18.10.98 - Vorschau

Jetzt geht es los. Am kommenden Samstag sollen und müssen die ersten Punkte eingefahren werden. In Oldesloe gastiert die die HSG Holstein Kiel / TSV Kronshagen und eröffnet den Reigen von drei aufeinanderfolgenden Heimspielen der Mannschaft. Nacheinander geben noch die Teams aus Peine und Garssen / Celle ihre Aufwartung in der Stormarnhalle.

Was soll man erwarten? Die Punktspiele wurden alle verloren, nach der tollen Leistung in Wismar wurden alle euphorisch, dort kann man verlieren. Aber die Spiele gegen Rostock und Wambeln und im Pokal gegen Horneburg lassen eigentlich auf keine Besserung hoffen. Dazu einige Differenzen hinter den Kulissen, die aber nicht öffentlich ausgetragen werden.

Es wäre aber falsch, diese Mannschaft zu unterschätzen. Handball können sie spielen und auch die gestandenen Spielerinnen werden irgendeinmal wieder das Tor treffen. In Horneburg fehlten Dana Kretschmann und Nicole Hübner wegen Verletzung und Jeanie Marquardt durfte sich nach ihrer roten Karte noch vor dem Halbzeitpfiff auf das kommende Spiel vorbereiten. Aber weder Birgit noch Martina treffen das Tor, das war schon für beide in Wambeln wie vernagelt. Da ist es gut zu wissen, daß unser Neuzugang Erzika Bakai lernt, wie ein Tor in unseren Hallen aussieht und das der Ball irgendwie dort reingehört. Ich gebe die Hoffnung nicht auf und lege mich damit im positiven Sinne gern mit einigen pessimistisch eingestellten Fans an.

Den Fans kann man eigentlich nur einen großen Dank aussprechen. Trotz der miserablen Leistungen sind sie dabei, Otto Sternberg als Trainer des VfL Horneburg wird dann einfach als alter Kumpel aus Oldesloer Tagen angesehen und es gehört sich einfach, das Spiel dort zu besuchen, eine ganz tolle Einstellung, trotz der miserablen Organisation für den Transport der Fans zum Spielort.

Hoffen wir auf den Samstag und den ersten Schritt zur Besserung des Patienten VfL Oldesloe. Die Pokalauslosung hat uns dann auch wieder einen alten Bekannten beschert, schon in der vergangenen Saison waren wir bei der HSG Isenhagen zu Gast. Die Mannschaft freut sich auf Euch!!!

Wambeler SV – VfL Oldesloe 24:23 (11:15)

Dritte Niederlage für VfL Oldesloe
Die Angst vor dem Verlieren

(ka) So schlecht gestartet sind die Handball-Frauen des VfL Oldesloe noch nie in eine Zweitligasaison. Nach der dritten Niederlage in Folge beim Aufsteiger Wambeler SV in Dortmund rangieren die Stormarnerinnen mit 0:6 Punkten am Tabellenende. „Die Spielerinnen haben Angst vor dem Verlieren“, sagte Trainerin Zsuzsa Nyari nach der 23:24-Schlappe im „Kohlenpott“. Dabei sahen die Oldesloerinnen nach einer halben Stunde noch wie die sicheren Siegerinnen aus, mit einer 15:11-Fiührung ging das Team in die Kabine zur Halbzeitpause.

Doch nach dem Wiederanpfiff verkrampfte sich das Spiel des VfL Oldesloe immer mehr, Abspiel- und Deckungsfehler häuften sich. Der Wambeler SV setzte in eigener Halle der Gesamtschule Dortmund-Brackel mit Kampfgeist dagegen und konnte die Partie in den Schlußminuten noch umbiegen. Unkonzentriertheiten und zwei Zeitstrafen halfen den Gastgebern bei ihrer Aufholjagd. Roswitha Bein und Dana Kretschmann mußten jeweils für zwei Minuten zuschauen und dezimierten ihr Team personell. Der Wambeler SV nutzte dies konsequent aus.

Der Knackpunkt der Begegnung war allerdings ein Tempogegenstoß des VfL Oldesloe, der beim Stande von 21:19 für die Stormarnerinnen vergeben wurde. Im Gegenzug schaffte der Wambeler SV den Anschlußtreffer und hatte den Vorsprung bis auf ein Tor reduziert. Die drohende Niederlage machte den Oldesloerinnen jetzt so sehr zu schaffen, daß sie nicht mehr in der Lage waren, ihren knappen Vorsprung zu behaupten. Im Gegenteil. Der willensstarke Wambeler SV, der in der Vorwoche schon einen 2:9-Halbzeitrückstand beim Auswärtsspiel gegen die HSG Holstein Kiel aufgeholt und in ein Unentschieden umgewandelt hatte, konnte sich in der Endphase sogar mit 24:22 absetzen. Die Oldesloerinnen schafften mit dem Abpfiff lediglich den Anschlußtreffer.

„Wir waren nicht in der Lage, den Vorsprung über die Zeit zu bringen“, zeigte sich Trainerin Zsuzsa Nyari enttäuscht nach der dritten Niederlage. Das Nervenkostüm scheint blank zu liegen beim VfL Oldesloe, obwohl Manager Wilfried Koslowski beim Saisonziel „leise Töne“ anschlug und die Mannschaft nicht – wie im Vorjahr – mit Meisterschaftsambitionen unter Druck setzen wollte. Doch momentan ist die „Psyche“ das große Problem bei den Stormarnerinnen. Selbst so routinierte Spielerinnen wie Roswitha Bein, Dana Kretschmann, Birgit Walter oder Jeanette Marquardt, die gemeinsam schon hunderte von Zweitligabegegnungen absolviert haben, bringen es nicht fertig, die nötige Ruhe in das Spiel zubringen. Auch sie lassen sich von der zunehmenden Hektik anstecken. DAHRENSBURGER ZEITUNGu kommen die sprachlichen Probleme von Neuzugang Erzika Bakai, die 29jährige kroatische Nationalspielerin spricht so wenig Deutsch, daß sie nicht in der Lage ist, taktische Anweisungen und Spielzüge umzusetzen. Sie wirkt im Spiel noch wie ein Fremdkörper, konnte in Dortmund aber einen Treffer erzielen.

Trainerin Zsuzsa Nyari jedenfalls hat in den nächsten Trainingstagen noch ungemein viel Arbeit vor sich. Vor allem muß sie in intensiven Gesprächen versuchen, ihren Schützlingen den Leistungsdruck zu nehmen. Der erste Sieg in der neuen Bundesliga-Saison könnte da entscheidend mithelfen. Vielleicht kann das Team des VfL Oldesloe aber schon Selbstvertrauen entwickeln, wenn am kommenden Wochenende das Pokalspiel der zweiten Runde beim klassentieferen VfL Horneburg gewonnen wird. Allerdings: Der Pokalgegner wird von Otto Sternberg trainiert. Und der ehemalige Oldesloer Coach kennt das VfL-Team fast in- und auswendig.

Die Tore in Dortmund-Brackel erzielten Jeanette Marquardt (9), Dana Kretschmann (5), Roswitha Bein (4), Birgit Walter (3) Sandra Koslowski und Erzika Bakai (je 1).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 5.10.1998

 

05.10.98 - SV Wambeln - VfL Oldesloe 24:22

Mehr möchte ich zum Spiel in Wambeln garnicht sagen. Man muß sich nur die Gesichter des Oldesloer Fanclubs ansehen, ratlos, fassungslos, entsetzt - da gibt es sicher noch viele Attribute, die ich aufzählen könnte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Wambeln gerade einen 7m erhalten, den sie zum 24:22 versenkten.

Die Rückfahrt war nicht gerade eine Fete, immerhin hat der Film "Speed" ein wenig dazu beigetragen, daß die Zeit verging.

