Danach

Der vierte Platz bedeutet ihm viel
Trainer Claus Schilk zieht positive Bilanz


Eine überaus positive sportliche Saison-Bilanz zog Handball-Trainer Claus Schilk im Programmheft zum letzten Spiel des VfL Oldesloe. "Für mich ist der vierte Platz mehr wert, als die Meisterschaft im vergangenen Jahr", bekannte Schilk und erinnerte noch einmal an die denkbar ungünstigen Voraussetzungen bei Saisonbeginn, als er gerade sieben Feldspielerinnen zur Verfügung hatte. Die medizinische Abteilung des VfL mußte Überstunden machen, ehe im Laufe der Spielzeit mit Irina Derr, Mona Münstermann und der reaktivierten Ingrid Schilk drei weitere Spielerinnen für Entlastung sorgten.

Vor dem Hintergrund des kleinen Kaders, aber auch in Anbetracht der Tatsache, daß die zweite Bundesliga Nord erheblich stärker geworden ist als im Vorjahr, ist der vierte Platz für den VfL oldesloe zweifellos als großer Erfolg zu werten. Erfreulich auch die Zuschauerresonanz in der Stormarnhalle: Durchschnittlich sahen knapp 400 Zuschauer jedes Heimspiel.

Ob das ehrgeizige Ziel - Aufstieg in die erste Bundesliga - in der kommenden Saison realisiert werden kann, hängt in hohem Maße von der Frage ab, wen Trainer Schilk noch als Verstärkung im Team begrüßen kann. Der jetzige Kader bleibt weitgehend zusammen. Außer Mannschaftsführerin Andrea Hasenberg (hört auf) ist nur der Verbleib von Mona Münstermann fraglich. Das Verhältnis zwischen ihr und Trainer Schilk scheint gestört. Nach ihrem Karibik-Urlaub (während der Saison) hatten sich beide zwar ausgesprochen, aber gegen Wismar saß sie weinend auf der Bank, weil Trainer Schilk sie nur zwei Minuten nach der Einwechselung (50. Minute) schon wieder vom Feld nahm.

Fest stehen bislang zwei Neuzugänge: Linksaußen Kathrin Behnke wechselt aus der A-Jugend des VfL Bad Schwartau zum VfL Oldesloe. Zudem verstärkt Juniorinnen-Nationalspielerin Ivonne Grimm (TSC Berlin) das VfL Team als Kreisläuferin. Sie spielt demnächst auch wieder mit Marion Werner in der DHB-Auswahl.

Der Wechsel von Rechtsaußen Mandy Heinelt (Holstein Kiel) hat sich dagegen zerschlagen. Die blonde Kielerin, bereits als Neuzugang angekündigt, hatte in einer Sport-Zeitung Kritik an der Bekanntgabe geübt. Über Kontakte zu weiteren Spielerinnen hüllt sich Schilk nach diesen Erfahrungen in Schweigen. Kein Geheimnis ist es allerdings, daß er Verstärkungen auf den Rückraumpositionen sucht.

Ahrensburger Zeitung - 3.5.1993

Meisterteam 1979 fast komplett
Heute in der Stormarnhalle: Handballfest zu Hasis Abschied

In ihrer langen Handball-Karriere hat Andrea Hasenberg eine Unmenge von Mitspielerinnen gehabt. Eigentlich mit allen hat sie dabei ein gutes, ja herzliches Verhältnis entwickelt. "Hasi", wie das Oldesloer Handball-Idol von jedermann genannt wird, ist eben Kumpeltyp.

Und doch fiel es ihr nicht schwer, für ihr heutiges Abschiedsspiel, bei dem die aktuelle Bundesligatruppe um 19 Uhr in der Stormarnhalle auf eine Auswahl ehemaliger Mitstreiterinnen der scheidenden VfL-Mannschaftsführerin trifft, Prioritäten zu setzen.

"Mein schönstes sportliches Erlebnis war die Deutsche Meisterschaft 1979. Aus diesem Team hätte ich gern so viele Spielerinnen wie möglich dabei", äußerte sie spontan, als sie um Wünsche für das heutige besondere Ereignis gefragt wurde.

Ihr Wunsch ist den Verantwortlichen des VfL Befehl gewesen. Und Hasis Mitstreiterinnen ließen sich nicht zweimal bitten. Ein paar Absagen hat man bekommen, aber immerhin sieben Spielerinnen aus der Meistertruppe sind dabei.

