindern massive Sprachprobleme ihre Akzeptanz bei den Mitspielerinnen.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 19.12.1998

 

05.12.98 - VfL Oldesloe - VfL Oldenburg 20:28

Das war eine Handball-Demonstration. Der Favorit hat auch in Oldesloe gezeigt, wer Meister werden will. Von Beginn an hochkonzentriert kauft das Team dem VfL Oldesloe den Schneid ab. Es sah nach einer Demütigung aus, was sich ab Mitte der 1. Hälfte in der Stormarnhalle abspielte. Die Abwehr ließ nichts anbrennen und erfolgreicher Tempohandball mit zwei ganz starken Rückraumspielerinnen ließen den Gast aus Oldenburg teilweise mit 13 Toren wegziehen. wer weiß, was noch alles passiert wäre, hätten die wieder einmal grausam schlechten Schiedsrichter nicht das Spiel mit ihren Entscheidungen zerpfiffen. So wurde es regelrecht zu einer Schlacht und häufig mußten de Oldesloerinnen mit vier Feldspielerinnen agieren, während auf der anderen Seite klare Tätlichkeiten nicht mit Ausschluß bestraft wurden. Zeitweise kämpften beide Mannschaften so auf ganz schlimmen Niveau.

Eine ganz starke Piet Küsel im Tor konnte Schlimmeres verhindern und in der 2. Hälfte hielt der VfL Oldesloe besser dagegen. Zuerst noch gegen die erste Sieben, die dann aber immer wieder 2-Minutenstrafen erhielt und konditionell etwas abbaute, kein Wunder, bei dem Tempo der ersten 30 Minuten. Aber Oldenburg hatte aber im Gegensatz zum VfL Oldesloe eine starke Bank. So durften die Youngsters ran und da wurde es dann richtig schöner Handball. Der Vorsprung schmolz bis auf sechs Tore, geriet aber nie in Gefahr. Am Ende war dann auch niemand so richtig traurig. Immerhin hatte über 300 Zuschauer den Weg in die Halle gefunden.

Der VfL Oldenburg wird seinen Weg gehen und wieder in die 1. Liga zurückkehren, wenn er auch seine finanziellen Dinge in den Griff bekommt. Der VfL Oldesloe darf erst in 14 Tagen wieder ran, dann kommt der Tabellenletzte aus Marne. Hier wird der Kampf um den vierten Platz weitergehen. Silke Dumjahn wird nach ihrer Meniskusoperation demnächst mit dem Aufbautraining beginnen.

 

Sonnabend, 5. Dezember 1998

VfL Oldesloe – VfL Oldenburg 20:28 (7:16)

Moral und Kampfgeist bewiesen
VfL Oldesloe kam mit 20:28 gegen VfL Oldenburg glimpflich davon

(Sönke Schulenburg) Gelegentlich trügt er ja, der Blick auf die Statistik. Aber im Falle des VfL Oldenburg spiegelt die Tabellenführung in der zweiten Handball-Bundesliga Nord das Leistungsvermögen des ungeschlagenen Spitzenreiters sehr exakt wider. Die Gäste machten es sogar noch gnädig: Mit 20:28 (7:16) kamen die Handball-Frauen des VfL Oldesloe vor rund 320 Zuschauern in der Stormarnhalle recht glimpflich davon.

Nach sechs siegreichen Partien in Serie stand das Team von VfL-Trainerin Zsuzsa Nyari diesmal gegen den Bundesliga-Absteiger und Titelanwärter Nummer eins auf verlorenem Posten. „Der VfL Oldenburg müßte wohl auf der Anfahrt in einer Schneewehe steckenbleiben, damit wir eine echte Siegchance haben“, hatte Oldesloes Spielmacherin Roswitha Bein schon vorher geunkt, und sie sollte auch Recht behalten.

Ein Klassenunterschied zeichnete sich schnell ab, obwohl die Stormarnerinnen die Anfangsphase noch ausgeglichen gestalteten (4:4/10. Minute). Der VfL Oldesloe setzte auf beherzten Kampfgeist und Härte, hatte aber vor allem im Angriff keine Mittel, den Sieg der Gäste zu gefährden. Dennoch häuften sich im ersten Durchgang versteckte Fouls und Provokationen. Unverständlich, warum das Schiedsrichter-Gespann Plewka/ Weiß (Schellerten/Gehrden) einen versuchten Faustschlag der ansonsten herausragenden Oldenburger Spielmacherin Annamaria Kovacova (6/3 Tore) gegen Eike Lange nicht mit der roten Karte ahndete.

Danach war die Atmosphäre bis zur Pause vergiftet, unfairer Körpereinsatz führte auf beiden Seiten zu einer Vielzahl von Verletzungsbehandlungen. Die Oldesloerinnen stellten sich jedoch deutlich ungeschickter an, kassierten fünf Zeitstrafen, die es dem VfL Oldenburg erleichterten, vorentscheidend bis zur Pause auf 16:7 davonzuziehen. „Es gab viele unschöne Szenen“, sagte VfL-Trainerin Nyari, die – wie ihr Kollege Klaus Kröger – in der Kabine mäßigenden Einfluß auf die erhitzten Gemüter nahm.

Die Folge: Im zweiten Durchgang wurde wieder mehr Handball gespielt als gekämpft. Doch vor der aggressiven, homogenen Abwehrreihe des VfL Oldenburg fiel den Gastgeberinnen wenig ein. Überraschungsmomente im Angriff fehlten völlig, was Trainerin Nyari auch auf Konditionsrückstände und die schlechten Trainingsbedingungen zurückführte. So hatte die angehende Sportlehrerin und VfL-Mannschaftsführerin Birgit Walter noch sieben Stunden vor Abwurf über ihrer letzten Examens-Klausur gebrütet. Auch Spielmacherin Bein befindet sich in der entscheidenden Phase ihrer Vorbeitungen für das Jura-Examen.

Vor diesem Hintergrund zollte Gästetrainer Kröger dem VfL Oldesloe große Anerkennung: „Dieses Team hat Charakter bewiesen. Andere Gegner lassen sich nach einem 10:22-Rückstand hängen, weil die Moral dann futsch ist“, sagte er. Moral und Kampfgeist bewiesen die Oldesloerinnen: Als der VfL Oldenburg von der 45. Minute an mit vier Nachwuchsspielerinnen gleichzeitig agierte, nutzten die Gastgeberinnen die Gelegenheit, um das Resultat zu verbessern und die Niederlage in Grenzen zu halten. Gegen die Bestbesetzung der Gäste, unter anderem mit der mAHRENSBURGER ZEITUNGedonischen Nationalspielerin Biljana Naumoska (6/1 Tore) hätte es wohl ein Debakel gegeben. „Die erste Sieben des VfL Oldenburg ist absolut Bundesliga-tauglich“, erkannte Trainerin Nyari einen Klassenunterschied zum Spitzenreiter.

Die Treffer: Roswitha Bein (6/davon 3 Siebenmeter), Jeanette Marquardt, Erzika Bakai, Dana Kretschmann, Martina Kattner (je 3), Sandra Koslowski, Eike Lange (je 1).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 7.12.1998

 

Sonnabend, 5. Dezember 1998

VfL Oldesloe ist nur ein krasser Außenseiter
Stormarner Handball-Frauen empfangen den übermächtigen Tabellenführer VfL Oldenburg

(sg) Günstiger könnte die Ausgangssituation eigentlich kaum sein. Nach sechs siegreichen Punktspielen in Folge sollten die Handball-Frauen des Tabellenvierten VfL Oldesloe genügend Selbstvertrauen für ihr heutiges Heimspiel gegen den Spitzenreiter VfL Oldenburg besitzen (19.30 Uhr, Stormarnhalle). Doch der Gegner, der da heute abend anreist, scheint wahrhaft übermächtig.

Mit 16:0 Punkten steuert der Bundesliga-Absteiger klar auf Wiederaufstiegskurs. Es hat sich bislang ausgezahlt, daß sich die Oldenburgerinnen zu Saisonbeginn mit den beiden Nationalspielerinnen Annamaria Kovacova (Slowakei) und Biljana Naumoska (MAHRENSBURGER ZEITUNGedonien) sowie Linksaußen Ulla Bixschlag (TuS Walle Bremen) gezielt verstärkt haben.

Der VfL Oldenburg, aus dessen hervorragender Jugendarbeit die beiden aktuellen Juniorinnen-Nationalspielerinnen Nina Wörz und Anne Schirakowski hervorgegangen sind, stellt nicht nur den besten Angriff, sondern zugleich auch die beste Abwehr der zweiten Bundesliga Nord (250:157 Tore). Selbst Spitzenteams wie TSG Wismar (32:25) und HC Empor Rostock (33:23) waren relativ „leichte Beute“ für den Spitzenreiter.

Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, daß selbst eine notorische Optimistin wie Zsuzsa Nyari ins Grübeln kommt. „Ich fürchte, wir sind heute wirklich nur krasser Außenseiter“, schätzt die Trainerin des VfL Oldesloe die Kräfteverhältnisse wohl realistisch ein. Nyari, die voraussichtlich wieder ihre Bestbesetzung aufbieten kann, gibt ihrem Team vor allem einen taktischen Ratschlag mit auf den Weg: Ruhe bewahren. Nur mit extremer Ball- und Paßsicherheit, so hofft sie, lassen sich die überfallartigen Oldenburger Gegenstöße vermeiden. Und dies wäre das richtige Rezept, um den Ausgang der Partie lange offen zu gestalten.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 5.12.1998

 

Dienstag, 1. Dezember 1998

HSG Albstadt in Bad Oldesloe
Glückliches Pokal-Los im Achtelfinale

(sg) Über mangelndes Glück können sich die Handball-Frauen des VfL Oldesloe in diesem Herbst nicht beklagen. Dank der knappen Siege gegen die Konkurrenten Tasmania Neukölln (30:29) und zuletzt bei der SG GM/BTSV Berlin (21:20) kletterten die Stormarnerinnen in der zweiten Bundesliga Nord auf den vierten Tabellenplatz.