Am Wochenende kann sich das Team wieder rehabilitieren. dann geht es im Pokal zum VfL Horneburg mit seinem Trainer Otto Sternberg. Eine Woche später kommt es dann zu unserem ersten Landesderby, die HSG Holstein Kiel /TSV Kronshagen stellt sich bei uns in Bad Oldesloe vor. Leider ohne "Melli" Bernecker, die nur noch in der zweiten Mannschaft spielt. Vielleicht ist ausgerechnet dieses Spiel die Trendwende zu einer positiven Zukunft.

 

Sonnabend, 26. September 1998

VfL Oldesloe – HC Empor Rostock 16:24 (9:11)

Verpatzte Heimpremiere in der Stormarnhalle
Leistungsdruck zu hoch?

(ka) Die Heimpremiere in der zweiten Bundesliga hatten sich die Handball-Frauen des VfL Oldesloe wahrlich anders vorgestellt. Nach der guten Vorstellung in der Vorwoche trotz der 24:25-Niederlage gegen Titelanwärter TSG Wismar wollten die Oldsloerinnen nun in der Stormarnhalle Werbung für den Handballsport machen und bei ihrem ersten Auftritt in der Stoirmarnhalle besonders die Herzen der Zuschauer wieder zurückerobern. Denn viele Gerüchte in jüngster Zeit hatten in Bad Oldesloe doch für einige Mißstimmung unter den Handball-Fans gesorgt. Und die sollte vergessen gemacht werden.

Daß die Mannschaft von Trainerin Zsuzsa Nyari allerdings bei ihrer Heimpremiere vor rund 250 Besuchern völlig versagte und mit 16:24 (9:11) gegen HC Empor Rostock eine der bittersten Niederlagen in acht Jahren ZweitligAHRENSBURGER ZEITUNGugehörigkeit einstecken mußte, damit hatte wahrlich niemand gerechnet. Der Start in die neue Saison ist mit 0:4 Punkten mißglückt, der VfL Oldesloe rangiert am Tabellenende.

Auch Zsuzsa Nyari und Manager Wilfried Koslowski saßen geknickt bei der Pressekonferenz und verstanden die Welt nicht mehr. „Ich weiß auch nicht, waru m wir so schlecht gespielt haben“, zuckte die Trainerin mit den Achseln, „außer den beiden Torhüterinnen haben alle Spielerinnen weit unter dem Durchschnitt gespielt.“ Zsuzsa Nyari konnte sich das vor allem technisch fehlerhafte Spieln nur mit einer Art Übermotivation erklären. Manager Koslowski entschuldigte sich sogar bei den Zuschauern. „Es tut mir leid“, sagte er, „daß sie so ein mittelmäßiges Spiel zu sehen bekamen.“

Rostocks Trainerin Ute Lemmel war natürlich stolz auf ihre Mannschaft. Eine überragende Torhüterin Antje Schuber und eine sichere Abwehr waren der Garant für den überraschend hohen Sieg in der Stormarnhalle. Aber auch Ute Lemmel sprach von einer Begegnung, in der sich beide Mannschaften mit Fehlern überboten. Zur Leistung vom VfL Oldesloe sagte sie, daß sie vermute, die Spielerinnen würden mit dem immensen Druck nicht fertig werden.

Dabei wird von den Handball-Verantwortlichen keineswegs ein Leistungsdruck erzeugt, vielleicht indirekt? Manager Koslowski hatte bei der Vorstellung der Mannschaft im Gegensatz zum Vorjahr, als der Meistertitel und der Bundesliga-Aufstieg das erklärte Ziel waren, diesmal von leisen Tönen gesprochen.

Und dennoch werden die VfL-Spielerinnen ihren sogenannten „Heimkomplex“ nicht los. „Ich habe noch viel zu tun“, sagte denn auch Zsuzsa Nyari.

Die Tore des VfL Oldesloe erzielten Birgit Walter (5), Jeanette Marquardt (3, davon ein Siebenmeter), Nicole Hübner, Martina Kattner (je 2), Sandra Koslowski, Roswitha Bein, Dana Kretschmann und Erzika Bakai (je 1).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 28.9.1998

 

26.09.98 - Das war ein ganz bitterer Abend in der Stormarnhalle
VfL Oldesloe - HCE Rostock 16:24

Die schlechte Serie gegen die Mannschaften aus dem Osten hält an. Mit einem eindeutigen und verdienten 24:16 konnte das Team von HCE Rostock die Heimreise antreten, es war deren erster Sieg in Bad Oldesloe.



In der ersten Halbzeit verlief noch alles ausgeglichen. Niemand konnte sich entscheidend absetzen und beste Gelegenheiten wurden schlecht abgeschlossen. So halfen dann auch die ersten Tore von Nicole Hübner, Erzika Bakai (Nr.14) und Sandra Koslowski nichts. Kurz vor der Pause dann der erste 2-Tore Vorsprung für die Gäste und damit war eigentlich alles entschieden. Die 2. Halbzeit war nur noch grausam für den VfL. "Stockfehler" ohne Ende und einzig den guten Torhüterleistungen ist es zu verdanken, daß Rostock nur mit 8 Toren gewonnen hatte.



Fazit: schnell vergessen und an das kommende schwere Spiel beim Aufsteiger in Wembeln denken. Vielleicht ist Erzika dann ein wenig besser integriert in die Mannschaft, die scheinbar gegen einen großen Heimkomplex anzukämpfen hat. Dieses Spiel hat die Zuschauer frustriert, die schon nicht mehr so zahlreich erschienen waren wie im Vorjahr.

Kopf hoch - es folgen wieder bessere Zeiten.

27.9.98

Jetzt gilt es! Nachdem die Mannschaft gerade in eigener Halle viele - sagen wir einmal - schlechte Spiele hingelegt hat, soll die Stormarnhalle in den kommenden Monaten wieder eine Festung werden. Am Wochenende kann der erste Beweis angetreten werden. Unser Gast heißt HCE Rostock. Einer der schwierigsten Gegner für den VfL. Das letzte Spiel in Rostock ging Sekunden vor dem Abpfiff per 7m mit einem Tor verloren. Wer erinnert sich nicht an den Hallensprecher, der die Zuschauer auch während des laufenden Spieles verrückt machte, was auch auf die Schiedsrichter überschwappte. Überhaupt ist es eine schwarze Serie gegen die Gegner aus dem Osten Deutschlands. Gegen Wismar dreimal hintereinander verloren, mit einem Tor in Magdeburg, mit einem Tor in Rostock.

Da müssen es die Damen am Wochenende etwas besser machen. Erzika ist dabei und zum ersten Mal auch Sandra Koslowski. Steffi Struppeck hat ihre Heimpremiere, niemand ist mehr ernsthaft verletzt, die vermeintlichen kleinen zwischenmenschlichen Probleme nach der unnötigen Niederlage sind ausgeräumt. Samstag um 19.30 Uhr sind die Zuschauer aufgefordert, den VfL nach vorn zu schreien und der Mannschaft die notwendige Motivation mit auf den Weg zu geben. Wir freuen uns auf Sie!! 

 

Freitag, 25. September 1998

Heimpremiere des VfL Oldesloe
HC Empor Rostock ist morgen erster Gegner in der Stormarnhalle

(ka) Die Gerüchte, der VfL Oldesloe habe nach vier Abgängen in dieser Saison keine zweitligataugliche Mannschaft mehr, sind in der Kreisstadt noch lange nicht verstummt. Den Gegenbeweis wollen die Handball-Frauen des VfL Oldesloe am Sonnabend antreten, bei ihrer Heimpremiere in der Stormarnhalle gegen den HC Empor Rostock (Anwurf um 19.30 Uhr) will das Team von Trainerin Zsuzsa Nyari zeigen, daß auch in der achten Bundesliga-Saison ein Spitzenplatz durchaus realisierbar wäre.

Einen Anfang hat der VfL Oldesloe auch schon gemacht, obwohl zum Auftakt bei Titelanwärter TSG Wismar nichts Zählbares heraussprang. Sportlich allerdings konnten die Stormarnerinnen bei ihrem „Angstgegner“ durchaus gefallen. Aber durch Unachtsamkeiten wurde der Drei-Tore-Vorsprung noch verspielt, erst in den letzten zehn Sekunden warf Wismar das entscheidende Tor zum 25:24-Sieg.

