Danach

Ex VfL- Spielerin Managerin des Jahres


Sie spielte vier Jahre für den VfL und das mit riesigem Erfolg. Antje Schütt war 1979 und 1980 mit dem VfL deutsche Jugendmeisterin geworden, 1980 als Spielführerin maßgeblich beteiligt. "Eine Zeit, die mich geprägt hat, mich Disziplin und Teamgeist gelehrt hat", sagt sie. Gestern nahm die 31-jährige in Bonn den Preis als Managerin des Jahres 1994 entgegen. Ausgezeichnet vom Magazin Forbes, das fünf deutschen Managerinnen den Titel verlieh. Antje Schütt kam vor acht Jahren zu der Gesellschaft Federal Express. Damals finanzierte sie sich das Studium. Schon ein Jahr später baute sie die kleine Niederlassung in Bremen auf. Als 27-jährige wurde sie in eine Stabsfunktion in die Frankfurter Zentrale berufen. Im Dezember 1993 übernahm sie schließlich die Leitung der deutschen Niederlassung als "Managing Director Germany".

Stormarner Tageblatt vom 27.4.1994

Harmonie wiedergefunden

Nüchtern betrachtet hat der VfL Oldesloe sein Ziel verfehlt. Doch die Trauer über den verpassten Sprung hält sich in Grenzen. Zu recht: Denn wie schwer der Sprung in die Bundesliga zu bewerkstelligen ist, zeigt das Beispiel TSG Wismar. Der Aufsteiger muss nach nur einer Saison wieder den Weg nach unten antreten, obwohl man sich personell verstärkt und mit einem Durchschnitt von knapp 1000 Zuschauern Krösus des deutschen Frauenhandballs ist. "Wichtig ist, das wir die Harmonie wiedergefunden haben, dass das Oldesloer Publikum wieder hinter dem Frauen-Handball steht", sagt Jens-Richard Paulsen, der als Interimstrainer nach dem Krach eine schwere Aufgabe übernommen hatte. Paulsen, der in Zukunft als Co-Trainer weitermachen will, hat es geschafft, den totalen Absturz zu verhindern. Mannschaft und Management haben sich offenbar wieder zusammengerauft, sportliche Ziele standen zuletzt wieder im Vordergrund. Davon zeugte der Kampfgeist, den die Oldesloer Spielerinnen in den letzten fünf Spieltagen an den Tag legten. Manager Claus Schilk reichte in Woltmershausen sogar seiner bisherigen Intimfeindin Marion Werner verbal die Hand: " Top - ihr bestes Auswärtsspiel".


Die Frage, ob der Streit zwischen Schilk und den Spielerinnen den Titel gekostet hat, lässt sich nur schwer beantworten. Die Trennung von Nana Conde war ein sportlicher Verlust. Die Ausrutscher gegen Neubrandenburg und die Reinickendorfer Füchse kosteten wichtige Punkte. Aber ein Zähler mehr hätte gereicht - und einen Ausrutscher hatte es schon unter Schilk beim 19:19 in Wandsbek gegeben.

Ein neuer Werbepartner für das Trikot

Eine blanke Brust kann eineinträgliches Einkommen sichern. Doch was für posierende Models gilt, verkehrt sich im Sport leicht ins Gegenteil.
Für die kommende Saison präsentierte der VfL Oldesloe mit dem Baustoff-Handel "Hass und Hatje" einen neuen Trikot-Werbepartner. Bislang war das Unternehmen schon mit Bandenwerbung und Anzeigen im Programmheft in der Stormarnhalle vertreten, jetzt wurde der Etat kräftig aufgestockt. Über konkrete Summen gibt es ein Stillschweigen. Doch es gilt als sicher, daß der neue Werbepartner die Finanzlücken im Etat schließt, die der Rückzug der Firmen August Ernst und Lancia Mittasch hinterläßt. Der Schriftzug der Oldesloer Schnapsbrennerei verschwindet nach 12 Jahren vom VfL-Trikot, weil die Firma ihre Werbeaktivitäten auf das Fernsehen konzentrieren will. Im reduzierten Umfang will Mittasch sein Sponsoring fortsetzen. Wirtschaftliche Gründe und Meinungsverschiedenheiten innerhalb der OSM veranlaßten ihn zum Rückzug. Mittasch hatte kürzlich sein Amt als stellvertretender Geschäftsführer niedergelegt.