Glück hatte das Team von Trainerin Zsuzsa Nyari auch bei der Auslosung im DHB-Pokalwettbewerb: Im Achtelfinale erwartet der VfL Oldesloe am 20./21. Februar 1999 den aktuellen Spitzenreiter der zweiten Bundesliga Süd, die HSG Albstadt. Die Gäste aus Schwaben, die am Wochenende dank eines 28:23-Erfolges beim BSV Sachsen Zwickau die Tabellenführung zurückeroberten, sind südlich von Stuttgart beheimatet. Das bedeutet mehr als 800 Kilometer Anreise, auf die VfL-Trainerin Nyari liebend gerne verzichtet. „Ich bin froh, daß wir das Heimrecht zugelost bekommen haben“, sagte sie.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 1.12.1998

 

28.11.98 - Guts Muths Berlin - VfL Oldesloe 20:21

Puuh, da wischten sich die Oldesloer Schlachtenbummler den Schweiß von der Stirn und die Handballdamen des VfL Oldesloe tanzten ausgelassen in der Berliner Halle. der VfL hatte soeben ein Spiel gewonnen, das eigentlich nie zu gewinnen war. 21:20 lautet der Endstand und wie heißt es so schön, schon am nächsten Wochenende spricht niemand über das "Wie", sondern nur über das "Wir haben gewonnen". Mit fünf Toren lag der VfL zurück und in der 48. Minute noch mit 14:18. Aber die Moral der Mannschaft ist eigentlich toll in dieser Saison, aufgegeben wird eigentlich nie und eine hervorragende Kondition reißt dann einiges wieder heraus.

Eike Lange schaffte mit zwei Tempogegenstößen den Anschluß und Erzika Bakai den Ausgleich zum 20:20. Bis dahin dominiertenur GutsMuths. Eine Minute vor dem Ende der Partie verweigerten die schwachen Schiedsrichter (gibt es eigentlich keine vernünftigen Schiedsrichter mehr in der 2. Liga - es ist wirklich schlimm mit anzusehen, wie die Herren in "Rot" die Spiele "vernichten") einem Berliner Tor die Anerkennung und Oldesloe spielte clever den Ball in den eigenen Reihen. Wenige Sekunden vor dem Ende wagte Rossi einen Wurf und irgendwie prallte der Ball ab und dann gegen das Bein der Torhüterin und dann wäre er fast vor der Linie liegengeblieben, aber eben nur fast und so führte der VfL zweimal: 1:0 und 21:20 und da ein Spiel nach 60 Minuten vorbei ist, gingen die Punkte nach Bad Oldesloe.

Und jetzt ist man Tabellendritter und am kommenden Samstag kommt der VfL Oldenburg - von vielen Experten als der designierte Meister und Aufsteiger vorhergesehen. Das wird ein Knüller.

Auch im Pokal hat der VfL das Glück auf seiner Seite. Am 20.2.99 erwarten wir die HSG Albstadt, ein Spitzenteam aus der 2. Liga im Süden, aber eben ein Heimspiel.

Sonnabend, 28. November 1998

SG GutsMuths/Berlin – VfL Oldesloe 20:21 (11:9)

Das Glückstor acht Sekunden vor dem Abpfiff

(ka) Die Gespräche auf der Rückfahrt von Berlin nach Bad Oldesloe drehten sich in erster Linie um das nächste Heimspiel. Mit dem VfL Oldenburg kommt am nächsten Sonnabend der bisher ungeschlagene Tabellenführer in der zweiten Handball-Bundesliga der Frauen in die Stormarnhalle. Die Gastgeber des VfL Oldesloe sehen dem Spitzenspiel in eigener Halle mehr als gelassen entgegen. Und das hat auch seinen guten Grund: Denn mit einem 21:20-(9:11)-Erfolg bei der SG GutsMuths/BTSV Berlin setzten die Stormarnerinnen ihre Erfolgsserie mit dem sechsten Sieg in Folge durch und kletterten in der Tabelle gleich um zwei Plätze höher auf Rang vier. Besser konnte die Generalprobe vor dem Spitzenspiel gegen den Bundesliga-Absteiger aus Oldenburg gar nicht laufen.

Trainerin Zsuzsa Nyari war nach der Begegnung aber selbstkritisch genug, um von einem etwas glücklichen Sieg ihrer Mannschaft zu sprechen. „Wir haben nicht unbedingt gut gespielt“, sagte sie. Vor allem in den ersten 20 Minuten der Begegnung schienen die Berlinerinnen das Team aus dem Kreis Stormarn förmlich überlaufen zu wollen. Die Oldesloerinnen kamen mit dem aggressiv agierenden Berliner Deckungsverband überhaupt nicht zurecht, verwarfen im Angriff ein ums andere Mal und wurden immer wieder mit Tempogegenstößen bestraft. 2:7, 4:8, der Rückstand schien kaum noch aufzuholen. Zur Halbzeit lag der VfL Oldesloe mit 9:11 im Hintertreffen. Statt auf das eigene Spiel konzentrierten sich die Oldesloer Handball-Frauen immer mehr auf Diskussionen mit den kleinlich pfeifenden Unparteiischen, vergaßen in dieser Phase das Handballspielen. Zwar kam der VfL auf zwei Tore heran, mußte aber nach zwei Zeitstrafen für Roswitha Bein und Jeanette Marquardt wieder einem Viertore-Rückstand hinterherlaufen. Trainerin Nyari nutzte eine Auszeit, um wieder Ruhe in die Mannschaft zu bekommen: „Keine Diskussionen mehr mit den Schiedsrichtern, wir spielen jetzt Handball“, forderte sie ihre Schützlinge auf. Und der VfL Oldesloe hielt sich an die neue Marschroute, zeigte eine unbändige Moral und wurde letztlich für die kämpferische Glanzleistung belohnt. Mit einem kuriosen Tor: Roswitha Bein hatte bei einem Wurfversuch das Glück auf ihrer Seite, denn irgendwie rollte der Ball fast im Zeitlupentempo noch über die Torlinie zum 21:20, und das acht Sekunden vor dem Abpfiff.

„Wir hatten etwas Glück“, schmunzelte Trainerin Zsuzsa Nyari hinterher. Wie wahr: Der VfL Oldesloe führte in der gesamten Begegnung nur zweimal, am Anfang mit dem ersten Treffer zum 1:0 und am Ende mit dem letzten Tor zum 21:20. Das reichte, um den sechsten Sieg hintereinander zu erzielen.

Zsuzsa Nyari sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung, lobte besonders den Kampfgeist und die Moral ihres Teams. Wie harmonisch der VfL Oldesloe in Berlin auftrat, zeigt auch die Tatsache, daß fast alle Spielerinnen trafen. In der Deckung hatte sich Sandra Koslowski ein kleines Extralob verdient, sie beschattete die aktuelle Torjägerin der zweiten Bundesliga, Hartenstein, so gut, daß der Berlinerin nur ein einziges Feldtor gelang.

Die Tore erzielten Dana Kretschmann (5), Erzika Bakai (4), Jeanette Marquardt (3), Birgit Walter (3), Eike Lange (3), Sandra Koslowski (2), Roswitha Bein (1).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 30.11.1998

 

Sonnabend, 28. November 1998

VfL Oldesloe heute in Berlin
Ungewohnt offene Kritik der Trainerin

(sg) Bevor die Handball-Frauen des VfL Oldesloe am kommenden Sonnabend den Spitzenreiter der zweiten Bundesliga Nord und haushohen Titelfavoriten VfL Oldenburg in der Stormarnhalle erwarten, müssen sich die Kreisstädterinnen heute auf den Weg nach Berlin machen. Beim Tabellenvierten SG GutsMuths/BTSV Berlin (Anwurf: 15.30 Uhr) wird sich zeigen, ob der VfL Oldesloe nach fünf Siegen in Folge höheren Ansprüchen gerecht wird. Mit einem Erfolg heute nachmittag könnte das Team von Trainerin Zsuzsa Nyari Anschluß an die Spitzengruppe finden.

Wegen der unsicheren Witterungsverhältnisse macht sich der VfL Oldesloe schon um 10 Uhr auf den Weg. Im Reisebus erwarten das VfL-Team wohl wieder einmal Diskussionen mit den treuesten Fans. Das Rauch-und Alkoholverbot während der Busfahrten hatte in der Vergangenheit einige Male Anlaß zu Konflikten gegeben, über die im Programmheft auch ausgiebig öffentlich berichtet wurde. Trainerin Nyari hält diese hausgemachten Streitigkeiten für überflüssig. „Wir sind doch erwachsene Menschen und sollten so etwas vernünftig regeln können, ohne daß es in der Zeitung steht“, grantelte sie genervt.

Grundsätzlich, so Nyari, herrsche nach sieben siegreichen Wochen aber entspannter Optimismus im Team vor. Allerdings nahm das kollektive Oldesloer Selbstbewußtsein zuletzt beim 30:29 gegen die SG Tasmania/Neukölln bedrohliche Formen an. Als sich das ehrgeizige Aufsteiger-Team auch in der Schlußphase noch energisch wehrte, drohte dem VfL, der durchgehend geführt hatte, plötzlich noch der Sieg zu entgleiten. Trainerin Nyari entging dieser Hang zur Überheblichkeit keineswegs. Sie kritisierte ihre Spielerinnen ungewohnt offen, forderte mehr Torgefahr aus dem Rückraum und eine deutlich verbesserte Deckung. „Sonst“, so fürchtet sie, „werden wir in Berlin nicht bestehen können.“

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 28.11.1998

 

21.11.98 - VfL Oldesloe - Tasmania Berlin 30:28

Es war Stimmung in der Halle, das begann schon lange vor dem Spiel und wollte irgendwie nicht enden. Und es war nicht allespositive Stimmung. Es begann zuerst damit, daß der Fanclub sich angegriffen fühlte, weil in der Hallenzeitung einige Dinge angesprochen wurden, die diesem Personenkreis überhaupt nicht schmeckten, dabei wurde in dem Artikel der Sachverhalt noch recht zurückhaltend beschrieben. Damit war eine Form von Aggressivität bei den Herren gesät, die sich dann im Laufe des Spieles dahingehend auswirkte, daß sie auf eine wirklich dumme Art die - wirklich schlechten - Schiedsrichter permanent beleidigten. Dieses wiederum wurde dem Verband gemeldet, denn der Schiedsrichter-Beobachter saß unmittelbar in deren Nähe.