Und auf diese Leistung will Trainerin Zsuzsa Nyari für das erste Saisonheimspiel gegen den HC Empor Rostock aufbauen. Obwohl die Woche nicht gerade verheißungsvoll für die Ungarin begann. Am Montag meldeten sich gleich drei Spielerinnen (Dana Kretschmann, Roswitha Bein und Martina Kattner) vom Trainingsbetrieb ab. Erst gestern hatte Zsuzsa Nyari ihre Schützlinge allesamt in der Halle und konnte ballspezifische Elemente in ihr Programm einbauen.

Positiv ist, daß Neuzugang Sandra Koslowski (HT 16) zu ihrem Debüt in der Stormarnhalle kommt. Das Hick-Hack um ihre Spielgenehmigung hat ein Ende, der Paß liegt inzwischen dem Deutschen Handball-Bund vor. Die Linksaußen wird auf jeden Fall eine Bereicherung des VfL-Angriffs darstellen, obwohl Nachwuchstalent Stephanie Struppek in der Vorwoche ihre Sache mehr als ordentlich machte. Auch Nicole Hübner (Beschwerden mit der Patellasehne) hat das Training wieder aufgenommen.

Fleißig deutsch, zumindest erst einmal das Handball-Abc, lernt inzwischen die 29jährige Kroatin Erzika Bakai, um schneller in das VfL-Team integriert zu werden. Noch sind die Verständigungsprobleme offensichtlich. Gesucht wird auch nach einer Wohnung für die Kroatin.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 25.9.1998

 

25.9.98 - Schade - schade - schade!!!
TSG Wismar - VfL Oldesloe 25:24


Vier Minuten vor Spielende besaß der VfL die besseren Karten und führte mit 23:20 bei der TSG Wismar. Den Rest kann man nicht richtig nachvollziehen. Wie bei einer Jugendmannschaft wurden die Angriffe viel zu schnell abgeschlossen. Laue Würfe aus aussichtslosen Positionen brachten die Tempogegenstöße, die für den VfL tödlich waren. Wismar konnte innerhalb von zwei Minuten das Spiel umdrehen und ging mit 24:23 in Führung.

Ein letztes Aufbäumen beim VfL und plötzlich konnte auch wieder ein Tor erzielt werden. natürlich war es Dana Kretschmann, die beste Spielerin des VfL an diesem Tag, die 40 Sekunden vor Schluß den Ausgleich erzielte. Aber Wismar hielt dagegen. Die Halle war längst ein Hexenkessel und 15 Sekunden vor dem Ende fiel das Siegtor für die TSG Wismar. Vom Anwurf an stürmte dann eine emotionsgeladene Jeanie Marquardt ohne Blick für die Mitspielerinnen direkt in den Körper einer Gegenspielerin, Stürmerfoul - Ende aller Hoffnungen.

Die Reaktion auf der Bank - Zsuzsa verlor total die Kontrolle über sich selbst und schrie auf ihre Spielerinnen ein, die wiederum wie ein Häufchen Elend am Spielfeldrand saßen. Der Manager verließ wort- und grußlos die Halle.

Dabei hatte der VfL das beste Spiel in Wismar überhaupt geliefert. 60 Minuten Kampf, gestützt auf zwei hervorragende Torhüterinnen. Darauf kann man doch aufbauen. Wir werden trotzdem noch viel Spaß haben mit dieser Mannschaft.



Sandra durfte noch nicht ran, weil der Hamburger Handballverband den Paß "verschlust" hatte und Erzika Bakai war wohl in der ersten Halbzeit übermotiviert bei ihrem ersten Auftritt. Anders kann man den Kurzeinsatz mit zwei mal 2 Minuten nicht deuten.

Kinder Stark Machen


Peter Stäcker konnte viele Sponsoren aus Bad Oldesloe dafür begeistern, alle Jugendmannschaften der Handball-Abteilung mit neuen Trikots ausrüsten. Nicht alle dieser Firmen erwarten vom VfL Oldesloe auch einen Aufdruck ihres Firmenlogos auf dem Trikot oder Traininganzug. Daher kam den Verantwortlichen die Idee, sich an dem Projekt "KINDER STARK MACHEN" zu beteiligen. Dieses Projekt ist eine Maßnahme zwischen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und dem DHB.



Im VfL werden zwei Jugendmannschaften der männlichen Jugend E in der kommenden Saison mit eben diesem Motto auf dem Trikot auflaufen. Weiterhin haben alle Torhüter das Emblem auf der Brust. Unabhängig von der Tatsache, daß eine Mitmach-Aktion zur Zeit nur in Baden-Württemberg stattfindet, werden im VfL von den Jugendmannschaften Fahrten und Feiern in den kommenden Monaten unter dieses Motto gestellt.

Wer weitere Infos haben möchte, kann sich natürlich an mich wenden - oder gleich an die Connect GmbH in Offenbach, Telefon 069 - 800 820 40, Herr Dirschner. Von dort erhaltet Ihr alle Infos und Prospektmaterial! Ich würde mich freuen, wenn andere Vereine unsere Idee aufgreifen würden!!

Sonnabend, 19. September 1998

TSG Wismar – VfL Oldesloe 25:24 (11:11)
Ein Sieg wäre durchaus möglich gewesen

(sg) Es bleibt dabei, in Wismar können die Handball-Frauen des VfL Oldesloe einfach nicht gewinnen. Mit 24:25 (11:11) unterlagen die Stormarnerinnen zum Auftakt der zweiten Bundesliga Nord beim Titelanwärter TSG Wismar. „Wenn wir doch nur in den letzten zehn Minuten einen klaren Kopf behalten hätten, wäre der erste Sieg möglich gewesen“, trauerte VfL-Trainerin Zsuzsa Nyari zwei, zumindest aber einem Zähler hinterher. Denn erst zehn Sekunden vor Schluß trafen die Gastgeberinnen zum 25:24. Noch in der 46. Minute sprach ein Drei-Tore-Vorsprung (23:20) deutlich zugunsten des VfL Oldesloe.

Als der Ärger über den verpatzten Start bei VfL-Trainerin Nyari nach einer Weile halbwegs verraucht war, mischte sich eine gehörige Portion Zuversicht in ihr Gefühlsleben. Denn die Bedingungen, unter denen die Oldesloerinnen in Wismar antreten mußten, waren längst nicht optimal. So fehlte nicht nur Nicole Hübner (Knieverletzung), sondern auch Neuzugang Sandra Koslowski. Das Verfahren ihrer Spielgenehmigung zieht sich ungewöhnlich in die Länge, weil ihr Paß offensichtlich beim Hamburger Verband verlorengegangen ist. So kam Nachwuchstalent Stephanie Struppek in Wismar zu einem unverhofft langen Zweitliga-Debüt. Fast 40 Minuten agierte sie im Angriff auf Linksaußen und warf ein Tor.

Ihr Debüt im VfL-Trikot gab auch die 29jährige Kroatin Erzika Bakai. Weil die Linkshänderin, die erst seit einer Woche mittrainiert und noch kein Deutsch spricht, verständliche Abstimmungsprobleme mit ihren Kolleginnen hat, setzte Trainerin Nyari sie nur in der Abwehr ein. Ihre Aufgabe, Sonderbewachung für die TSG-Torjägerin Antonina Tschibango, löste Bakai mit Bravour. Gerade ein Feldtor erzielte die hochgewachsene Weißrussin aus Wismar, solange sich die blonde Kroatin ihrer annahm. Als Bakai nach 40 Minuten mit zwei Zwei-Minuten-Strafen vorbelastet war, übernahm die starke Martina Kattner (fünf Tore) die Bewachung.