Ahrensburger Zeitung - 24.5.1994

 

Der Handball-Norden dreht auf. Die Deerns vom VfL Oldesloe verpaßten die 1. Liga nur um 11 Tore. Damit's nächste Saison klappt, plant Manager Claus Schilk drei Streiche. Der Handball-Hammer: Trainer soll Weltmeister Otto Sternberg werden!

Schilk: "Wir sind uns zu 85 Prozent einig". Sternberg (42), Co-Trainer unter dem scheidenden Nationalcoach Doering (geht zu Magdeburgs Bundesliga-Herren) hört nach der EM auf. Sternberg: "Eine Nachfolge als Bundestrainer ist ausgeschlossen". Sein Zivilberuf, Lehrer (Sport, Mathe Chemie) an der Haupt- und Realschule in Horneburg läßt einen Nebenjob als Trainer nur im Norden zu.

Schilks zweiter Streich:

Die Kohle liegt am Bürgersteig! Um einen 1.Liga-Etat (Minimum: DM 200.000 auf die Handballbeine zu stellen, gründete er mit Fredenbecks Männertrainer Thomas Gloth die Agentur OSM. Die organisiert das Oldesloer Stadtfest (3./5.Juni). Schilk: "Alle Gewinne gehen an unsere Damen-Mannschaft."

Das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden: Wer feste feiert, hilft den Handball-Deerns!

Der 3. Streich:

Ellerbeks Birthe Wede, 160 Tore für den TSV in der 3. Liga, steht als Neuverpflichtung bereits fest.

Drei Streiche: Otto, Baller-Birte, Bierfeste - so macht Handball Spass!

Bild-Zeitung vom 2.6.1994 - Thomas Dierenga

Das Ziel heißt wieder Bundesliga
Handball: VfL Oldesloe bastelt an einem neuen Team

Auch wenn bei den Handball-Frauen des VfL Oldesloe die Planungen für die neue Saison noch nicht abgeschlossen sind, so steht das sportliche Ziel für die vierte Spielzeit in der zweiten Bundesliga konkret fest. Der VfL Oldesloe will wieder oben mitspielen und den Sprung in die Bundesliga anstreben.

Das hochgesteckte Ziel scheint keineswegs Utopie zu sein. Ein Blick auf die verpflichteten Neuzugänge (Maren Königsberg, 19, vom VfL Bad Schwartau; Nicole Goldbaum, 18, vom HTC Eutin; Lisa Lüken, 18, vom SC Buntekuh Lübeck und Birthe Wede, 23, vom TSV Ellerbek) läßt ein Mischung aus ehrgeizigen jungen Handballerinnen und einigen routinierten Spielerinnen erkennen. Und noch ist das Wechselkarussell nicht zum Stillstand gekommen. In VfL-Kreisen werden weitere Namen wie Birgit Walter von Holstein Kiel und Sandra Schulte vom TUS Aumühle gehandelt. Die VfL-Verantwortlichen verhandeln unterdessen mit weiteren Spielerinnen. Sogar eine Akteurin aus der 1. Liga (Magdeburg) könnte dabei sein. Wenn dann auch noch der Coup mit der Trainerverpflichtung von Otto Sternberg (Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft) klappt, wird der VfL Oldesloe wohl auch im vierten Jahr um den Bundesliga-Aufstieg ein wichtiges Wort mitreden. In den nächsten 14 Tagen will sich der Coach aus Hollenstedt, der lange Jahre beim TUS Alstertal wirkte, entscheiden.

Dabei sah es vor wenigen Monaten ganz anders aus. Nach dem überraschenden Rücktritt von Trainer Claus Schilk und dem Wechsel als Herrentrainer zum TSV Ellerbek schien höherklassiger Handballsport vorbei zu sein, der Rutsch in die Bedeutungslosigkeit drohte. Doch Claus Schilk und Thomas Gloth von der OSM waren im Hintergrund nicht untätig und haben wieder eine schlagfertige Mannschaft zusammengestellt. Den VfL Oldesloe verlassen werden Torhüterin Petra Küsel (noch kein neuer Verein), Eike Lange (Buxtehuder SV), Babette Bischoff (HT 16) und Cathrin Köhnken (TSV Ellerbek?). Ob Spielmacherin Roswitha Bein in Stormarn bleibt, ist nicht sicher. Noch hat sie für die neue Saison nicht unterschrieben.