Gespielt wurde auch noch und es war nichts für schwache Nerven. Der VfL führte und bestimmte das Spiel. Abwehrarbeit gehörte nicht so sehr zum Spiel, das Ergebnis sagt einiges dazu aus. Zwei sehr schwache Berliner Torhüterinnen wurden vom Trainer im 5-Minuten Takt ausgewechselt und wenn ein Angriff nicht zum Tor führte, dann wurde er kläglich vergeigt. Ansonsten die gleiche Situation wie im Spiel gegen Celle, bis zur 50. Minute alles klar bei durchweg 4 Toren Differenz, dann der Ausgleich und dann das "Dagegenstemmen" - plötzlich wird gekämpft und das Glück spielt auch eine Rolle. Die Umstellung der Berlinerinnen auf eine 3-2-1 Deckung brachte nicht die Wende und Eike Lange verwandelte einen 7m in ihrem bisher besten Spiel in der laufenden Saison zum 30:28. Die Mannschaft war happy, aber auch kaputt, der Aufsteiger aus Berlin zeigte sich als starke Truppe, die durchaus das Spiel für sich hätte entscheiden konnte. Aber zur Zeit hat der VfL das Glück gepachtet, es sah am Anfang der Saison auch etwas anders aus.



Samstag fährt die Mannschaft nach Berlin, dann ist Guts Muths Berlin der Gegner. Warten wir es einmal ab, wohin geht der Weg? Hinter den Kulissen brodelt es weiter, da sind einige Personen aber leider immer noch überfordert.

 

Sonnabend, 21. November 1998

VfL Oldesloe – SG Tasmania/Neukölln 30:29 (16:15)
Dramatische Schlußphase

(sg) Die Handball-Frauen des VfL Oldesloe sind auf dem besten Weg, in der Stormarnhalle wieder eine Macht zu werden. Mit dem 30:29 (16:15) über den Aufsteiger SG Tasmania/Neukölln landeten die Oldesloerinnen ihren vierten Heimsieg und zugleich den fünften Punktspiel-Erfolg in Serie. Nach äußerst schwachem Saisonstart (0:6 Zähler) nimmt das Team von Trainerin Zsuzsa Nyari mit 10:6 Punkten inzwischen sogar Kurs auf die Spitzenplätze der zweiten Bundesliga Nord.

Gezittert wurde gegen Tasmania/Neukölln bei Minusgraden nicht nur in der Raucherabteilung vor dem Eingang der Stormarnhalle. Auch auf dem Feld mußten die Oldesloerinnen bis zur Schlußsirene um den doppelten Punktgewinn bangen. Denn das junge Aufsteiger-Team aus Berlin (mit fünf A-Jugendlichen), das in den vergangenen Jahren eindrucksvoll den Sprung aus der Kreisliga bis in die zweithöchste Spielklasse geschafft hat, steckte nie auf. Zugute kam den Berlinerinnen, daß VfL-Torfrau Petra Küsel nicht über 60 Minuten volle Konzentration aufbrachte. Aber ein Torwart-Wechsel war bei den Gastgeberinnen nicht möglich. Silke Dumjahn, die zweite Oldesloer Keeperin, bewegt sich nach ihrer Meniskus-Operation noch an Krücken. „Auf beiden Seiten erwischten die Torhüterinnen heute nicht ihren besten Tag“, erklärte Gäste-Trainer Peter Frank die Torflut von 59 Treffern.

Seine Kollegin Zsuzsa Nyari mochte die vielen Gegentreffer aber keineswegs allein Petra Küsel anlasten. „Mit unserer Abwehr war ich überhaupt nicht zufrieden“, kritisierte sie die oft halbherzige Deckungarbeit. Davon profitierte vor allem die derzeitige Torjägerin Nummer eins der zweiten Bundesliga, Michaela Seifert (13/6 Treffer). Die Berlinerin mit nahezu ansatzlosen, aber geschoßartigen Würfen, traf besonders im ersten Durchgang fast nach Belieben. Dennoch gelang es den Stormarnerinnen bis zur 50. Minute, die Gäste stets auf Distanz zu halten. Vor allem beim Gegenstoß offenbarte der VfL Oldesloe seine Qualitäten. Im Angriff glänzte Dana Kretschmann mit neun Toren. Kreisläuferin Eike Lange brachte es kampf- und nervenstark auf acht Tore (davon drei Siebenmeter), und Linksaußen Sandra Koslowski steuerte mit fünf Toren ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Sieg bei.

Doch die anhaltende Führung, die mehrfach schon drei bis vier Treffer betrug, schien den VfL Oldesloe zunehmend sorgloser zu stimmen. Als die hartnäckig kämpfenden Berlinerinnen unverhofft zum 24:24 ausglichen (50. Minute), bescherte dies den rund 240 Zuschauern eine dramatische Schlußphase. Nur gut, daß Eike Lange in dieser Endphase die Nerven bewahrte und clever zwei Siebenmeter verwandelte. Hektik pur, als die Hallenuhr nach dem Berliner Treffer zum 29:28 weiterlief (59. Minute). Sandra Koslowski sorgte dann mit dem 30:28 (60.) für die endgültige Vorentscheidung zugunsten des VfL Oldesloe.

Die weiteren Oldesloer Treffer erzielten Roswitha Bein (4), Jeanette Marquardt (3/1 Siebenmeter) und Birgit Walter (1).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 23.11.1998

 

Sonnabend, 21. November 1998

SG Neukölln in der Stormarnhalle
Hält der Oldesloer Aufwärtstrend an?

(sg) Die Tage werden kürzer, aber bei den Handball-Frauen des VfL Oldesloe erhellt sich in diesem düsteren Herbst die Hoffnung auf eine sportlich erfolgreiche Saison. Seit dem 11. Oktober hat das Zweitliga-Team von Trainerin Zsuzsa Nyari kein Spiel mehr verloren. Mit drei Heimsiegen und einem Auswärtserfolg wurde der verpatzte Saisonstart (0:6 Punkte) wettgemacht, zudem erreichte der VfL Oldesloe das Achtelfinale im DHB-Pokal.

Kein Wunder also, daß Trainerin Nyari dem heutigen Heimspiel gegen die SG Tasmania/Neukölln (19.30 Uhr, Stormarnhalle) gelassen entgegenblickt. „Ich hoffe, wir können unseren positiven Trend fortsetzen“, sagte sie. Zwar stecken mit Birgit Walter, Roswitha Bein und Stephanie Struppek gleich drei Spielerinnen beruflich mitten in Abschlußprüfungen, aber negative Auswirkungen erwartet die Trainerin deshalb nicht. „Vielleicht haben sie gerade deshalb beim Handball den Kopf frei“, so Nyari. Ein freier Kopf und Konzentration dürften gefragt sein, denn der starke Aufsteiger aus Berlin reist mit Zweitliga-Torjägerin Michaela Seifert (50 Tore), an.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 21.11.1998

 

15.11.98 - Pokal: HSG Isernhagen - VfL Oldesloe 20:24

Heute nur ein kurzer Bericht zum Pokalspiel in Isenhagen. Wie im vergangenen Jahr konnten die Handballdamen des VfL die vierte Hauptrunde des DHB - Pokals auf Bundesebene erreichen. Aufgrund der schlechten Telefonqualität konnte mir gerade noch das Endergebnis von 24:20 für den VfL Oldesloe mitgeteilt werden und die Tatsache, daß die Heimmannschaft bis zur ca. 50. Minute teilweise deutlich geführt hat.

Darüber spricht am kommenden Wochenende niemand mehr, wenn zum nächsten Aufgalopp in der Stormarnhalle gerufen wird. Dann begrüßen wir die SG Tasmania - Tus Neukölln aus Berlin in Bad Oldesloe. Dann sollten die Damen aber ihre Form aus Bad Schwartau wiedergefunden haben.

Sonntag, 15. November 1998

HSG Isenhagen – VfL Oldesloe 20:24 (12:9)

Mit einiger Mühe in die nächste Pokalrunde

(sg) Die Handball-Frauen des VfL Oldesloe können mit Spannung der Achtelfinal-Auslosung im DHB-Pokalwettbewerb entgegenblicken. Dank eines 24:20 (9:12) beim niedersächsischen Regionalliga-Vertreter HSG Isenhagen hat das Oldesloer Zweitliga-Team den Sprung in die vierte Runde geschafft.

Der Pokalerfolg geriet für die favorisierten Stormarnerinnen allerdings zu einer unvermutet schwierigen Aufgabe. Noch zehn Minuten vor Schluß befand sich das Team von Trainerin Zsuzsa Nyari mit 16:17 im Rückstand. „Ich bin sehr froh darüber, wie sich meine Mannschaft in der Schlußphase kämpferisch aufgebäumt hat“, lobte Nyari den erfolgreichen Endspurt.

Über weite Strecken hatten es die Gäste zuvor an der nötigen Konzentration mangeln lassen. Oldesloer Abschlußschwächen und Fehlpässe ließen die Gastgeberinnen und ihre rund 300 Anhänger lange von einer kleinen Pokalüberraschsung träumen. „Die Anfangsphase haben wir verschlafen, danach viel zu verkrampft gespielt“, kritisierte VfL-Trainerin Nyari.

