Finanzsituation und Ausblick


Das zu hoch gesteckte Ziel der vorigen Saison 97/98, mit Aufstockung des Kaders auf 14 Vertragsspielerinnen, hatte eine starke Zunahme der Kosten zur Folge, die nicht verkraftet werden konnte ohne Vorgriff auf die neue Saison, zumal die erhoffte und versuchte Steigerung bei den Sponsoren (was sowohl die Anzahl als auch die erforderliche Aufstockung der einkommenden Gelder betrifft) nicht erreicht worden ist. Auch die kroatische Nationalspielerin Erzika Bakai brachte nicht den erhofften Anschub, dafür aber beträchtliche Extrakosten.

Sportbereich (= Spielbetrieb, abwickelnde Punkt- und Pokalspiele über das Konto des VfL Oldesloe)

Hier bestehen spieltechnisch und prinzipiell kaum Probleme, der derzeitige Tabellenplatz gibt auch zu Besorgnis keinen Anlaß. Die Meldegebühr in Höhe von DM 4.000,- (kurzfristig vom DHB erhöht, vorher DM 2.500,-) ist termingerecht an den DHB abgeführt worden.

Bereich Personal- und Sachkosten, Werbeaktivitäten etc.,abzuwickeln über die OSM GmbH

Hier mußte die Notbremse gezogen werden und "SOS" gefunkt werden. Durch einen Rundbrief im Dezember 1998 an Sponsoren, Gönner, Hauptverein mußte dargelegt werden, daß der Bundesliga-Handball in Bad Oldesloe als ganzes gefährdet ist und auf dem Spiel steht, ausschließlich aufgrund der Entwicklung der Finanzen. Von der OSM kann nur das kommen, was aus Werbeaktivitäten und Sponsorengeldern hereinkommt. Da dies längst alles aufgebraucht ist, ist es zu finanziellen Engpässen gekommen (die noch andauern!!) bei der Bezahlung von Leasingraten für die Fahrzeuge der Spielerinnen und ebenso bei den Entschädigungen für Fahrtkosten etc. der Spielerinnen. Diese Engpässe konnten bis Ende Januar 1999 nur durch Sonderanstrengungen, und bisher auch nur zum Teil, aufgefangen werden.

Die derzeitige Situation läßt sich daher wie folgt umreißen:

  • Die Einnahmen aus Werbung und Vermarktung fielen geringer aus; Bemühungen des Managers, noch im Januar 1999 zwei neue Sponsoren in Lübeck zu gewinnen und um erhöhte Sponsorengelder, blieben ohne Erfolg.

  • Die sportliche Situation (d.h. schwaches Auftreten der Mannschaft bei manchen Heimspielen) hat dazu beigetragen, daß der Zuschauerzuspruch, und damit entsprechende Einnahmen, hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind.

  • Die Kosten für PKW-Leasing und Spielerinnen-Entschädigung sind über die Jahre kontinuierlich gestiegen, ohne daß die Einnahmenseite entsprechend mitgezogen hat. Das Sponsorenaufkommen (zusätzlich zu den vorjährigen Geldern) reicht einfach nicht aus.

  • Die Haushaltslöcher sind zu groß geworden, um weiterhin noch aus privater Hand gestopft zu werden.

Inzwischen wurde ein 5er-Gremium gebildet, das sich um die Belange der Bundesliga und deren Sponsoren bemüht (anstelle des bisherigen Managers Willi Koslowski, der vom Vorstand fristlos entlassen wurde).

Es besteht aus

  • Jens Willhöft
  • Peter Stäcker
  • Uwe Trennt
  • Knut Kupper
  • Jork Reppin

Auch der VfL - Vorstand des Gesamtvereins hat sich helfend und tatkräftig eingeschaltet. Es wird zur Zeit gemeinsam geprüft, auf welcher Basis:

  • die kommende Saison angegangen werden kann

  • und wie die bisherige Saison sportlich und fair in den letzten Spielen über die Runden gebracht werden kann.

Die Entscheidung wird in diesen Märztagen getroffen, ob eine neue Meldung und damit eine Lizenzbeantragung erfolgen kann.  

Jürgen Dorn - Bundesligabeauftragter - 17.3.1999

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