Überdurchschnittlich gut in Form präsentierte sich der VfL Oldesloe schon bei Gegenstößen. Vor allem Dana Kretschmann (8 Tore) und Jeanette Marquardt (6/2) wußten als flinke Vollstreckerinnen zu gefallen. Einen starken Eindruck hinterließ auch die neue VfL-Torhüterin Silke Dumjahn, die nach 40 Minuten von Petra Küsel abgelöst wurde. Teilweise noch zu ungeschickt operierten die Gäste in der Deckung. „Bei Würfen von den Außenpositionen wurde zu oft zugegriffen. Das gab jedesmal Siebenmeter“, bemängelte Trainerin Nyari. Für das erste Heimspiel am Sonnabend gegen HC Empor Rostock scheint der VfL Oldesloe jedenfalls gerüstet.

Die weiteren Treffer erzielten: Eike Lange (2/1), Birgit Walter (1), Roswitha Bein (1/1).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 21.9.1998

 

19.9.98
Letzter Auftritt der Damen des VfL vor dem großen Saisonstart in Wismar.

Es sollte ein event für die Fans werden, es wurde ein klatschnasser Nachmittag für die Spielerinnen, die wenigen Fans und den Mitarbeitern des Stormarner Tageblattes. Bilder der Spielerinnen wurden verteilt und signierte T-Shirts gingen an einige überwiegend jugendliche Handballfans.
Wer die Mannschaft des VfL näher kennt, der weiß, daß man solche Gelegenheiten mit stoischer Ruhe hinter sich bringt. Kein böses Wort, für das Wetter konnte niemand etwas.

Doch etwas störte: das Management des Teams verdrückte sich nach kurzer Zeit in ein warmes Cafe, Krisensitzung? Es paßte ins Bild, daß unmittelbar zuvor herauskam, daß am Samstag nach Wismar kein Bus eingesetzt wird, weil einmal wieder die finanzielle Situation nicht dem entspricht, was vorher erzählt wurde. Also warten wir wieder einmal ab, was so alles in der laufenden Serie passieren wird.
Mit dabei waren die Neuzugänge Youngster Stefanie Struppeck und Erzika Bakai aus Jugoslawien, für die bereits die Freigabe zum kommenden Punktspiel vorliegt.

Was wird dass für eine Spielzeit. Gespannt sind alle, einige Fans neigen gleich zum Pessimismus. Sicherlich haben den Verein renommierte und ganz starke Spielerinnen verlassen. Marion Werner oder Birthe von Jagow sind für jeden anderen Verein Glücksgriffe. Anja Kramer hatte sich irgendwie nie so richtig wohl gefühlt und das machte sich dann auch im Spiel bemerkbar. Doch die Personen, die aus unerfindlichen Gründen wenig Spielanteile hatten, müssen jetzt das Spiel an sich reißen. Dana Kretschmann oder Jeanie Marquardt sind solche "Reißertypen", die andere Spielerinnen mitziehen können und müssen. Die Torfrauen sind eine Bank, gerade darauf freue ich mich besonders. Die weiten Anspiele von Piet Küsel oder das überlegte Stellungsspiel von Silke Dumjahn.

Und dann natürlich unser Neuzugang aus Jugoslawien. Ich denke, die Mannschaft wird eine ähnlich gute Rolle wie in der vergangenen Saison, nur das niemand erwartet, daß Platz 1 dabei raus kommt. Nach den ersten beiden Spielen gegen Wismar und Rostock sehen wir einmal weiter.Viel hängt natürlich davon ab, wie sich die verletzten Spielerinnen wieder einfinden können. Birgit Walter oder Martina Kattner oder Nicole Hübner. Mit sieben Spielerinnen kann man wirklich keine Saison überstehen.

Sonnabend, 12. September 1998

SG Harburg – VfL Oldesloe 19:28 (10:12)

Die erste Runde im DHB-Pokalwettbewerb
VfL Oldesloe besiegt SG Harburg
Klassenunterschied erst spät erkennbar

(sg) Die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Oldesloe haben die zweite Runde des DHB-Pokalwettbewerbs erreicht. Eine Woche vor dem Punktspielauftakt bei der TSG Wismar behielt das VfL-Team von Trainerin Zsuzsa Nyari in „kleiner Besetzung“ beim Regionalliga-Vertreter SG Harburg mit 28:19 (12:10) deutlich die Oberhand. „In dieser Höhe sollte man als Favorit hier auch gewinnen“, befand Jürgen Dorn, Bundesliga-Beauftragter des VfL, zufrieden.

Keineswegs zufriedenstellend war dagegen die Oldesloer Personalsituation: Neuzugang Erzika Bakai (29), erst am Donnerstag aus Kroatien eingetroffen, saß ebenso auf der Tribüne wie Sandra Koslowski. Für beide Neuverpflichtungen liegt noch keine Spielberechtigung des Deutschen Handball-Bundes (DHB) vor. Im Laufe der Woche, so hofft man beim VfL, werden die letzten Formalien geregelt, so daß Trainerin Nyari am Sonnabend in Wismar beide Spielerinnen einsetzen kann.

Verletzungsbedingt saß in Harburg mit Nicole Hübner (Kniebeschwerden) auch die dritte von den insgesamt zehn Oldesloer Spielerinnen auf der Tribüne. Ihre Patellasehne, das ergaben langwierige Untersuchungen, ist aus ungeklärten Gründen verklebt, jede Beugung des Knies bringt beträchtliche Schmerzen für die Akteurin mit sich. Mit Hübners Einsatz zum Saisonstart am Wochenende ist kaum zu rechnen.

Dagegen saß Martina Kattner in Harburg erstmals nach ihrer Hüftverletzung wieder auf der Bank, allerdings eher aus psychologischen Gründen. Denn auf Kattners Einsatz verzichtete Trainerin Nyari sicherheitshalber völlig. „Ich möchte in solchem Pokalspiel kein Risiko eingehen“, sagte sie und überließ es den verbliebenen sechs Feldspielerinnen, die erste, relativ leichte Pokalhürde zu meistern.

Der Klassenunterschied wurde aber erst im zweiten Durchgang erkennbar. Als bei den wacker kämpfenden Harburgerinnen, die vor der Pause sogar zweimal kurz geführt hatten, Kraft und Konzentration nachließen, spielten die Stormarnerinnen ihre Überlegenheit immer häufiger aus. Vor allem den überfallartigen Gegenstößen hatten die Gäste am Ende nichts mehr entgegenzusetzen. Daß VfL-Linksaußen Stephanie Struppek nach einem Sturz auf den Hinterkopf ausscheiden mußte (40. Minute), brachte den Favoriten aus der zweiten Liga keineswegs in die Bredouille. Kurzerhand übernahm Torfrau Petra Küsel mit viel Spielfreude diese Rolle. Sie entschädigte sich selbst dafür, daß sie im ersten Durchgang zwischen den Pfosten einige haltbare Treffer kassiert hatte. Silke Dumjahn, die zweite VfL-Torfrau, hinterließ bei einigen starken Paraden einen glänzenden Eindruck. Den schönsten Treffer des Abends erzielte Jeanette Marquardt: Sie traf vier Minuten vor Schluß mit einem Kempa-Tor zum 25:18, den perfekte Paß hatte Roswitha Bein gespielt.

Erfolgreichste Torschützin war Birgit Walter mit acht Treffern. Die weiteren VfL-Tore erzielten: Jeanette Marquardt (7), Dana Kretschmann (6), Eike Lange (4), Roswitha Bein (2), Stephanie Struppek (1).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 14.9.1998

 

Freitag, 18. September 1998

VfL Oldesloe startet bei TSG Wismar
Erwartungen sind diesmal gedämpft

(sg) Entwarnung bei den Handball-Frauen des VfL Oldesloe. Rechtzeitig zum morgigen Saisonauftakt in der zweiten Bundesliga Nord bei der TSG Wismar (16 Uhr) haben die Neuzugänge Erzika Bakai und Sandra Koslowski noch ihre Spielberechtigung vom Deutschen Handball-Bund (DHB) erhalten. Trotzdem geht man beim VfL Oldesloe mit ein wenig gedämpften Erwartungen in die achte Zweitliga-Saison, sowohl sportlich als auch finanziell.