Offenbar wähnten sich die Gäste nach vier Punktspiel-Erfolgen in Serie zu siegessicher, zumal der VfL Oldesloe im Vorjahr beim Pokalsieg in Isenhagen (30:15) auf keinen nennenswerten Widerstand getroffen war. Doch seither hat sich das Team aus Niedersachsen erheblich gesteigert, den Aufstieg in die Regionalliga vollbracht und zudem noch mit der ehemaligen russischen Nationalspielerin Larissa Mesinskaja verstärkt. Vor allem diese erfahrene Russin bereitete den Gästen Probleme. Erst als Roswitha Bein und später Sandra Koslowski die gegnerische Spielmacherin konsequent mit einer Sonderbewachung abschirmten, geriet Isenhagens Offensive außer Tritt.

Die Treffer erzielten: Jeanette Marquardt (6), Birgit Walter (5), Martina Kattner (4), Sandra Koslowski (3), Roswitha Bein (3/1), Dana Kretschmann (2), Eike Lange (1).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 17.11.1998

 

Sonnabend, 14. November 1998

Erreichen der nächsten Runde ist Pflicht

(sg) In der dritten Runde des DHB-Pokalwettbewerbs müssen die Handball-Frauen des VfL Oldesloe am Sonntag bei der HSG Isenhagen antreten (17 Uhr). Bereits im Vorjahr wurde das Team aus Niedersachsen dem Stormarner Zweitliga-Klub zugelost. Damals gab es in der zweiten Pokalrunde einen deutlichen 30:15-Erfolg. „Diesmal wollen wir uns teurer verkaufen. Aber natürlich bleibt der VfL Oldesloe haushoher Favorit“, geht Isenhagens Obmann Bernhard Krause nicht davon aus, daß sein Team in die vierte Runde einziehen wird. Die Außenseiterchance im Handball gilt eher als gering. Allerdings: Die Gastgeberinnen spielen nicht mehr wie 1997 in der Oberliga, sondern sind in die Regionalliga aufgestiegen (derzeit Rang sechs). Angesichts des Klassenunterschieds geht auch Oldesloes Bundesliga-Beauftragter Jürgen Dorn vom Weiterkommen aus: „Das Erreichen der vierten Runde ist Pflicht.“

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 14.11.1998

 

15.11.98 - VfL Bad Schwartau - VfL Oldesloe 20:30

Die Freude nach dem gewonnenen Spiel gegen Celle war schon enorm und sie kam auch von Herzen! War aber rein gar nichts, wenn man das Ende des Spieles in Schwartau gehen hat. 30:20 wurde der hohe Favorit in eigener Halle regelrecht auseinandergenommen, völlig demoralisiert standen die Spielerinnen und deren Trainer Bernd Kunz in der Halle herum. das eigene Publikum hatte bereits zur Pause jegliche Unterstützung eingestellt. Nicht aber die Oldesloer Fans. Hohe Rückstände in der ersten Halbzeit, noch in der 23. Minute führte Schwartau mit 11:8, brachten nur noch mehr Lärm und auch die Fans, die nicht zum Fanclub gehörten, mischten begeistert mit. Schwartau hatte sich viel vorgenommen, jeder Treffer wurde von Spielerinnen und Trainer mit geballter Faust gefeiert.



Der Ball lief auch gut in den Reihen, aber es war eine bestimmte Art von Arroganz zu beobachten. Sie fühlten sich total sicher. Piet Küsel sorgte nach einer 1/4 Stunde unfreiwillig für Aufregung, als einer der vielen direkt auf den Kopf geworfenen Bälle sie unmittelbar auf die Schläfe traf und sie zeitweilig außer Gefecht setzte.

Aber irgendwie war das der Anfang vom Ende für Bad Schwartau. Nach einer recht lauten Auszeit riß sich die Mannschaft aus Bad Oldesloe zusammen und zeigte eine enorme Leistungssteigerung. Die Abwehr stand bombensicher, die Schwartauer Spielmacherin Pasanen wurde neutralisiert und die selbsternannten Stars Dürkop und Elsholz konnte man ruhig werfen lassen, sie konnten nichts mehr anbrennen und enttäuschten restlos. Über 14:11 zur Halbzeit wurde der Vorsprung energisch ausgebaut und wenn die Chancen etwas besser genutzt worden wären, es hätte ein ganz großes Fiasko in der Jahn-Halle gegeben.



Fazit:

Der VfL Oldesloe ist wieder da, die Spiele werden nicht nur gewonnen, die Mannschaft überzeugt auf allen Positionen.Nach dem Spiel sah man zwei besonders glückliche Gesichter, Willi Koslowski und Zsuzsa Nyari begossen den Sieg an der Bar, so vereint habe ich sie lange nicht mehr gesehen. Die Saison scheint erst jetzt richtig zu beginnen. Am kommenden Sonntag steigt dann das nächste Pokalspiel. Am Sonntag um 17.00 in Wesendorf (bei Gifhorn) trifft der VfL auf die HSG Isenhagen aus der Regionalliga. Abfahrt: 13.00 Uhr ab Stormarnhalle!

9.11.98 - Vorschau

Alle Jahre wieder! Wir spielen ein ganz normales Punktspiel beim VfL Bad Schwartau und unser geliebter Manager Willi Koslowski wird nervöserund unansprechbarer als je zuvor. Beobachtet ihn einmal am Sonntag in der Jahn-Halle. Wie ein Tanzschüler beim Abtanzball wird er in der Halle hin- und herwuseln und sich nicht sehnlicher wünschen, als ein Sieg seines VfL gegen seinen ehemaligen Klub VfL. Willi, es ist nur ein Spiel wie jedes andere!!!

In der vergangenen Serie konnten wir beide Spiele deutlich für uns entscheiden, speziell das Hinspiel in Bad Schwartau war eine recht eindeutige Sache. In der Zwischenzeit haben sich die Fronten etwas verändert. Schwartau hat aufgerüstet, beim Vfl Oldesloe hat sich vieles geändert. Zur Zeit stehen wir Kopf an Kopf im Mittelfeld, da wo wir wohl auch irgendwie am Ende landen werden (wobei ich mich gern von anderen Tabellenplätzen in Richtung oben überraschen lasse). Vielleicht entscheidet der Heimvorteil, vielleicht der volle Kader aus Schwartau. Silke Dumjahn wurde am Montag operiert und wird einige Wochen ausfallen, Nicole Hübner werden wir wir wohl in dieser Saison nicht mehr erleben, sie kuriert jetzt alle Verletzungen aus und beginnt dann einen Neuanfang. Der "Rest" wird kämpfen und sollte die Mannschaft die Einstellung aus dem Spiel gegen Celle in dieses Spiel einbringen können, dann ist alles drin. Handball können sie wirklich richtig gut spielen, wenn sie nur "Lust" haben. Auch unsere beiden jugendlichen Fans werden wieder dabei sein und sich die Kehlen aus dem Hals schreien, Dana ist eh der Favorit.

Freuen wir uns auf den Sonntag und lassen uns überraschen!!

 

Sonntag, 8. November 1998

VfL Bad Schwartau – VfL Oldesloe 20:30 (11:14)

Überlegenheit verblüffte alle

(sg) So niedergeschlagen waren die Handball-Frauen des VfL Bad Schwartau und ihr Trainer Bernd Kunz lange nicht. In nahezu gnadenloser Perfektion zerstörte der VfL Oldesloe mit einem 30:20 (14:11)-Erfolg in der Schwartauer Ludwig-Jahn-Halle alle hochfliegenden Hoffnungen der Gastgeberinnen. Obwohl sich der VfL Bad Schwartau personell erheblich verstärken konnte, gingen die Stormarnerinnen wie im Vorjahr scheinbar mühelos als Siegerinnen aus dem Nachbarschaftsduell der zweiten Bundesliga Nord hervor.

Die deutliche Überlegenheit ihres Teams im zweiten Durchgang überraschte selbst Oldesloes Trainerin Zsuzsa Nyari, die den Gastgeberinnen die Favoritenrolle zugeschrieben hatte. „So still war ich wohl noch nie. Ich brauchte nicht einzugreifen, meine Mannschaft hat automatisch alles richtig gemacht“, sagte sie anerkennend.

Ein Sonderlob verdiente sich Jeanette Marquardt, die an ihrem Wohnort unter doppeltem Erfolgsdruck stand. Sie steuerte nicht nur sieben Tore zum Oldesloer Erfolg bei, sondern erwies sich in der Abwehr gegen die Ex-Nationalspielerin Katja Dürkop (drei Tore) zudem als exzellente, dabei stets disziplinierte Bewacherin.

Überhaupt agierte die Oldesloer Deckung nach einigen Anlaufproblemen (2:6/15. Minute) homogen wie ein menschliches Bollwerk. Dahinter steigerte sich Torfrau Petra Küsel von Minute zu Minute, fast krakenhaft fing sie die zunehmend weniger werdenden Bälle ab und trug damit ihren Teil zur Verzweiflung der Gastgeberinnen bei. Die weiteren Tore warfen Birgit Walter (8), Dana Kretschmann, Erzika Bakai (je 4), Eike Lange (3), Roswitha Bein, Martina Kattner (je 2).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 9.11.1998

Sonnabend, 7. November 1998

VfL Oldesloe zum VfL Bad Schwartau
Besonderes Verletzungspech

(sg) Knieprobleme und kein Ende. Unter dieser Überschrift könnten die Handball-Frauen des VfL Oldesloe in ihrem Programmheft ganze Seiten füllen. Brauchen sie aber nicht, weil der Stormarner Zweitligist am Sonntag auswärts beim VfL Bad Schwartau antreten muß (16 Uhr, Ludwig-Jahn-Halle). Wegen Knieverletzungen können Nicole Hübner und Torfrau Silke Dumjahn nicht mitwirken.