Voran Andrea Güldenpfennig, der "Star" aus jenen Zeiten, die zusammen mit Zsuzsa Nyari, dem aktuellen Publikumsliebling, auf dem Parkett zu erleben, sich Oldesloer Handballfans schon lange wünschen. Das wird ein großes Fest. Das wird erst in der Stormarnhalle gefeiert und findet anschließend auf einer Zeltparty im Travestadion seine Fortsetzung.

Stormarner Tageblatt - 4.6.1993

Abschiedsspiel von Andrea Hasenberg in der Stormarnhalle - "Du fehlst uns, bleib bei uns!"
VfL-Handballdamen verabschiedeten ihre langjährige Mannschaftsführerin

Die Rührung konnte sie nicht verbergen. "Du fehlst uns, bleib bei uns!", so endete der umgedichtete Text eines Songs von Marius Müller-Westernhagen, mit dem Bundesliga-Handballdamen des VfL Oldesloe ihre langjährige Mannschaftsführerin auf ihren Abschied einstimmten.

Die VfL-Mannschaft mußte nicht allein singen. Auch der Gegner stimmte in das leicht melancholische Lied ein. Kein Wunder. Schließlich handelte es sich dabei um "Alte Bekannte". Besonders von Andrea Hasenberg.

Die hatte sich gewünscht, mit ihrer jetzigen Mannschaft gegen ein Team ehemaliger Mitstreiterinnen antreten zu können, und ihr Wunsch war der Abteilungsleitung Befehl gewesen.

Den Schwerpunkt des "Allstar-Teams" bildeten Spielerinnen aus der Mannschaft, mit der HASI 1979 Deutsche Jugendmeisterin geworden war. Nicht weniger als sieben Aktive daraus

- Gudrun Fandrey (geb. Noack)
- Martina Pusch
- Renate Schrader (geb. Warncke)
- Andrea Güldenpfennig
- Andrea Struppeck
- Jeanette Müller

und natürlich Andrea Hasenberg selbst standen gemeinsam auf dem Parkett.

Dazu hatten sich Anette Schümann, Martina Braasch (geb. Scheel), Katja Schoppenhauer, Martina Gliewe und die eigens für dieses Spiel aus Koblenz angereiste Kirstin Timm eingefunden. Bei weitem nicht alle sind mehr im Handballsport aktiv, aber alle waren beseelt von dem Gedanken, für HASI ein richtiges Handballfest zu zelebrieren.

Klar, daß die Herren Meyer und Fandrey wie in alten Zeiten die Betreuung der "allstars" übernommen hatten, den Schützlingen freie Hand ließ. Das hatte Claus Schilk auf der anderen Seite natürlich auch getan.

Die Spielerinnen nutzten die Freiheiten, die sich ihnen boten. Insbesondere Zsuzsa Nyari und Marion Werner waren in ihrem Element. Sie öffneten ihre Trickkiste ganz weit - und die ist bei beiden gut bestückt.

Da wurden fabelhafte Kempa-Tricks gezeigt, perfekte Anspiele ohne Sichtverbindung und selbst vor Kopfballstaffetten schreckten die beiden nicht zurück. Das war so recht nach dem Geschmack der Zuschauer. Zumal auch alle anderen mehr als nur Staffage waren. Dem Bundesliga-Team merkte man die Fruede an, einmal ganz unbeschwert aufspielen zu können und bei der Auswahl blitzte noch reichlich vom alten Können auf.

Auch bei Andrea Güldenpfennig, die ja früher der große Star im Oldesloer Handball gewesen war und die Stormarnhalle gefüllt hatte. Ballfertig ist sie noch wie eh und je, nur ins Tor von Alexandra Hoffmann wollte sie partout nicht treffen.

In dieser Beziehung war ihr diesmal Andrea Hasenberg weit überlegen, wiewohl sie in ihrer langen Laufbahn selten eine Torjägerin gewesen war. In ihrem Abschiedsspiel war sie gleich neunmal erfolgreich. Fünf Tore erzielte sie für die aktuelle Bundesligamannschaft, deren vier für die Auswahl.

Beflügelt war sie dabei sicher auch von Ehrungen und Auszeichnungen, für die das Spiel, das übrigens 39:23 für die Liga endete, eigens unterbrochen wurde. Auch Oldesloes Bürgermeister Gerd Achterberg hatte es sich nicht nehmen lassen, eines der größten Sportidole in der Stadt Dank auszusprechen.

Beflügelt aber sicher auch durch die Aussicht, anschließend noch auf ein paar fröhliche Stunden in einem Festzelt im Travestadion mit den Fans und Bekannten zu verbringen. Auch das ist für HASI immer fester Bestandteil in ihrer Karriere gewesen.