So gestaltet sich die Sponsorensuche inzwischen weit schwieriger als noch in den Anfangsjahren. „Wir haben noch Nachholbedarf und werden sparen müssen“, sagte Jürgen Dorn, Bundesliga-Beauftragter des VfL. Eine erste Sparmaßnahme greift bereits morgen: Die relativ kurze Anreise nach Wismar sollen die Spielerinnen in eigenen Fahrzeugen bewältigen, auf diese Weise entfällt immerhin eine teure Busmiete.

Ob sich die Fahrt nach Wismar sportlich lohnt, darf allerdings bezweifelt werden. „Gewonnen haben wir dort noch nie“, weiß Trainerin Zsuzsa Nyari um die große Heimstärke der Mecklenburgerinnen, die sie neben dem Bundesliga-Absteiger VfL Oldenburg und der SG GutsMuths/BTSV Berlin zum engsten Kreis der Titelanwärter rechnet.

Für den VfL Oldesloe erhofft sich Zsuzsa Nyari am Saisonende „Platz vier oder fünf“. Die Erfahrungen des Vorjahres, als sich der VfL mit der ehrgeizigen Zielsetzung vom Bundesliga-Aufstieg sehr weit aus dem Fenster gelehnt hatte, dürften hier noch nachwirken. Zudem haben sich die meisten Konkurrenten weiter verstärkt, oft mit ausländischen Topkräften.

In diesem Punkt hat der VfL Oldesloe mit der Verpflichtung von Erzika Bakai nun nachgezogen. Weil die kroatische Ex-Nationalspielerin aber erst vergangene Woche zum Kader hinzugestoßen ist, dürften die Stormarnerinnen noch eine Weile benötigen, bis sie mit der Linkshänderin als eingespieltes Team harmonieren. Der geschrumpfte Kader (Marion Werner, Birthe von Jagow und Anja Kramer verließen den VfL) präsentierte sich bei Vorbereitungsturnieren in Henstedt-Ulzburg (Platz eins) und Geesthacht (Platz vier) in ansprechender Form. Allerdings plagt sich Nicole Hübner weiterhin mit einer hartnäckigen Knieverletzung. Und auch Martina Kattner mußte in der Vorbereitung verletzungsbedingt pausieren. Einen guten Eindruck hinterließen bisher die neuen Torhüterinnen Petra Küsel und Silke Dumjahn, die Silke Schwöbken und Meike Schlick ablösten.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 18.9.1998

 

10.9.97 - VfL Oldenburg siegt beim Turnier in Geesthacht!!

Das Turnier in Geesthacht brachte noch einmal einiges für die Mannschaft des VfL Oldesloe. Nach der Absage des Turnieres in Bad Schwartau wegen der vielen Verletzten konnte hier noch etwas Spielpraxis gewonnen werden. In der Vorrunde konnten die Spiele gegen die Ligakonkurrenten Marne und Peine, sowie Wandsbek und Pogon Stettin aus Polen gewonnen werden. Das ging schon an die Substanz, denn immer noch sind einige Spielerinnen nicht voll einsatzbar. Als Gruppensieger ging im Halbfinale gegen den VfL Oldenburg. Dieses Spiel wurde deutlich mit 19:14 verloren. Im kleinen Finale traf man dann auf den Buxtehuder SV mit Marion Werner, die knapp mit 24:22 gewinnen konnten. Das Endspiel ging dann knapp an den VfL Oldenburg, dem großen Favoriten für die kommende Zweitligarunde.

Fazit: der VfL hat sich gut aus der Affäre gezogen, das Pokalspiel in Harburg könnte der richtige Aufgalopp für eine schwere Saison werden. Ansonsten wartet alles auf unsere Kroatin. Die persönlichen Dinge sind geregelt, verwaltungstechnisch sind noch einig Unklarheiten zu beseitigen.

Am Mittwoch, dem 16.9.98, wird in Zusammenarbeit mit dem Stormarner Tageblatt eine Autogrammstunde abgehalten. Sie findet statt in der Fußgängerzone direkt vor dem Redaktionsgebäude.

Sonnabend, 5. September 1998

Härtetest für VfL Oldesloe

(sg) Sieben Tage bevor für die Handball-Frauen des VfL Oldesloe das DHB-Pokalspiel beim Regionalliga-Vertreter SG Harburg auf dem Programm steht (am 12. September), wartet an diesem Wochenende der letzte Härtetest auf Trainerin Zsuzsa Nyari und ihr Zweitliga-Team. Beim Turnier um den Oberelbe-Touristik-Cup in Geesthacht geht es gegen namhafte Klubs wie den Buxtehuder SV oder die Zweitligakonkurrenten TSG Wismar, VfL Bad Schwartau und VfL Oldenburg.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 5.9.1998

 

Sonntag, 6. September 1998

Handball-Frauen des VfL Oldesloe belegt vierten Platz in Geesthacht
Achtbare Ergebnisse beim letzten Härtetest

(sg) Zwei Wochen, bevor in der zweiten Handball-Bundesliga der Frauen wieder um Punkte gespielt wird, trafen sich gleich sechs Konkurrenten der Nordstaffel beim Turnier um den OTG-Cup in Geesthacht. Für Trainerin Zsuzsa Nyari und ihr Team vom VfL Oldesloe ein willkommener Härtetest, um sich auf die neue Saison einzustimmen. Zumal mit dem Buxtehuder SV und dem polnischen Vertreter CS Stettin auch noch zwei Erstliga-Klubs am Start waren. Die Frauen-Nationalmannschaft Kasachstans hatte allerdings kurzfristig absagen müssen, ebenso der dänische Vertreter DHG Odense.

Für die Oldesloerinnen, die nur mit sieben Feldspielerinnen angereist waren, sprang gegen die starke Konkurrenz am Ende der achtbare vierte Platz heraus. Im Halbfinale unterlagen die Stormarnerinnen dem Turniersieger und starken Bundesliga-Absteiger VfL Oldenburg mit 15:19. Und im Spiel um Platz drei gab es ein Wiedersehen mit Ex-Linksaußen Marion Werner: Gegen ihren neuen Klub, den Buxtehuder SV, unterlag der VfL mit 23:26.

„Wir haben hier teilweise schon sehr gut gespielt“, befand VfL-Trainerin Nyari, die vergangenes Wochenende noch das Turnier in Bad Schwartau wegen arger Verletzungsprobleme abgesagt hatte. Auch diesmal präsentierte sich der VfL noch nicht in voller Besetzung: Martina Kattner (Blut im Hüftgelenk) nimmt nach einer längeren Pause erst in dieser Woche wieder das Training auf, Nicole Hübner leidet seit längerem unter heftigen Kniebeschwerden (Verdacht auf entzündete Patellasehne). Damit zumindest die Möglichkeit des Auswechseins gegeben war, spielte Neuzugang Sandra Koslowski mit einer Erkältung.

Mit einiger Spannung wartet man beim VfL Oldesloe auf Neuzugang Erzika Bakai. Die 67fache kroatische Nationalspielerin und ihr Manager bemühen sich derzeit um die Freigabe des kroatischen Verbandes und um eine Aufenthaltsgenehmigung. Wie im Vorjahr gehen ausländische Spitzenspielerinnen inzwischen bei fast allen Zweitliga-Konkurrenten auf Torejagd. Das zeigte sich in Geesthacht erneut. So war der HSG Marne/Brunsbüttel deutlich das Fehlen ihrer verletzten Rückraumschützin Viorica Balancia anzumerken. Der VfL Oldesloe besiegte Marne in der Vorrunde mit 23:17. Auch gegen den späteren Finalisten CS Stettin (20:18) und Wandsbek 72 (20:13) kamen die Stormarnerinnen zu Erfolgen. Das Aufeinandertreffen mit MTV VJ Peine mußte dagegen entfallen: Weil der Peiner Mannschaftsbus auf dem Hallen-Parkplatz ausgeraubt wurde, mußten die Spielerinnen zur Polizeiwache und Anzeige erstatten. Ebenfalls unerfreulich: Die Vorrundenspiele in Geesthacht fanden nahezu unter Ausschluß der Öffentlichkeit vor leeren Rängen statt. Am Finaltag verloren sich nur 150 Besucher auf der Tribühne.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 8.9.1998

 

Donnerstag, 10. September 1998

VfL Oldesloe verpflichtete kroatische Nationalspielerin Erzika Bakai
Premiere schon im Pokal?