Silke Dumjahn, Keeperin der Juniorinnen-Nationalmannschaft, wird nach ihrer Meniskusoperation am Montag für vier bis fiinf Wochen ausfallen. Längerfristig dürfte Nicole Hübner dem VfL Oldesloe fehlen. Die hochgewachsene Rückraumspielerin, die seit ihrem Wechsel von der TSG Wismar zum VfL Oldesloe (1996) vom Verletzungspech nahezu verfolgt wird, hatte sich nach auskurierten Kniebeschwerden beim Comeback vor zwei Wochen gegen den MTV VJ Peine erneut das Knie verdreht - diesmal das andere. Nun hat sich die 22jährige entschlossen, erstmal eine Handball-Pause einzulegen, um in Ruhe alle Beschwerden auszukurieren. „Eine vernünftige Entscheidung“, unterstützt VfL-Trainerin Zsuzsa Nyari diesen Entschluß. An Ersatz für Nicole Hübner ist derzeit kaum zu denken. „Wir sehen uns zwar um. Aber mitten in der Saison ist das natürlich sehr schwierig“, so Trainerin Nyari.

Um einiges schwieriger als vor einem Jahr dürfte für den VfL Oldesloe die Aufgabe beim VfL Bad Schwartau werden. Die Gastgeberinnen haben sich mit zwei langjährigen Erstliga-Spielerinnen verstärkt: mit Linksaußen Katja Dürkop, (deren Nachfolge beim Buxtehuder SV pikanterweise die Ex-Oldesloerin Marion Werner angetreten hat) und mit der finnischen Rückraumspielerin Tuija Pasanen, die zuvor bei IF Savahof (Erste Schwedische Division) aktiv war.

Beim Vorbereitungsturnier in Geesthacht hatte VfL-Trainerin Nyari schon Gelegenheit, den erstarkten Konkurrenten zu beobachten. „Bad Schwartau ist viel gefährlicher geworden und spielt taktisch wesentlich variabler“, sieht sie die Gastgeberinnen am Sonntag in der Favoritenrolle.

Kein Wiedersehen wird es für die Oldesloerinnen mit Silke Schwöbken geben. Die langjährige VfL-Torhüterin war zwar zu Saisonbeginn ebenfalls nach Bad Schwartau gewechselt, hat dort aber wegen ihrer hartnäckigen Achillessehnen-Beschwerden inzwischen wieder aufgehört.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 7.11.1998

 

 

6.11.98 - VfL Oldesloe - SV Garssen/Celle 26:23

Die Mannschaft hat sich gefreut, ausgelassen gefreut - und sie hatte es wirklich verdient. Ein völlig verkorkster Saisonstart brachte sogar die Position von Zsuzsa Nyari in die Diskussion, als wenn sie auch noch die nötigen Tore erzielen sollte. Auch das Dementieren ist bereits eine Form der Demontage!



Gegen Celle stand eine Mannschaft auf der Platte, die ihren Namen verdient hatte. Von der ersten Minute wurde gekämpft, es wurde dabei nicht planlos gespielt und die Chance wurde gesucht, nicht erzwungen. Wunderschöne Tore waren das Ergebnis, Spielerinnen, die sonst die Akzente setzten und neutralisiert wurden, konnten durch andere Personen ersetzt werden. Jeanette Marquardt konnte zu keiner Zeit leistungsmäßig an die letzten Spiele herankommen, dafür sprangen aber Birgit Walter und zu aller Freude auch Dana Kretschmann in die Bresche. Und ganz besonders unsere Torhüterin Piet Küsel hat Samstag gezeigt, warum die Liga bemüht ist, sie als Torhüterin zu bekommen. Ein sensationelles Spiel brachte Celle in arge Not, mir ist noch nie so aufgefallen, daß starke Rückraumspielerinnen so häufig neben das Tor geworfen haben, weil sie durch eine superstarke Torhüterin so nervös gemacht wurden.

Der gesamten Abwehr muß man ein kollektives Lob aussprechen. In dieser Saison hat sie noch nie so gut ausgesehen. Sandra Koslowski erweist sich auch immer mehr als eine Verstärkung und so konnten dann die verletzungsbedingten Ausfälle von Nicole Hübner und Silke Dumjahn ausgeglichen werden. Nicole laboriert an einer schmerzhaften Knieverletzung am bisher heilen Knie und Silke hat sich auf dem letzten DHB-Lehrgang in einem Testspiel gegen den Ligakonkurrenten Wambeler SV verletzt, der Innenmeniskus ist lädiert und möglicherweise das Kreuzband. Nicht übel für den Anfang, als wenn beim VfL sonst keine Verletzungen vorliegen.

Zurück zum Spiel vom Samstag. der VfL hatte seinen Gegner im Griff, führte teilweise mit sechs Toren und brachte sich durch seine bekannten schlimmen fünf Minuten, die manchmal auch etwas länger dauern, wieder in arge Bedrängnis. Plötzlich führte Celle und es war nicht mehr lange zu spielen. Aber da zeigte die Mannschaft ihr wahres Gesicht, sie hielt dagegen, ließ sich nicht nervös machen und erzielte die big points. Celle war zu siegessicher und verspielte eine große Chance. Insgesamt gesehen gingen ihre Neuzugänge ziemlich unter, nur Tatjana Gorb konnte mit 9 Toren überzeugen. Der Jubel war groß, Celle schimpfte auf die Schiedsrichter, die auch wir schon einmal stärker in Bad Oldesloe gesehen haben (das hatte aber keinen Einfluß auf das Ergebnis).



Celle hat einen Dämpfer erhalten, warten wir einmal ihre Spiele gegen die Spitzenteams ab, der Vergleich zum VfL der letzten Saison sei erlaubt, viele Neuzugänge machen noch keine Mannschaft!! Dafür haben sie aber eine tolle Fangemeinschaft, die ihre Mannschaft bis zur letzten Sekunde unterstützt und anfeuert.

Wir freuen uns jetzt auf das Spiel beim VfL Bad Schwartau, für Willi Koslowski sowieso das einzig wichtige Spiel der Saison. Da entscheidet sich schon einiges, wer geht in Richtung oberes Drittel, wer versinkt in der Grauzone der Liga.

 

1.11.98 - VfL Oldesloe - MTV VJ Peine 30:21

Die Bandbreite lag zwischen dem gnadenlosen Auspfeifen und standing ovations. Die Rede ist von unserem Heimspiel gegen den MTV VJ Peine. Eine "grottenschlechte" erste Halbzeit mit zeitweiligem 4-Tore Rückstand mußten sich die konsternierten Zuschauer ansehen. Völlig verdient führte der Gast zur Pause mit 15:13 und hätte nicht "Geburtstagskind "Piet Küsel einen ganz starken Tag hingelegt, wäre das Spiel wohl schon zur Pause gegen den VfL entschieden gewesen.



Nach der Pause schwand beim Gegner die Courage und die Kondition. Bedingt durch eine gelungene kurze Deckung gegen Tatjana Loungrin gelang jetzt Peine nichts mehr. der VfL versiebte noch beste Chancen und es dauerte ca. 10-15 Minuten bis zur ersten Führung, dann aber brachen alle Dämme. Die Mannschaft spielte Konterhandball erster Güte und die Tore fielen in kürzesten Abständen. Peine verzweifelte an Piet im Tor und die sechs Gegentore resultierten mehr aus persönlichen Fehlern der Oldesloer Abwehr denn aus herausgespielten Aktionen.



Am Ende fiel der Sieg unverdient hoch aus und Peine tat allen ein wenig leid, hatten sie für ihre Verhältnisse in der 1. Halbzeit sehr gut in Bad Oldesloe ausgesehen. Die Freude war trotzdem sehr groß. Der VfL hat wieder den Anschluß ans Mittelfeld erreicht und kann am nächsten Samstag gegen den starken Aufsteiger aus Garßen-Celle (danke für die Peiner Aufstellung) das Punktekonto wieder ausgeglichen gestalten.

Einen bitteren Nachgeschmack hatte das Spiel leider doch noch. Nicole Hübner mußte mit der Trage aus der Halle gebracht werden. Über den Umfang der Verletzung konnte am Abend niemand etwas aussagen. Ich wünsche ihr von hier aus gute Besserung, es scheint wirklich ein unglückliches Jahr für Nicole zu sein.



Am Donnerstag wird der PLAZA-Markt in Bad Oldesloe eröffnet. Diese Handelskette hatte schon immer eine starke Einstellung zum Handball - siehe den THW Kiel in Kiel -. Seit einigen Tagen gehört Plaza auch zum Sponsoren-Pool der Bundesligamannschaft des VfL Oldesloe. Am Mittwoch werden einige Spielerinnen am Eröffungsempfang des Hauses teilnehmen.

 

Sonnabend, 31. Oktober 1998

VfL Oldesloe – SV Garßen Celle 26:23 (14:11)

Eine unbändige Moral bewiesen
VfL Oldesloe besiegt Aufsteiger SV Garßen Celle

(sg) Aller guten Dinge sind drei. Mit ihrem dritten Heimsieg in Folge bereinigten die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Oldesloe ihren mißratenen Saisonstart. In einer dramatischen Partie bezwang das VfL-Team von Trainerin Zsuzsa Nyari den zuvor noch ungeschlagenen Aufsteiger SV Garßen-Celle mit 26:23 (14:11). Rund 300 VfL-Fans bedankten sich in der Stormarnhalle nach dem Schlußpfiff mit stehenden Ovationen für den Handball-Hochgenuß, der mit einem Kempa-Tor von Jeanette Marquardt zum 26:23-Endstand noch ein „Sahnehäubchen“ erhielt.

Der VfL Oldesloe, dem nach 0:6 Punkten bereits viele eine höchst problematische Saison prophezeiten, hat sein Tabellenkonto damit wieder ausgeglichen (6:6 Zähler). Verantwortlich für den eindrucksvollen Erfolg waren weniger kunstvolle Treffer, sondern ein Höchstmaß an Konzentration und Kampfgeist. Die Gastgeberinnen überraschten vom Anwurf an mit einer energischen und extrem abwehrstarken Leistung. Die in Sachen Körpergröße deutlich überlegenen Rückraumschützinnen aus Celle fanden lange keine Mittel, um die vielarmig zupackende VfL-Deckung und Torfrau Petra Küsel zu überwinden.