Stormarner Tageblatt - 7.6.1993

Sport muß immer Spaß machen
Andrea Güldenpfennig zurück an die Stätte ihrer Triumphe

Auf eine Spielerin waren Oldesloes Handballfans beim Abschiedsspiel für Andrea Hasenberg besonders gespannt gewesen: Andrea Güldenpfennig. Die Lütjenseerin war "Star" des ersten großen Booms in der Stormarner Kreisstadt gewesen. Sie hatte wesentlichen Anteil am Gewinn der deutschen Jugend-meisterschaften 1979 und 1980 und am Durchmarsch der VfL-Damen von der Bezirks- bis in die Regionalliga.

ST: Hat es Spaß gemacht?

Andrea: Ja, riesigen. Andrea Hasenberg hat in den Mannschaften, in denen ich beim VfL gespielt habe, eine ganz wichtige Rolle eingenomen. Sie sorgte für den Zusammenhalt innerhalb und außerhalb des Spielfeldes. Da war es für mich eine Selbstverständlichkeit, zu ihrem Abschiedsspiel zu kommen.

ST: Gibt es noch Verbindungen zum Handball und zum VfL?

Andrea: Eigentlich nicht. Ich habe meine Karriere 1990 beim SV Groß-Hansdorf ausklingen lassen und spiele jetzt nur noch Squash und Tennis.

ST: Mancher frühere Fan von Andrea Güldenpfennig glaubt, sie habe ihre größerer sportliche Karriere verschenkt. Ist es an dem?

Andrea: Das sehe ich nicht so. Für mich ist immer der Spaß an der Sache das Wichtigste im Sport gewesen. Das ist beim VfL, solange ich dort mitgemacht habe, der Fall gewesen. Deshalb habe ich auch Angebote - durchaus auch welche mit materiellen/finanziellen Hintergründen - leichten Herzens abgelehnt. Ich denke, ich bin den für mich richtigen Weg gegangen und bereue nichts.

ST: Reizt es nicht, noch einmal mit einer solchen Ausnahmespielerin wie Zsuzsa Nyari zusammenzuspielen?

Andrea: Ich habe den VfL, seit sie dabei ist, nur zwei- oder dreimal gesehen. Sie ist eine tolle Spielerin. Natürlich hätte auch ich reichlich davon profitieren können, wenn eine Könnerin ihres Kalibers schon zu meiner Zeit dagewesen wäre. Aber jetzt kribbelt es bei mir nicht mehr. Ich trauere dem auch nicht nach. Wichtig sind in der Erinnerung weniger die sportlichen, als vielmehr die menschlicheren Dinge. Und die heute mit HASI und den anderen aufleben zu lassen, ist mir mehr wert.

Stormarner Tageblatt - 7.6.1993

Stormarner Handball-Frauen streben den Bundesliga-Aufstieg an

Die Handballdamen des VfL Oldesloe haben sich in der der zweiten Bundesliga als feste Größe etabliert. Nach Meisterschaft und knapp verpaßtem Aufstieg (91/92) landete die VfL-Mannschaft in der vergangenen Saison mit einem Kader von nur sechs Feldspielerinnen auf dem dritten Platz. Mit personell erheblich aufgestockter Mannschaft geht Trainer Claus Schilk in sein fünftes Jahr als Chefcoach. Das Ziel heißt: Aufstieg in die erste Bundesliga. Die Ahrensburger Zeitung sprach mit ihm über Chancen und Risiken:

In Oldesloe noch richtig was bewegen

AZ: Ein Sprichwort sagt, aller guten Dinge sind drei. Zwei jahre spielte der VfL in der zweiten Liga, scheiterte einmal knapp am Aufstieg. Was darf in der dritten Saison erwartet werden?

Die kommende Saison wird die schwerste, die die 2. Bundesliga bislang erlebt hat. Am Saisonende steigt der Erste auf, Platz 2 bis 7 qualifizieren sich für die neue zweite Bundesliga (die zweite Liga Mitte wird aufgelöst), der Rest von Platz 8 bis 12 steigt ab. Nun glaube ich, es ist uns gelungen, eine Spitzenmannschaft zu verpflichten, die auch in der Lage ist, aufzusteigen. Für Nana Conde und Yvonne Grimm war unsere eindeutige Zielsetzung auch der Grund, in die zweite Liga zu wechseln. Für beide soll die zweite Liga nur eine Einjahres-Warteschleife sein. Auch Marion Werner und Roswitha Bein hatten genug Anfragen aus der ersten Liga. Langfristig sind beide nur beim VfL Oldesloe zu halten, wenn wir den Aufstieg schaffen. Wie optimistisch wir sind, zeigt die Tatsache, daß Marion Werner ihren Vertrag schon vorzeitig bis zum 30. Juni 1995 verlängert hat.