(sg) Es scheint perfekt. Wenn keine unvorhersehbaren, bürokratischen Hindernisse mehr auftreten, dann wird die 67fache kroatische Handball-Nationalspielerin Erzika Bakai heute nachmittag aus Zagreb auf dem Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel eintreffen. Bereits heute abend wird sie dann mit dem Zweitliga-Team des VfL Oldesloe trainieren. Möglicherweise wird Trainerin Zsuzsa Nyari den hocheingeschätzten Neuzugang schon am Sonnabend im DHB-Pokalspiel beim Regionalliga-Vertreter SG Harburg einsetzen. „Es ist alles unter Dach und Fach. Wir sind guter Dinge, daß wir zum Saisonstart bei der TSG Wismar zehn Feldspielerinnen aufbieten können“, begrüßte VfL-Manager Wilfried Koslowski die schnelle Erledigung der Formalien. Per Fax und Kurierdienst waren die Verträge auf den Weg gebracht worden. Auch die Freigabe seitens des kroatischen Handball-Verbandes ging offenbar problemloser als erwartet. Daß der 26jährige Neuzugang keine billige Lösung ist, daraus wird beim VfL Oldesloe kein Geheimnis gemacht. „Sie hat ihre Forderungen aber nochmal reduziert. Die Konkurrenz unter den osteuropäischen Spitzenspielerinnen, die nach Deutschland wollen, ist inzwischen sehr groß“, verweist VfL-Manager Koslowski auf die allgemeine Entwicklung.

Kaum ein ambitionierter Erst- oder Zweitligaklub verzichtet heute noch auf die Dienste von ausländischen Spitzenkräften. Im Männer-Bereich der Handball-Bundesliga stehen teilweise mehr als 50 Prozent Ausländer auf dem Feld.

Davon ist die zweite Liga der Frauen jedoch noch weit entfernt. Die Oldesloer Frauen, bei denen Martina Kattner das Training nach ihrer Verletzungspause wieder aufgenommen hat, hoffen, daß in anderthalb Wochen zum Saisonstart alle zehn Feldspielerinnen wieder fit sind. Erzika Bakai wäre dennoch (neben der ungarischen Trainerin Zsuzsa Nyari) die einzige Akteurin mit einem ausländischem Paß.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 10.9.1998

Mittwoch, 26. August 1998

Optimismus nach Turniererfolg

(sg) Obwohl die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Oldesloe nach einem personellen Aderlaß zumindest zahlenmäßig geschwächt in die neue Saison starten, ist VfL-Trainerin Zsuzsa Nyari zuversichtlich, das das sportliche Niveau auch weiterhin für die zweithöchste Spielklasse reichen wird. Quell für ihren Optimismus war das kämpferische Auftreten beim stark besetzten Vorbereitungsturnier der HSG Henstedt/Ulzburg, das der VfL Oldesloe gewann. Am schwersten fielen den Stormarnerinnen, die heute abend zu einem Test beim Oberliga-Aufsteiger Ahrensburger TSV antreten (20 Uhr, Heimgartenhalle), naturgemäß ihre Erfolge gegen die beiden Staffelkonkurrenten Holstein Kiel (13:11) und TSV Nord Harrislee (17:14).

„Es läuft noch nicht alles rund, aber gute Ansätze waren zu erkennen. Wir brauchen uns wirklich nicht zu verstecken“, faßte Trainerin Nyari ihre Erkenntnisse zusammen. Neben den beiden neuen Torhüterinnen Petra Küsel und Silke Dumjahn bot Neuzugang Sandra Koslowski auf Linksaußen eine couragierte Vorstellung. Die 27jährige Beamtin aus Hamburg kam von der HT 16 und soll künftig Marion Werner ersetzen. Auch Stephanie Struppek, die Trainerin Nyari aus der A-Jugend in den Zweitliga-Kader berufen hat, wußte vor allem bei Gegenstößen zu gefallen. Sie kam vornehmlich am Kreis und auf Linksaußen zum Einsatz. Spannend dürfte der Kampf um den Stammplatz zwischen den Pfosten werden. Rückkehrerin „Piet“ Küsel war ihre zweijährige Handball-Abstinenz kaum anzumerken. Mit der 18jährigen Silke Dumjahn hat sie eine ehrgeizige Konkurrentin, die zum aktuellen Kader der deutschen Juniorinen-Auswahl zählt.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 26.8.1998

 

15.8.98
Neue Gesichter beim VfL Oldesloe

In der vergangenen Woche stellte sich eine vielfache kroatische Nationalspielerin beim VfL vor. Die Linkshänderin zeigte großes Interesse und sagte für die kommende Saison zu. Genaues können wir aber erst sagen, wenn sie, wie versprochen, in der kommenden Woche in Bad Oldesloe eintrifft. Wir hoffen stark auf diese Verstärkung.

Zuwachs haben wir auf jeden Fall erhalten Stefanie Struppeck stößt ab sofort zum Kader der Bundesligamannschaft. Die Mannschaft freut sich auf Steffi, es wird sicher eine harte Saison für sie. Viel Glück!!


Leider haben sich Eike Lange und Martina Kattner verletzt, so daß sie für ein paar Tage nicht am Training teilnehmen können, dafür haben die restlichen Spielerinnen jetzt viel Platz in der Heinrich Vogler Halle.

Aber es gibt auch Erfreuliches zu berichten, zumindest aus Sicht der sportlichen Abteilung. Die gesamte medizinische Abteilung mit Malte N. Gericke und Hermann Kuntze steht in der kommenden Saison wieder zur Verfügung. Die Vernunft hat hier gesiegt vor engstirnigem Funktionärsgehabe! In der ganzen letzten Saison gab es mit dieser Betreuung keine einzige muskuläre Verletzung.

Ein Freundschaftsspiel beim TSV Ahrensburg konnte der VfL mit 36:18 gewinnen. Dabei überzeugte Torfrau Piet Küsel als Torschützin auf der linken Außenbahn.

Laut Lübecker Nachrichten vom 28.8.98 hat der VfL eine neue Spielerin verpflichtet. Sie soll in der kommenden Woche in Deutschland eintreffen. Warten wir es einmal ab!!

Am Samstag nimmt eine Abordnung der Mannschaft am zweiten Oldesloer Stadtlauf teil. In der sogenannten Prominentenstaffel ist der zweite Rang des Vorjahres zu verteidigen. Gelaufen wird bereits in den neuen Trikots unseres Ausrüsters Berri. Im Anschluß daran gegen 19.30 wird im italienischen Restaurant Pinoccio - Sponsor der Mannschaft - eine Pressekonferenz abgehalten.

Dienstag, 4. August 1998

Handballerinnen des VfL Oldesloe starten in die neue Saison
Trainingsläufe im Travestadion

(sg) Das ehrgeizige Ziel vom Bundesliga-Aufstieg gehört erstmal der Vergangenheit an. Mit verkleinertem Kader und reduziertem Etat starteten die Handball-Frauen des VfL Oldesloe in die Vorbereitungsphase auf die achte Zweitliga-Saison. Nicht mehr dabei sind Leistungsträgerinnen wie Birthe von Jagow (Umzug nach Köln), Marion Werner (Buxtehuder SV), Anja Kramer (HSG Herentrup-Blomberg), Silke Schwöbken (VfL Bad Schwartau) und Meike Schlick (HG Norderstedt). VfL-Trainerin Zsuzsa Nyari konnte bisher drei Neuzugänge begrüßen: Die beiden Torhüterinnen Petra Küsel (reaktiviert) und Silke Dumjahn (vom Buxtehuder SV) sowie Linksaußen Sandra Koslowski (FIT 16).