Auf der Gegenseite leistete sich der VfL Oldesloe im Angriff anfangs kaum Fehlwürfe, so daß die Stormarnerinnen bis auf 13:7 (26. Minute) davonzogen. Von einer Vorentscheidung konnte aber noch keine Rede sein. Angeführt von der Bundesliga-erfahrenen Tatjana Gorb (früher Buxtehude), die schnell vom Rückraum an den Kreis wechselte, verkürzten die Gäste bis zur Pause auf 14:11. „Ich bin skeptisch, ob das schon reichen wird“, schwante Holger Orlowski, dem Bundesliga-Beauftragten des VfL, zur Pause nichts Gutes.

Tatsächlich ließ bei den Stormarnerinnen im zweiten Durchgang die Konzentration spürbar nach. Dreimal konnten sie das Überzahlspiel bei gegnerischen Zwei-Minuten-Strafen nicht nutzen. Ob Übertritt oder Fang-und Abspielfehler, die Ballverluste häuften sich bedrohlich. Zum Glück war Mannschaftsführerin Birgit Walter auch ohne Training (Examen) in bester Torlaune. Ihre sechs Treffer erschwerten dem Gast die Aufholjagd. Zudem parierte VfL-Torhüterin Küsel nicht nur zwei Siebenmeter, sondern auch noch drei Großchancen bei Gegenstößen. Der VfL Oldesloe wankte, vergeblich versuchte Trainerin Nyari, mit Wechseln ihren Leistungsträgerinnen Atempausen zu verschaffen. Zehn Minuten vor Schluß passierte es doch: Per Siebenmeter glich Ute Wiebelitz für Celle zum 19:19 aus. Die Partie schien endgültig gekippt, als Mareike Aschik (20:19) und Lucienne Shams (21:20) die Gäste dann zweimal in Führung warfen.

Doch mit ihrem Ausgleichstreffer zum 21:21 setzte Birgit Walter ein Signal (52.). Angefeuert von ohrenbetäubendem Getrommel erwachte der VfL plötzlich zum Schlußspurt, die Konzentrationsschwächen waren wie verflogen. Dana Kretschmann, die sich wegen ihrer Ellenbogenverletzung zuletzt selten in Szene setzen konnte, avancierte in den Schlußminuten zur Matchwinnerin. Drei von ihren insgesamt sechs Toren warf sie in den letzten sieben Minuten.

„Meine Mannschaft hat heute große Moral bewiesen“, lobte Zsuzsa Nyari die geschlossene Teamleistung. Auch Celles Trainer Martin Kahle erkannte die starke Vorstellung neidlos an: „In der Summe hat der VfL Oldesloe weniger Fehler gemacht“, sagte er, „zudem hat uns die Torhüterin in entscheidenden Situationen entmutigt.“

Petra Küsel wird auch in den kommenden Wochen Nervenstärke über komplette 60 Minuten beweisen müssen. Denn Silke Dumjahn, die zweite VfL-Keeperin, zog sich bei einem Lehrgang der Juniorinnen-Nationalmannschaft einen Meniskusabriß zu. „Ich hoffe, daß ich in vier bis fünf Wochen wieder dabei bin“, sagte sie.

Von der überschwenglichen Begeisterung in der Stormarnhalle ließ sich diesmal auch VfL-Manager Wilfried Koslowski anstecken, der nach den ersten beiden Heimsiegen noch kritische Töne angeschlagen hatte. „So stelle ich mir das vor. Jede Spielerin hat heute Verantwortung übernommen“, sagte er und wähnt die Mannschaft für das Auswärtsspiel beim VfL Bad Schwartau am Sonntag gerüstet.

Die Tore erzielten: Birgit Walter, Dana Kretschmann (je 6), Jeanette Marquardt (4/ein Siebenmeter), Roswitha Bein (4/2), Eike Lange (3/2), Sandra Koslowski (2) und Erzika Bakai (1).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 2.11.1998

 

25.10.98

Zum ersten Mal in dieser Saison bestand wirklich Anlaß zum Feiern: die ersten Punkte sind unter Dach und Fach. Besser gespielt, gekämpft bis zum Ende gegen einen Gegner, der sich wirklich damit abfinden muß, gegen den Abstieg zu spielen. Gestützt auf zwei gute Torhüterinnen entwickelte der VfL ein sehenswertes Tempospiel. Vielleicht ist die Torausbeute nicht ganz so optimal gewesen und vielfach wurde wieder zu schnell abgeschlossen, aber Kiel konnte das in keiner Phase ausnutzen. Einzig Neuzugang Radulovic stemmte sich gegen die Niederlage.

Wie schon beim Pokalspiel in Horneburg, war auch gestern der Formanstieg von Erzika Bakai deutlich sichtbar. Sie erzielte einige schöne Tore. Erstmals wieder dabei auch Dana Kretschmann nach ihrer schweren Verletzung. Man merkte ihr allerdings an, daß noch nicht alles überstanden ist. Nicole Hübner konnte noch nicht wieder eingesetzt werden.

Es ist also wieder Licht zu sehen am Ende des Tunnels, am kommenden Samstag kommt Peine in die Stormarnhalle. Sportlich eine lösbare Aufgabe. Die Zuschauer, die das Spiel gegen Kiel gesehen haben, kommen bestimmt wieder, die Mannschaft hofft auf noch mehr Unterstützung. Auch unsere jugendlichen Fans werden wieder dabei sein, das haben sie schon versprochen!!

Sonnabend, 24. Oktober 1998

VfL Oldesloe – MTV VJ Peine 30:21 (11:13)

Den Gegner regelrecht demontiert

(Sönke Schulenburg) Michael Neumann, Trainer der Handball-Frauen des MTV VJ Peine, dürfte von der Umstellung auf die Winterzeit kaum profitiert haben. An eine Stunde längeren, erholsamen Schlaf war für den ehrgeizigen und wütenden Schnauzbartträger nach dem Debakel in der Stonnarnhalle wohl kaum zu denken. Zu sehr dürfte ihn noch die Frage beschäftigt haben, warum seine Mannschaft beim 30:21 (11:13)-Erfolg des VfL Oldesloe derart eingebrochen ist. Dabei ist die Erklärung denkbar einfach: Handball ist ein Mannschaftssport, und ohne ihren „Rückraumstar“ Tatjana Loungrin war das Team aus Niedersachsen nicht einmal die Hälfte wert.

Es dauerte eine knappe Viertelstunde, bis der VfL Oldesloe taktisch angemessen darauf reagierte und Trainerin Zsuzsa Nyari der Weißrussin eine Sonderbewachung verordnete (erst durch Roswitha Bein, dann durch Sandra Koslowski). Danach wurde der MTV VJ Peine zunehmend zum Spielball der Oldesloerinnen, obwohl sie anfangs verunsichert einem 2:6- und 4:8-Rückstand hinterherlaufen mußten.

Den Gästen kam im zweiten Durchgang erst jegliche Kreativität und Torgefährlichkeit abhanden, die in der zweiten Bundesliga gefordert sind. In der Schlußphase erstarb dann auch noch der Kampfgeist. Die Stormarnerinnen, von erfolgreicher Aufholjagd und lautstarker Fan-Unterstützung beflügelt, zeigten keinerlei Mitleid und demontierten den wehrlosen Gegner in der Schlußphase regelrecht.

Peinlich für Peine: Offenbar fehlt es völlig an spielerischen Konzepten, wenn Tatjana Loungrin als Spielgestalterin durch Manndeckung ausfällt. Noch peinlicher: Trainer Neumann, der in der vergangenen Saison mit seinem Team (ohne Neuzugang Loungrin) in die Regionalliga abgestiegen war und nur dank des Rückzugs von TuS Walle Bremen überhaupt in der zweiten Bundesliga verbleiben durfte, suchte nach dem Debakel die Schuld ausschließlich bei seinen Spielerinnen. Vor allem seine sichtlich hilf- und ratlosen Rückraumschützinnen Natascha Krotova und Svetlana Brieger nahm er harsch in die Kritik, ohne auch nur einen Anflug von taktischen Änderungen probiert zu haben. Schon während des Spiels gifteten sich Trainer und Spielerinnen an. Und so klärte sich denn auch, warum Trainer Neumann seinen Spitznamen „Schotte“ auf dem Rücken des Trikots trägt: Mit Selbstkritik weiß dieser Mann zu geizen.

Anders seine Oldesloer Kollegin Nyari. „Es war mein Fehler, daß ich anfangs nicht deutlich genug die Manndeckung gegen Loungrin angeordnet habe“, sagte die Ungarin, die aber mit dem wachsenden Kampfgeist ihres Teams zufrieden war. Die gehörige Anfangsnervosität, vor allem aber das Verletzungspech, setzte den Stormarnerinnen zu. Tragisch: Nicole Hübner verdrehte sich bei ihrem Comeback nach gerade auskurierter Meniskusverletzung das Knie und schied mit Verdacht auf Kreuzbandriß vorzeitig aus. Auch Dana Kretschmann und Birgit Walter wirkten verletzungsbedingt weiter gehandikapt.

Dafür biß Roswitha Bein (3 Tore/davon 2 Siebenmeter) auf die Zähne, trotz getapten Fingern führte sie bei der Aufholjagd unnachahmlich Regie und verkörperte den mitreißenden Kampfgeist, den die VfL-Fans zu schätzen wußten. Eike Lange (3/1), Martina Kattner (3), Sandra Koslowski (5), Jeanette Marquardt (7/1) und Erzika Bakai (5) ließen bis zum Schlußpfiff nicht locker, um sich für die schwache Anfangsphase eindrucksvoll zu rehabilitieren. Zudem zeichnete sich Torfrau Petra Küsel im zweiten Durchgang mit einer Reihe spektakulärer Paraden aus. Ihr bislang bestes Spiel im VfL-Dreß absolvierte Linksaußen Koslowski. Sie meldete im zweiten Durchgang Tatjana Loungrin völlig ab und warf fünf Tore.