AZ: Kann der erhöhte Erfolgsdruck durch das Ziel Bundesliga-Aufstieg nicht zum Bumerang werden?

Der Erfolgsdruck war in den vergangenen beiden Jahren ebenfalls sehr groß, denn das Publikum in Bad Oldesloe ist handballerisch schon verwöhnt worden. Mit Küsel, Conde, Grimm und Köhnken haben wir jetzt vier Spielerinnen, die alle schon in der ersten Liga gespielt haben. Nyari hat 171 Länderspiele für Ungarn, Bein 32 Länderspiele in der DHB Juniorinnen-Auswahl, Werner und Grimm fahren am 1. September zur Juniorinnen-Weltmeisterschaft nach Bulgarien. Irgendwo haben alle schon den Druck kennengelernt.

AZ: In der vergangenen Saison beklagten sie mangelnde Erfahrung ihrer relativ jungen Mannschaft als Manko im Titelkampf. Ist das Problem mit den beiden routinierten Neuzugängen Conde und Köhnken gelöst?

Wie schon angedeutet, ich glaube, daß wir uns in diesem Jahr wirklich optimal verstärkt haben. In der vergangenen Saison haben wir nur ein Drittel unserer Tore aus dem Rückraum erzielen können und da haben wir uns bei Neuverpflichtungen ausschließlich nach Rückraumspielerinnen umgesehen. Die besten Außen der zweiten Liga haben wir schon.

AZ : In dieser Saison sind sie mit 14 Spielerinnen personell stark besetzt - sieben können aber nur spielen. Bedeutet dies eine besondere Herausforderung für den Trainer?

Nein, eine Herausforderung war da die vergangene Saison mit nur sieben Feldspielerinnen. Das war ungefähr so, als wenn eine Fußballmannschaft nur mit acht Spielern in die Saison geht. Im Prinzip ist es jetzt viel einfacher: sechs Feldspielerinnen könne zwar nur spielen - spielen sie gut, ist es okay -spielen sie schlecht, spielen eben andere.

AZ: Reibereien im Umfeld, speziell mit dem Hausmeister der Stormarnhalle, veranlaßten Sie noch im Februar zu einer Kündigung. Sind in organisatorischer Hinsicht überhaupt die Weichen für die 1. Bundesliga gestellt?

Die Probleme sind allen bekannt, wir zumindest bemühen uns immer um ein bißchen mehr Professionalität. Unsere Heimat ist Bad Oldesloe und dort wollen wir spielen. In ganz Deutschland waren wir um ein gutes Image bemüht, das beweisen jetzt zunehmend Turniereinladungen aus Homburg/Saar und Stuttgart, aus der Schweiz und aus Dänemark. In Bad Oldesloe allerdings wird oft vergessen, daß wir in der vergangenen Saison 5000 zahlende Zuschauer gehabt haben. Wer uns Knüppel zwischen die Beine wirft, sollte sich an Oberligazeiten mit 80 bis 100 Zuschauern erinnern. Manchmal wäre ein bißchen Weitsicht schon gefragt, denn auch die Stormarnhalle ist ein sportliches Aushängeschild der Stadt und des Kreises geworden. Im Rathaus ist man stets bemüht, uns zu helfen und entgegenzukommen.

AZ: Welche Bedingungen müßten erfüllt werden?

Im Prinzip hätte die Stormarnhalle längst erweitert werden müssen. Die Enge, wie beim Pokalspiel gegen Buxtehude und gegen Wismar, als fast 100 Zuschauer auf der gegenüber liegenden Hallenseite an der Glaswand standen, werden wir in der 1. Bundesliga nicht so oft zulassen dürfen. Bei dem entscheidenden letzten Punktspiel hatten wir als Vorsichtsmaßnahme außerdem noch sechs Ordner aus Wismar mit angefordert. Als zusätzlichen Zuschauerservice planen wir, die Auswechselbänke auf die andere Hallenseite zu verlegen. Bislang konnten nur die Zuschauer in der ersten Reihe das Spektakel auf den Auswechselbänken verfolgen, und das gehört nun einmal mit zum Spiel.