„Spielerisch dürften wir wohl schwächer geworden sein“, weiß VfL-Trainerin Nyari um den Verlust. Sie hofft aber, die zahlreichen Abgänge durch eine eingespielte Formation ersetzen zu können. „Wenn es gut läuft, könte sogar wieder Platz vier oder fünf für uns herausspringen“, beurteilt sie die Aussichten für die neue Serie.

Allerdings: Die Personalplanungen beim VfL Oldesloe sind noch nicht abgeschlossen, obwohl die ersten Runden im Travestadion bereits gelaufen wurden. VfL-Manager Wilfried Koslowski steht noch in Verhandlungen mit einigen Riickraumspielerinnen. Trainerin Nyari hätte vor allem gerne noch eine weitere Linkshänderin im Team. Eine Linkshänderin kehrte nach Operation und langer Verletzungspause in dieser Woche zurück: Birgit Walter, die einen Abriß der Patellasehne erlitten hatte, nahm gestern das Training wieder auf.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 4.8.1998

 

1.8.98 - Trainingsbeginn im Travestadion Bad Oldesloe

Zu den ersten Terminen kamen eher die Mitglieder einer erweiterten Skatrunde, in der zweiten Woche doch immerhin schon 8 Personen. Hier auf dem Foto zu sehen, unser Neuzugang von der HT 16 aus Hamburg, Sandra Koslowski. Auf der Bank wieder dabei mit großem Elan, unsere Mannschaftsführerin Birgit Walter. Auch Silke Dumjahn, die neue Torhüterin der Mannschaft, ist beim Konditionstraining mit von der Partie.

Leider nur zu Besuch mit entspannter Miene, Birthe von Jagow. Nie hatte ihr das Travestadion so gut gefallen. In der vergangenen Saison mußte sie hier noch Kondition für eine lange Serie bolzen. Alle lauschten sie gespannt den Worten und Fragen ihrer Trainerin Zsuzsa Nyari, ob dann die Vorgaben auch erfüllt wurden. Sieht man bei einigen Spielerinnen etwas auf ihre Hautfarbe, so hatte doch das Sonnenbad in der Saisonvorbereitung gewonnen, weniger die Konditionsarbeit.

Doch dann ging es auf die Tartanbahn. Das war dann wirklich der Moment, wo ich die Mannschaft sich selbst überließ. Das wurde zu einer richtig schweißtreibenden Angelegenheit.

Das Team wird in ihrer Vorbereitung eine Reihe von Turnieren spielen. Angedacht sind Henstedt-Ulzburg, Harrislee, Bad Schwartau und Geesthacht. Genaue Informationen konnte keiner geben, das hängt alles vom Ablauf der Vorbereitung ab. Ich werde aber zu gegebener Zeit Infos weitergeben. Das gilt auch für die eine oder andere Spielerin, die noch im Gespräch ist.

22.7.98
Urlaubszeit in der 2. Bundesliga.

Erst Ende des Monats beginnt die Mannschaft mit der Vorbereitung für die kommende Saison. Die Hallen in Bad Oldesloe sind sowieso geschlossen, gespielt werden kann also nicht. Aber die Funktionäre spielen ein wenig, mit Staffeleinteilungen, veränderten Spielplänen und mit der Pokalauslosung für die erste Runde des neuen Wettbewerbs. Für den VfL war es ein erfolgreicher Wettbewerb, wir erinnern uns gern an die Begegnung mit FHC Frankfurt/Oder in Bad Oldesloe.

Jetzt wird es wieder ernst. Der erste Gegner heißt SG Harburg und spielt in der Regionalliga Nordost-Nord. Die Mannschaft wurde wurde in der vergangenen Saison überraschend Zweiter (am letzten Spieltag) und scheiterte erst in den Spielen gegen die Berliner Vertreter am Aufstieg zur 2. Liga. Also kein Spaziergang für den VfL.

Termin ist das Wochenende 12./13.9.98, das Wochenende vor dem Start in der Bundesliga. Einige weitere Begegnungen: Marne-Brunsbüttel - SG Kiel/Kronshagen; Kisdorf/Leezen - Harrislee; Schwartau - Wandsbek 72

15.7.98 - Saisonstart

Am 1.7.1998 beginnt offiziell die neue Saison der zweiten Liga im Norden. Aus diesem Grund werde ich in den kommenden Tagen ein wenig "aufräumen", denn wir wollen nach vorne sehen auf eine hoffentlich spannende Saison 98/99. Beim VfL hat sich einiges getan. Fünf Spielerinnen haben den Verein verlassen, aus ganz unterschiedlichen Gründen. Zwei Mitglieder der werden dem Handball aus gesundheitlichen Gründen ade sagen, vielleicht kommen sie einmal wieder, wenn hoffentlich alles überstanden ist. Soweit zur Vergangenheit.

Für die kommende Saison ist die Planung noch nicht abgeschlossen. Bis heute haben Silke Dumjahn und Piet Küsel als Torhüterinnen und Sandra Koslowski als Linksaußen zugesagt. Damit kann man beginnen, aber keine Saison durchstehen. Deshalb sind Trainerin und Manager noch in Gesprächen. Warten wir es ab. Ein neuer Ausrüster wird auch kommen und auch bei den Sponsoren gibt es einige Änderungen. Es wird also auch ein neues Outfit in der Stormarnhalle zu erleben sein.

In den kommenden Tagen beginnt die Vorbereitung auf die Saison, dann kann ich mehr sagen.

Mittwoch, 15. Juli 1998

VfL Oldesloe zog Harburg im Pokal

(sg) Das dürfte keine ganz einfache Aufgabe werden: Die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Oldesloe müssen in der ersten Runde des DHB-Pokalwettbewerbs am 12./13. September bei der SG Harburg antreten, das ergab die Auslosung am Dienstag in Dortmund. Die routinierte Mannschaft aus dem Süderelberaum gilt als eines der Topteams in der Regionalliga, erreichte in den vergangenen beiden Jahren stets die Aufstiegsrunde, wo sie aber jeweils knapp am Sprung in die zweite Bundesliga scheiterte. VfL-Trainerin Zsu.zsa Nyari, die noch im Urlaub ist und ihr Team am 29. Juli zum Trainingsauftakt bittet, und viele Oldesloer Spielerinnen kennen die SG Harburg noch aus

1.7.98 - Stadtfest bad Oldesloe

Die Saison 1997/98 ist abgeschlossen und es gibt immer noch Fans und Offizielle, die alles nicht richtig verdaut haben und ständig über die Vergangenheit diskutieren. Wir haben zwar nichts vergessen, doch die download-Zeiten für die vielen Fotos sind nicht notwendig. Die wesentlichen Ereignisse werden wir deshalb als Saisonrückblick in unserer Rubrik "Vorher" zusammenfassen (natürlich auch nach und nach die Überblicke der davorliegenden Jahre). Dort werden dann auch wieder Fotos zu sehen sein von den Spielerinnen, die den Verein zum Saisonende verlassen haben.

In der vor uns liegenden Serie wird an dieser Stelle wie gewohnt der Ablauf der Spiele chronologisch aufgelistet werden.

Bis dahin wünschen wir erholsame Tage.

Aber die Erlebnisse vom Stadtfest sind noch recht frisch in Erinnerung, deshalb wird es hier noch ein wenig vorgehalten:

Jetzt ist es geschafft - wir haben das Stadtfest überstanden! Trotz Regenschauern, Blitz und Donner sind wir finanziell gut herausgekommen - und das war der eigentliche Sinn und Zweck der Veranstaltung. Wie bereits bei den Auswärtsspielen der vergangenen Saison ist Verlaß auf unsere Fans, sie haben tolle Arbeit geleistet in diesen 4 Tagen seit dem Donnerstag. Tag und Nacht standen sie zur Verfügung, wenn es darum ging, Lose zu verkaufen für unsere große Tombola, Preise herauszugeben, Bierkästen schleppen vom Lager oder vom Auto zum VfL - Bierwagen, Besucher zu animieren, Verpflegung heranzuschaffen für das Standpersonal - es gibt da viele Dinge, die wir ohne diese Fans einfach nicht in den Griff bekommen hätten. Die Spielerinnen selbst waren das Bordpersonal und gingen nach kurzer Einführung mit dem Faßbier ebenso virtuos um wie mit einem Handball.