VfL-Manager Wilfried Koslowski vermochte die Leistungssteigerung und die gute Stimmung in der Stormarnhalle nicht zu versöhnen. Mit Blick auf die schwache Anfangsphase zürnte er: „Wir werden noch sehen, wie fest hier einige Spielerinnen im Sattel sitzen.“ Wenn nicht alles täuscht, stehen dem VfL Oldesloe turbulente Wochen ins Haus. Zumal am Sonnabend der starke Aufsteiger SV Garßen-Celle (8:0 Punkte) in der Stormarnhalle zu Gast ist.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 26.10.1998

 

Donnerstag, 22. Oktober 1998

VfL Oldesloe im Pokal zur HSG Isenhagen

(sg) In der dritten Runde des DHB-Pokalwettbewerbs müssen die Handball-Frauen des VfL Oldesloe bei der HSG Isenhagen antreten (Sonntag, 15. November, 17 Uhr). Bereits im Vorjahr wurde das Team am Niedersachsen dem Stormarner Zweitliga-Klub zugelost. Damals gab es einen deutlichen 30:15-Erfolg der Oldesloerinnen. „Das Weiterkommen sollte auch in diesem Jahr wieder Pflicht sein“, kommentierte Jürgen Dorn, Bundesliga-Beauftragter des VfL Oldesloe die Auslosung. Allerdings: Die Gastgeberinnen spielen nicht mehr wie 1997 in der niedersächsischen Oberliga, sondern haben den Sprung in die Regionalliga Nord vollbracht.

In Wesendorf (zwischen Uelzen und Gifhorn) geht man bei der HSG Isenhagen nicht davon aus, daß gegen den VfL Oldesloe die vierte Pokalrunde erreicht werden kann. „So vermessen sind wir natürlich nicht. Der VfL Oldesloe ist klarer Favorit“, sagte Isenhagens Obmann Bernhard Krause, „aber wir wollen uns teurer verkaufen als im vergangenen Jahr.“ Die HSG Isenhagen, die binnen fünf Jahren fünfmal aufgestiegen ist, erwartet rund 300 Besucher zu dem Pokalduell.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 22.10.1998

 

18.10.98 - Vorschau

Jetzt geht es los. Am kommenden Samstag sollen und müssen die ersten Punkte eingefahren werden. In Oldesloe gastiert die die HSG Holstein Kiel / TSV Kronshagen und eröffnet den Reigen von drei aufeinanderfolgenden Heimspielen der Mannschaft. Nacheinander geben noch die Teams aus Peine und Garssen / Celle ihre Aufwartung in der Stormarnhalle.

Was soll man erwarten? Die Punktspiele wurden alle verloren, nach der tollen Leistung in Wismar wurden alle euphorisch, dort kann man verlieren. Aber die Spiele gegen Rostock und Wambeln und im Pokal gegen Horneburg lassen eigentlich auf keine Besserung hoffen. Dazu einige Differenzen hinter den Kulissen, die aber nicht öffentlich ausgetragen werden.

Es wäre aber falsch, diese Mannschaft zu unterschätzen. Handball können sie spielen und auch die gestandenen Spielerinnen werden irgendeinmal wieder das Tor treffen. In Horneburg fehlten Dana Kretschmann und Nicole Hübner wegen Verletzung und Jeanie Marquardt (Bild oben) durfte sich nach ihrer roten Karte noch vor dem Halbzeitpfiff auf das kommende Spiel vorbereiten. Aber weder Birgit noch Martina (Bild rechts) treffen das Tor, das war schon für beide in Wambeln wie vernagelt. Da ist es gut zu wissen, daß unser Neuzugang Erzika Bakai lernt, wie ein Tor in unseren Hallen aussieht und das der Ball irgendwie dort reingehört. Ich gebe die Hoffnung nicht auf und lege mich damit im positiven Sinne gern mit einigen pessimistisch eingestellten Fans an.

Den Fans kann man eigentlich nur einen großen Dank aussprechen. Trotz der miserablen Leistungen sind sie dabei, Otto Sternberg als Trainer des VfL Horneburg wird dann einfach als alter Kumpel aus Oldesloer Tagen angesehen und es gehört sich einfach, das Spiel dort zu besuchen, eine ganz tolle Einstellung, trotz der miserablen Organisation für den Transport der Fans zum Spielort.

Hoffen wir auf den Samstag und den ersten Schritt zur Besserung des Patienten VfL Oldesloe. Die Pokalauslosung hat uns dann auch wieder einen alten Bekannten beschert, schon in der vergangenen Saison waren wir bei der HSG Isenhagen zu Gast. Die Mannschaft freut sich auf Euch!!!

Sonnabend, 17. Oktober 1998

Selbstbewußtsein mit Sieg stärken

(sg) Locker und gelöst wirkte Zsuzsa Nyari in diesen Tagen bei den Übungsabenden, obwohl die Handball-Trainerin des VfL Oldesloe auf den ersten Blick eigentlich wenig Anlaß dAHRENSBURGER ZEITUNGu hat. 0:6 Punkte und drei Niederlagen in Folge, schlechter hätte der Saisonauftakt im achten Jahr der Oldesloer Zweitliga-Zugehörigkeit nicht verlaufen können. Auch der mühselige 24:23-Erfolg in der zweiten DHB-Pokalrunde beim Oberliga-Vertreter VfL Horneburg war keineswegs dAHRENSBURGER ZEITUNGu angetan, das Selbstbewußtsein zu stärken.

Vor dem heutigen Heimspiel gegen die neugegründete Handball-Spielgemeinschaft (HSG) Holstein Kiel/Kronshagen (19.30 Uhr, Stormarnhalle) stehen die Oldesloerinnen gehörig unter Erfolgsdruck. Denn Niederlagen wurden vom heimischen Anhang in der Vergangenheit oft genug mit halbvollen Rängen „bestraft“. Um das Anspruchsdenken wissen Trainerin und VfL-Team nur zu gut. Und daher erklärt sich wohl die Lockerheit von Zsuzsa Nyari als bewußte Reaktion auf die erhöhten Erwartungen. Vom angestrebten vierten Tabellenplatz ist der VfL derzeit soweit entfernt wie die CDU von der Regierungsbildung. Aber zumindest gegen das ebenfalls noch sieglose Team aus Kiel sollte im ersten Landesderby doch ein Sieg möglich sein, so die Erwartungshaltung in der Travestadt.

Aber: „Die Mannschaft ist verunsichert, hat Angst vorm Siegen“, weiß Trainerin Nyari und sorgt sich um das Nervenkostüm ihres erfahrenen Teams. Indizien für die Verunsicherung waren vor allem die beiden Auswärtsniederlagen in Wismar und Dortmund, als die Gäste in der Schlußphase jeweils einen Vorsprung verspielten. Auch bei der Pokal-Vorstellung in Horneburg wußten die zwei Klassen höheren Oldesloerinnen ihre Routine keineswegs in die Waagschale zu werfen. Lichtblick: Dana Kretschmann durfte nach ihrer Ellenbogenverletzung wieder mittrainieren und wird heute gegen Kiel mitwirken können. Fortschritte macht auch die Kroatin Erzika Bakai. „Die Verständigung klappt schon besser“, sagte die Trainerin.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 17.10.1998

 

Sonnabend, 17. Oktober 1998

VfL Oldesloe – HSG Holstein Kiel 26:19 (14:9)

Der klassische Fehlstart war für einen Moment vergessen

(Sönke Schulenburg) Erleichterung pur. Kreisläuferin Eike Lange hüpfte verzückt von einem Bein aufs andere und herzte ihre Mitspielerinnen, während der Fan-Klub des VfL Oldesloe noch Minuten nach dem Schlußpfiff begeistert auf die mitgebrachten Trommeln eindrosch. Überschwenglich war die Freude in der Stormarnhalle nach dem 26:19 (14:9) über die HSG Holstein Kiel/Kronshagen, vergessen war in diesem Moment der klassische Fehlstart der Oldesloer Handballerinnen in ihre achte Zweitliga-Saison.

Nach drei Niederlagen in Folge präsentierte sich der VfL Oldesloe vor 225 Besuchern im Landesderby unerwartet selbstsicher und von Beginn an hundertprozentig konzentriert. Binnen drei Minuten schossen Jeanette Marquardt, Roswitha Bein und Eike Lange einen 3:0-Vorsprung heraus, der den Gastgeberinnen Sicherheit und Selbstbewußtsein verlieh. Die Führung büßte das kampfstarke VfL-Team von Trainerin Zsuzsa Nyari in den 60 Minuten nicht einmal mehr ein.

Allerdings: Die weiterhin sieglosen Kielerinnen waren angesichts von zahllosen Fehlpässen der rechte Gegner zum richtigen Zeitpunkt für das Team aus Stormarn. Das Spiel der Gäste litt darunter, daß die erst vor einer Woche neuverpflichtete Kroatin Natascha Radulovic trotz zehn Treffern keineswegs optimal zur Geltung kam. Vor der starken VfL-Deckung schoben die Kielerinnen Ball und Verantwortung allzu oft auf ihren neuen „Star“ ab, der dann mit gewaltigen Verzweiflungswürfen längst nicht immer ins Tor traf. Kiels Trainer Dan Shkedi rief seinen Neuzugang sogar zur taktischen „Nachschulung“ an die Seitenlinie, vergebens.

VfL-Trainerin Zsuzsa Nyari sah sich hinterher in ihrer Entscheidung bestätigt, keine Sonderbewachung für die Kroatin der HSG Kiel/Kronshagen angeordnet zu haben. Was Integration anbelangt, ist der VfL Oldesloe schon erheblich weiter. Erzika Bakai, erst unmittelbar vor Saisonbeginn verpflichtet, fügt sich trotz Sprachproblemen zunehmend besser in das Spielgeschehen ein. Die 29jährige Kroatin spielte effizient und avancierte mit sieben Toren (davon ein Siebenmeter) neben der starken Jeanette Marquardt (7/3 Siebenmeter) zur erfolgreichsten Torschützin des VfL Oldesloe.