Auf jeden Fall will der VfL Oldesloe mit einem 15-er Kader in die Saison starten, die erst im Oktober beginnt. Trainingsauftakt ist Anfang August. In dieser Woche kommt das Team zum Kennenlernen zusammen.

Ahrensburger Zeitung vom 6.6.1994

Birthe Wede sucht ihre Chance beim VfL Oldesloe
"Ich wollte gern 2. Bundesliga spielen, bevor ich uralt bin"

Ehrgeizig und sportlich ist sie und auch das nötige Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen besitzt sie - Birthe Wede. Das hat die 23jährige Handballerin in der letzten Saison beim Regionalisten TSV Ellerbek schon deutlich unter Beweis gestellt. Mit 165 Toren war die Rückraumspielerin nur um 1 Tor schlechter als die Torschützenkönigin der regionalliga, Kathrin Müller vom Buxtehuder SV II. Nun will sie beim VfL für die Tore sorgen.

"Ich wollte gern noch einmal 2. Bundesliga spielen, bevor ich uralt bin. Nach den vergeblichen Anläufen mit HT 16 und dem TSV Ellerbek habe ich mich daher zum Wechsel entschlossen, obwohl ich seit meiner Jugend in Ellerbek gespielt habe und mich dort sehr wohl fühle", begründet Birthe Wede ihren Wechsel einzig und allein mit ihren sportlichen Ambitionen.

Bereits dreimal stand sie vor dem Sprung in die 2. Liga. In ihrem Jahr bei der HT 16 scheiterte sie knapp an ihrem jetzigen Verein, dem VfL Oldesloe. Zurück beim TSV Ellerbek, kam 1993 in der Aufstiegsrunde beim VfL Oldenburg II das Aus. Und in diesem Jahr reichte es beim TSV nur zum dritten Platz. Deshalb nahm Birthe, ehrgeizig wie sie ist, ihr Schicksal selbst in die Hand und probiert es beim VfL.

"Beim ersten Probetraining war ich noch nervös, aber das hat sich schnell gegeben. Rossi kenne ich auch noch aus meiner Zeit bei HT 16", fühlt sich die Neue in der Mannschaft pudelwohl.

"Ich möchte ersteinmal in der 2. Liga Fuß fassen, alles andere wird sich ergeben", hat sich Birthe Wede zwar einiges vorgenommen, setzt sich dabei aber nicht selbst unter Druck.

Neben dem Handball bleibt der Kieler Studentin des Lehramtes (Mathe, Deutsch und Sport) aufgrund der weiten Anfahrt oft nur wenig Zeit für andere Hobbys. So spielt sie gerne Squash oder geht eine Runde Schwimmen. Mit den Handballdamen der Kieler Uni erreichte sie ihren bislang größten Erfolg, den dritten Platz bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften. Bleibt also noch genügend Raum für Steigerungsmöglichkeiten mit den Damen des VfL.

Stormarner Tageblatt vom 22.6.1994 - Wolfgang Pustal

VfL-Damen zuerst nach Wandsbek
Oldesloer Handballerinnen starten erst spät in die Saison

Die Handballdamen des VfL Oldesloe müssen zum Saisonauftakt zum MTV Wandsbek 72 reisen. Durch die EM hat sich der Saionauftakt auf den 1.10.1994 verschoben.

Dann aber haben die Spielerinnen von Trainer Otto Sternberg Gelegenheit, sich für das 19:19 im Vorjahr zu revanchieren. Damals war das der erste Punktverlust in der laufenden Serie - und ein verhängnisvoller noch dazu - wie sich später herausstellen sollte.

Im ersten Heimspiel kommt es dann am 8.10 bereits zum Landesderby gegen Holstein Kiel. Die Gäste konnten sich nach Saisonabschluß mit zwei Siegen in der Relegation doch noch den Klassenerhalt sichern.

Stormarner Tageblatt vom 28.6.1994

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