AZ: Die Zahl der handball-Sponsoren ist in Bad Oldesloe stetig gewachsen. Befürchten Sie angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Rezession ein Ende des Trends?

Die wirtschaftliche Rezession haben wir deutlich zu spüren bekommen. Nur durch Aufstocken der Etats unser alten Großsponsoren waren wir in der Lage, die Mannschaft zu verstärken. Bislang suchen wir immer noch einen Gönner, der die Ablösesumme für Ivonne Grimm übernimmt. Bisher haben wir für sie noch keine Freigabe.

AZ : Zur Zeit pauken Sie für die A-Lizenz. Würde Sie ein hauptamtliches Engagement bei einem Spitzenklub der Bundesliga reizen?

Reizen schon - ist aber kaum realisierbar. Angebote von anderen Vereinen gab es im Laufe der Zeit genug, aber inzwischen bin ich so tief in Bad Oldesloe verwurzelt, daß ich es mir nicht vorstellen könnte, wegzugehen. In Oldesloe noch richtig was bewegen im Handball, das ist mein Ziel.

AZ: Sie gelten in Bad Oldesloe als "Seele des Bundesliga-Handballs", wie es Abteilungsleiter Jürgen Dorn einmal formulierte. Lastet nicht manchmal zuviel Verantwortung auf ihren Schultern?

In der Vergangenheit ließ man mich machen und gewähren. Inzwischen ist das Unternehmen Bundesliga aber so umfangreich geworden, daß schon Hilfe gebraucht wird. So soll in Zukunft die finanzielle Seite von einer Oldesloer Marketing-Gesellschaft abgesichert werden. Sportlich werde ich in der kommenden Saison noch enger mit Thomas Gloth zusammenarbeiten. Wir wollen alles daransetzen, unser sportliches Ziel zu verwirklichen - und dann kommen erst die richtigen Probleme auf uns zu.

AZ: Haben Sie einen Tip für die Zuschauer und Handballfans in der nächsten Saison?

Wir beginnen am 2. Oktober mit einem Heimspiel gegen Nord Harrislee. Aufgrund der Nachfrage nach Karten sollten sich unsere Fans rechtzeitig um Dauerkarten bemühen, denn trotz der Verstärkungen konnten und wollten wir die Eintrittspreise nicht erhöhen.

Ahrensburger Zeitung - Sönke Schulenburg - 12.7.1993

VfL-Coach: Nur der Aufstieg zählt

Der Mann weiß, was er will. "Selbst ein zweiter Platz wäre für uns eine Enttäuschung", sagt Claus Schilk, Trainer der Handballdamen des VfL Oldesloe. Für den 41 Jahre alten Coach zählt in der zweiten Bundesliga nur Meisterschaft und Aufstieg. "Alles andere ist indiskutabel."

Die Gründe für das ungeheure Selbstbewußtsein schiebt Schilk gleich nach. "Wir haben schon im letzten Jahr nicht schlecht gespielt, hatten aber Probleme im Rückraum. Diese Probleme haben wir ausgeräumt." Schilk kann hochkarätige Neuzugänge präsentieren: Allen voran die Berlinerin Nana Conde (29), die zugunsten des VfL ein attraktives Angebot in Wiesbaden ausschlug. Die Linkshänderin wird in Hamburg arbeiten, Geld, so sagt sie, sei nicht so wichtig. "In erster Linie muß Handball Spaß machen, ich denke, das wird in Oldesloe der Fall sein."

Neben Nana Conde verstärkt Ivonne Grimm (TSC Berlin) die Mannschaft aus Stormarn, eine Spielerin, die trotz ihrer Jugend zu den Leistungsträgerinnen zählen wird. Gemeinsam mit Marion Werner gehört sie zum Stamm der Juniorinnen-Nationalmannschaft. Weitere Neuzugänge sind Catrin Köhnken (30/Harrislee), Kathrin Behnke (18/Bad Schwartau), Vanessa Schack (18/Bad Schwartau) und Torhüterin Silke Schwöbken (25/Bad Schwartau). Verlassen haben die Schilk-Truppe lediglich Mona Münstermann und Andrea Hasenberg.

Das erste Punktspiel bestreitet der VfL, dessen Trainer in Harrislee, Oldenburg und Empor Rostock die härtesten Konkurrenten sieht, am 25. September in Neubrandenburg. Die Heimpremiere steigt am 23. Oktober, Gegner ist wie im Vorjahr Nord Harrislee.

Lübecker Nachrichten - 18.7.1993

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