Dabei liegt die Verantwortung für den Oldesloer Spielaufbau weiterhin fast uneingeschränkt bei Roswitha Bein (5/3), die allerdings nach 54 eindrucksvollen Minuten wegen ihrer dritten Zeitstrafe die rote Karte sah. Beim Stand von 23:17 übernahm dann notgedrungen Kreisläuferin Eike Lange die Rolle der Regisseurin, und sie löste diese Aufgabe überzeugend.

Dana Kretschmann wirkte dagegen nach ihrer Ellenbogen-Verletzung und zehntägigem Trainingsverbot noch nicht wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte. Gleiches gilt für Birgit Walter (2 Tore), die nach ihrer schweren Knieverletzung im Frühjahr (Patellasehnen-Abriß) über Kurzeinsätze Spielpraxis sammelt. Neuzugang Sandra Koslowski steuerte von Linksaußen ebenfalls zwei Treffer zum ersten Saisonsieg bei, sie dürfte es aber schwer haben, aus dem Schatten ihrer Vorgängerin Marion Werner (Wechsel zum Bundesliga-Klub Buxtehuder SV) herauszutreten. Im Tor hinterließen Petra Küsel und Silke Dumjahn einen starken Eindruck Vor allem Küsel konnte sich im zweiten Durchgang mehrfach auszeichnen, als in der VfL-Deckung die Kräfte nachließen.

Um die Gunst des Publikums müssen die Oldesloerinnen offenbar nicht fürchten. Selten fand die Mannschaft so lautstarke und einhellige Unterstützung wie gegen Kiel. Auf 225 zahlende Zuschauer hatte angesichts der negativen Vorgaben kaum jemand zu hoffen gewagt. So sprach der Bundesliga-Beauftrage Jürgen Dorn denn auch von einem „sehr zufriedenstellenden Besuch“. Mit zufriedener Miene präsentierte sich auch VfL-Manager Wilfried Koslowski: Er gab bekannt, daß mit „PlAHRENSBURGER ZEITUNGa“ ein weiteres Unternehmen in den Sponsorenkreis eingetreten sei. Die Konsumgüter-Kette eröffnet in der Kreisstadt demnächst eine neue Filiale. Ausgeräumt sind nach Koslowskis Worten seine Differenzen mit Trainerin Nyari. Der Manager trat jeglichen Gerüchten um ihre Ablösung entgegen: „Es hat zwar Knatsch gegeben, aber Zsuzsa Nyari sitzt fest im Sattel“, sagte er.

Die Torschützinnen des VfL Oldesloe auf einen Blick: Erzika Bakai (7/davon 1 Siebenmeter), Jeanette Marquardt (7/3), Roswitha Bein (5/), Sandra Koslowski, Birgit Walter (je 2), Eike Lange (2/1), Martina Kattner (1).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 19.10.1998

 

 

Dienstag, 13. Oktober 1998

Handballtrainer Sternberg analysiert das Pokalduell
„Das Team muß sich noch finden´“

(ka) „Der VfL Oldesloe war einen Tick cleverer als wir“, brachte Otto Sternberg, Trainer des VfL Horneburg, das dramatische Handball-Pokalspiel der zweiten Runde zwischen seinem Team und den Zweit-Bundesliga-Frauen aus Stormarn auf einen Nenner. In buchstäblich allerletzter Sekunde der Verlängerung hatte Oldesloes Spielmacherin Roswitha Bein einen fragwürdigen Siebenmeter zum glücklichen 24:23-Sieg verwandelt und damit äußerst knapp eine faustdicke Überraschung verhindert.

Otto Sternberg, der früher als Trainer auf der Bank des VfL Oldesloe gesessen hatte, sprach von einem glücklichen Sieg seiner ehemaligen Mannschaft, zollte dafür seinem jungen, begeisterungsfähigen Team ein dickes Lob für die engagierte Vorstellung, die einen Zweiklassenunterschied zu keiner Phase erkennen ließ.

„Zweitligaformat hatte der VfL Oldesloe an diesem Tage nicht“, sagte der erfahrene Coach. Dennoch sah er die Leistung der Stormarnerinnen nicht unbedingt pessimistisch. Immerhin, so Sternberg, fehlten mit den verletzten Dana Kretschmann und Nicole Hübner zwei wichtige Spielerinnen, dAHRENSBURGER ZEITUNGu kam die schnelle rote Karte für Jeanette Marquardt, die von den Schiedsrichtern völlig überzogen war. Die Unparteiischen hätten aus seiner Sicht ohnehin „oberpingelig gepfiffen und wollten sich wohl profilieren“. Auch der Siebenmeter sieben Sekunden vor Ende der Verlängerung, der zum Siegtreffer führte, sei unberechtigt gewesen.

Otto Sternberg hatte natürlich seine Kenntnisse als Trainer in Bad Oldesloe ausgenutzt und fast wären seine taktischen Schachzüge auch aufgegangen. Mit einer kurzen Deckung für Spielmacherin Roswitha Bein hatte er das Oldesloer Spiel „kopflos“gemacht. „Das mochte Rossi schon früher nicht“, sagte er.

Die Zukunft des VfL stuft er keineswegs negativ ein. Im Gegenteil. Die Mannschaft werde zwar nicht mehr in der Spitzengruppe der zweiten Liga mitspielen können, dürfte aber einen guten Mittelplatz erreichen. Das Potential sei vorhanden, nur müsse sich die Mannschaft mit den Neuzugängen noch finden.

Oldesloes Trainerin Zsuzsa Nyari hofft ebenfalls auf einen positiven Effekt. Immerhin habe ihr Team trotz aller Hektik und Nervosität auch in der Verlängerung durchgehalten und noch die dritte Runde erreicht. Ein gutes Omen für die Zukunft in der zweiten Liga?

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 13.10.1998

 

Sonntag, 11. Oktober 1998

VfL Horneburg – VfL Oldesloe 23:24 n.V.

VfL Oldesloe setzt sich in Horneburg erst nach Verlängerung durch
Pokalsieg in allerletzter Sekunde

(ka) Roswitha Bein nahm den Ball in die Hand, stand eine ganze Zeitlang ruhig dar und konzentrierte sich. Die Spielmacherin der Handball-Frauen des VfL Oldesloe spielte in diesere Szene ihre Routine aus, warf auf das Tor und traf. Grenzenloser Jubel auf Seiten des VfL Oldesloe. Denn der verwandelte Strafwurf fünf Sekunden vor dem Abpfiff bedeutete den 24:23-Sieg der Stormarnerinnen in der zweiten Runde des DHB-Pokalwettbewerbs gegen den klassentieferen Oberliga-Klub VfL Homeburg. Ein schweres Stück Arbeit für den Zweitbundesliga-Klub, der sich in einem dramatischen und über weite Strecken hektischen Spiel (Jeanette Marquardt sah die rote Karte) erst in der Verlängerung durchsetzen konnte und die dritte Runde erreichte. Horneburgs Trainer Otto Sternberg hatte sein Team hervorragend auf seine ehemalige Mannschaft eingestellt und hätte die Überraschung fast perfekt gemacht.

Die Tore warfen Sandra Koslowski, Roswitha Bein (je 6), Erzika Bakai (5), Stephanie Struppek und Birgit Walter (je 3).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 12.10.1998

 

Sonnabend, 10. Oktober 1998

Oldesloer Frauen in Horneburg
Ein Wiedersehen mit Otto Sternberg

Otto Sternberg gehört in der Handballszene zu den erfahrensten Trainern. Ob seine Schlitzohrigkeit allerdings ausreichen wird, um mit seinem Oberliga-Team vom VfL Horneburg am Sonntag gegen die Zweit-Bundesligafrauen des VfL Oldesloe in die dritte Runde des DHB-Pokalwettbewerbs einzuziehen (Anwurf um 15.45 Uhr), bleibt abzuwarten. Sternberg jedenfalls kennt die meisten Oldesloer Spielerinnen aus dem Effeff, schließlich hat der Ex-Nationaltrainer den VfL schon in der Bundesliga betreut.

Eine unbekannte Größe beim VfL Oldesloe ist für Sternberg auf jeden Fall Neuzugang Erzika Bakai. Die kroatische Nationalspielerin soll am Sonntag jedenfalls mehr spielen als bisher, trotz aller Sprachschwierigkeiten, die taktische Varianten bisher unmöglich machten. „Sie muß sich durchbeißen“, sagte denn auch VfL-Trainerin Zsuzsa Nyari, die hofft, daß Erzika Bakai auf der rechten Seite für Druck sorgen kann.

Das Pokalspiel steht für die Oldesloerinnen mehr unter dem Motto, nach drei Punktspielschlappen in Folge wieder Spaß am Handballsport zu finden. Schon im Training hat Zsuzsa Nyari versucht, ihren Spielerinnen die Angst vor Niederlagen zu nehmen. „Wir haben rumgealbert und viel gelacht“, sagte sie. Die Pokalbegegnung wird aus Sicht der Trainerin wie ein Freundschaftsspiel betrachtet. Die Punktrunde in der zweiten Handball-Bundesliga hat nun einmal Priorität. Trainerin Nyari erhofft sich von der Begegnung gegen den klassentieferen Oberliga-Klub aus Niedersachsen einen positiven Schub für das angeknackste Selbstvertrauen ihrer Schützlinge.

Verzichten muß der VfL Oldesloe in Horneburg auf Dana Kretschmann, die sich in der Vorwoche einen Kapselriß im Arm zuzog und ausfallt. Nicole Hübner hatte erneut Kniebeschwerden und wurde mit Spritzen behandelt, sie wird aber wohl auflaufen können. Ansonsten kann Trainern Nyari alle Spielerinnen einsetzen.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 10.10.1998

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