Der Freitagabend war ein verlorener Abend, bei dem Wetter ging auch der vergnügungssüchtigste Mensch nicht in die Innenstadt. Aber so war mehr Zeit vorhanden für die Hartgesottenen. Samstag konnten wir dann einiges aufholen. Seit morgens um 10.00 Uhr lief das Bier bis spät in die Nacht, die Losverkäufer beherrschten den größten Teil der Hindenburgstraße und am Abend bolzte der Bär in Bad Oldesloe, es gab kein vor und zurück, die gesamte Stadt war auf den Beinen. Wir standen uns "Selbige" in den Bauch und bei der Preisausgabe bei unser Tombola wurde ständig diskutiert. "Ich möchte lieber einen Ball" - "kann ich ein T-Shirt statt der Flache Wein" - "ist der Sharan auch zu gewinnen" - "bloß nichts Süßes, habt ihr keinen Schnaps?" 2000 Gewinne wurden ausgegeben, es wurde zur reinen Nervensache.

Am Sonntag waren dann schon nach kurzer Zeit alle Lose verkauft, unvorstellbar. Am Stand lockte die "Happy hour" schon zur Mittagszeit unsere Kundschaft heran. Über Musik kann man sich streiten, aber die Besucher unseres Bierwagens mußten ein faible haben für deutsche Musik aus dem 70-ern. Nach dem 20-zigsten Lied von Udo Jürgens ging man schon mal die Straße runter, um auf andere Gedanken zu kommen.

Am Abend hatte ich dann das Vergnügen der letzten "Schicht" bis zum Aufräumen. Es wurde kein Restetrinken, dann wäre der heutige Montag doch eher eine Qual gewesen, es war eher ein netter Abend mit einigen netten Gästen, gegen die Live-Vorstellung mit Pfefferminz auf dem Marktplatz hatten wir keine Chance. Um den Umsatz zu retten, wurden die Losbehälter zum Biertransporter umfunktioniert und so konnten wir größere Mengen Bier auch für die Musikfans bereithalten. Aber 5 Stunden mit deutscher Musik und das direkt vor einer Box stehend, es gibt angenehmere Dinge - eine rein subjektive Betrachtung. Mir graut's schon wieder vor der ersten längeren Bustour durch Deutschland zum Auswärtsspiel.

Ganz besonders möchte sich die Mannschaft bei Danah Taylor bedanken, die ein Lied für uns geschrieben hat. GET IT ON heißt der Song und war eine erfrischende Abwechslung im Musikprogramm der drei Tage. Wir werden es in der Stormarnhalle wiederhören!

Ein weiteres großes Dankeschön geht an die Organisatoren des Standes, die hier auf dem Foto gemeinsam zu erkennen sind. Holger Orlowski und Jürgen Dorn, unterstützt von Helmut und Siggi. Sie waren Donnerstag die ersten und Montagmorgen die letzten, die aufgeräumt haben - war super, kann man wiederholen!!

Freitag, 12. Juni 1998

Sandra Koslowski von der HT 16 verstärkt VfL Oldesloe
Ersatz für Marion Werner aus Hamburg

(sg) Einen dritten Neuzugang verzeichnen die Handball-Frauen des VfL Oldesloe: Sandra Koslowski (24) vom Regionalliga-Klub Hamburger Turnerschaft (HT 16) wird in der kommenden Zweitliga-Saison für Marion Werner (Wechsel zum Buxtehuder SV) auf der Linksaußenposition spielen.

Das gab VfL-Manager Wilfried Koslowski am Rande des Stadtfestes bekannt, auf dem die Oldesloer Handballerinnen wie in den Vorjahren mit einem eigenen Getränkestand vertreten waren. Sogar Birthe von Jagow, die im Juli nach Köln umzieht, ließ sich noch ein letztes Mal zum Tresendienst einteilen.

Neben viel Spaß und sportlichem Klönschnack erbrachte das gastronomische Engagement der VfL-Handballerinnen auch eine erkleckliche Summe für den Zweitliga-Etat. Manager Wilfried Koslowski war die Zielscheibe einiger Gags, weil die neue Spielerin aus Hamburg denselben Namen wie er trägt. „Nein, wir sind wirklich nicht verwandt“, versicherte er mit einem Lächeln.

Die Personalplanungen beim VfL Oldesloe für die neue Saison sind mit der Verpflichtung von Sandra Koslowski sowie den beiden Torfrauen Petra Küsel und Silke Dumjahn noch nicht abgeschlossen. Für Rechtsaußen und für den Rückraum sind noch Neuverpflichtungen geplant. „Wir haben einige Kontakte geknüpft, aber noch ist nichts spruchreif“, hält sich der VfL-Manager noch bedeckt.

Kein Geheimnis mehr ist die neue Staffeleinteilung des Deutschen Handball-Bundes. In der zweiten Frauen-Bundesliga Nord gibt es einige Veränderungen. Mit den beiden Bundesliga-Absteigern Eintracht Minden und VfL Oldenburg sowie den Regionalliga-Aufsteigern SG Tasmania/Neukölln, Wambeler SV und Garßen Celle trifft der VfL Oldesloe insgesamt auf fünf neue Konkurrenten.

Und weil die TSG Wismar den Sprung ins Handball-Oberhaus in der Relegation gegen den Bundesliga-Club TuS Walle Bremen verpaßt hat, wird auch die stärkste Mannschaft der vergangenen Saison in der neuen Serie wieder mit von der Partie sein. Komplettiert wird die 14 Teams umfassende Staffel von VfL Bad Schwartau, HC Empor Rostock, HSG Marne/Brunsbüttel, SG GutsMuths/BTSV Berlin, TSV Nord Harrislee, KSV Holstein Kiel und die SG Magdeburg/Niederndodeleben.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 12.6.1998

 

Dienstag, 30. Juni 1998

Spielplan der Handball-Bundesliga steht
Zum Auftakt zwei dicke Brocken

(sg) Die Personalplanungen für die achte Handball-Saison in der zweiten Bundesliga sind beim VfL Oldesloe noch nicht völlig abgeschlossen, die eine oder andere neue Spielerin würde Trainerin Zsuzsa Nyari noch gerne verpflichten. Weitgehend festgelegt ist hingegen schon der Spielplan für die neue Serie: Am 19. September starten die Oldesloerinnen mit einem Auswärtsspiel bei der TSG Wismar, die den Aufstieg in die erste Bundesliga nach kräftezehrender Relegation knapp verpaßt hat. Wahrlich kein einfacher Auftaktgegner, der VfL Oldesloe konnte in Wismar bislang noch nie gewinnen.

Auch das erste Heimspiel hat es in sich: Am 26. September ist der langjährige Konkurrent HC Empor Rostock in der Stormarnhalle zu Gast. Fast alle Heimspiele bestreiten die Oldesloerinnen zur gewohnten Stunde am Sonnabend um 19.30 Uhr in der Stormarnhalle. „Wir sind sehr froh, daß wir unseren angestammten Termin beibehalten können“, sagte der VfL-Bundesliga-Beauftragte Jürgen Dorn, der kürzlich auf dem Staffeltag des Deutschen Handball-Bundes (DHB) zusammen mit Holger Orlowski die organisatorischen Weichen stellte.

Die Zusammensetzung der zweiten Frauen-Bundesliga Nord hat sich gleich auf fünf Positionen verändert. Neben den drei Absteigern MTV VJ Peine, Post SV Braunschweig und dem MTV Wandsbek 72 aus Hamburg haben auch der SV Halle-Neustadt (Aufstieg in die erste Bundesliga) und SV Teutonia Riemke (Eingruppierung in die Südstaffel) die Nordstaffel verlassen. Neu dabei sind VfL Oldenburg und SG Minden als Bundesliga-Absteiger sowie die drei Aufsteiger HSG Wambel-Körne (bei Dortmund), SV Garßen (bei Celle) und Teutonia Neukölln aus Berlin.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 30.6.1998

 

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